Apassionata „Gefährten des Lichts“ 4/4

Die Arbeit hinter den Kulissen einer jeden Show ist ein wahres „Mammutprojekt“

Vor der Show ist nach der Show

APASSIONATA – das Mammutprojekt

Bevor die Show beginnt, ist hinter den Kulissen schon lange und intensiv gearbeitet worden – von der Idee bis zur Realisierung vergeht über ein Jahr. Aus der Grundidee für „Gefährten des Lichts“ entwickelt Regisseur und Creative Director Klaus Hillebrecht die konkrete Geschichte. Im Anschluss beginnen die einzelnen Gewerke mit ihrer Arbeit.

Von der Musik über Licht, Kostüme, Tanz und Bühnenbild bis hin zur Choreographie der Pferde soll alles ein stimmiges Gesamtbild erzeugen.

Für die Reiter und Akteure, die aus vielen verschiedenen Ländern kommen, ist das Zusammenfügen der unterschiedlichen Elemente eine große Herausforderung, selbst wenn sie den Sommer über trainiert und alles minutiös eingeübt haben. Mit Geduld und täglichen Proben erlernen Pferde und Reiter zwei Wochen vor der Premiere die neuen Szenen, die der Zuschauer dann in der fertigen Show sehen kann.

Schon lange bevor die Show startet, proben die einzelnen Akteure ihre Shownummern minutiös ein.

Doch auch in jeder Showstadt, in die APASSIONATA kommt, gibt es viel zu tun. Vor jedem Wochenende arbeitet eine 30 Mann starke Crew mehrere Stunden lang, um die Halle in eine Showbühne zu verwandeln. So verlegen sie als Untergrund für die Reitfläche 1.500 m² Reitbodenmatten, die im Anschluss mit mehr als 130 Tonnen Sand bedeckt werden. Für die richtigen Licht- und Soundeffekte kommen 100 Movinglights und zahlreiche Lautsprecher zum Einsatz. Um alles mit Strom zu

versorgen, verlegen die Techniker insgesamt knapp neun Kilometer Kabel. Neben den Projektoren, Leinwänden und mehreren Nebelmaschinen besteht das Gepäck aus zahlreichen Requisiten und natürlich den Kostümen für die vier- und zweibeinigen Stars. All das wird mit insgesamt sieben großen LKWs von Stadt zu Stadt transportiert. Da das mit reiner Muskelkraft kaum zu bewältigen ist, nimmt sich die Crew mehrere Radlader, Traktoren und Stapler zur Hilfe.

Da auch die rund 60 Showpferde (59 Pferde, 1 Esel) eine Unterkunft in jeder Showstadt brauchen, werden in unmittelbarer Nähe zur jeweiligen Halle zwei große Stallzelte errichtet. Equine Managerin Marlis Telsch legt besonderen Wert darauf die Boxen immer in der gleichen Reihenfolge zu belegen:

Pferde sind Gewohnheitstiere und fühlen sich wohler, wenn nebenan wieder der Vierbeiner von letzter Woche steht.

Für das leibliche Wohl der Pferde werden für jede Stadt 1.000 kg Pferdemüsli und Hafer sowie 70 Ballen Stroh und Heu angeliefert. Da wundert es nicht, dass die Reiter bis zu 60m³ Pferdemist jede Woche beseitigen müssen.
Kaum ist die letzte Vorstellung in der Showstadt vorüber, wird innerhalb von 10 Stunden alles abgebaut, auf die LKWs verladen und an den nächsten Spielort gebracht.

Schlagworte