teil5_header712x450

Ausbildung des Springpferdes 5/5: Feinheiten

Wenn die Basics sitzen, kann man sich bei der Ausbildung an die Feinheiten wagen, z.B. den Sprungablauf.

Erfahrenere Pferde müssen nicht mehr an die Hindernisse an sich herangeführt werden, jedoch kann man hier noch etwas „Feintuning“ betreiben. Vor allem der Sprungablauf ist wichtig für Springpferde, um später hohe Hürden ohne Fehler bewältigen zu können.

Die Serie im Überblick:

Teil 1: Freispringen
Teil 2: Erste Sprünge unter dem Sattel
Teil 3: Dressurarbeit
Teil 4: Erste Distanzen
Teil 5: Feinheiten

Der Sprungablauf – was ist das?

Die Springmanier, auch Bascule genannt, bezeichnet den Ablauf, mit dem ein Pferd über ein Hindernis springt. Hier sind vor allem die Rückentätigkeit und die Vorderhand wichtig: Ist das Pferd auch im Rücken aktiv, macht es sich über dem Sprung rund und springt meist in einer optimalen Fluglinie. Erkennen kann man dies daran, dass das Tier den Hals rund macht und nach vorne sieht, außerdem sind die Beine eng an den Körper gezogen. Die Vorderhand soll über dem Sprung geschlossen sein, das heißt, dass beide Vorderbeine nebeneinander und gleichmäßig angewinkelt sind.

Ein Sprung ohne Bascule spart Zeit.
Ein Sprung ohne Bascule spart Zeit.
Diese junge Stute macht sich schön rund.
Diese junge Stute macht sich schön rund.

Vor allem bei hohen Hindernissen ist der Sprungablauf wichtig, damit das Pferd rund springt und somit gut die Vorderbeine anziehen kann. Wenn allerdings sehr weite, flache Hindernisse (z.B. in der Vielseitigkeit oder beim Wassergraben) gesprungen werden, ist es besser, wenn das Pferd ohne Bascule springt. Hier bleibt die Wirbelsäule gerade, die Vorderbeine werden nicht so weit hochgezogen und der Ablauf sieht insgesamt flacher aus. Ein aufwändiger Springstil raubt hier wertvolle Punkte. Zudem gelingt die Landung sicherer, wenn die Vorderbeine nicht so weit angezogen sind.

So wird trainiert

Die Springmanier wird vor allem durch Dressurarbeit und Gymnastik bzw. Reihen gefördert: Durch das Training im Viereck wölben Pferde den Rücken auf und aktivieren ihr Hinterbein, was auch ihren Bewegungsablauf verbessert. Bei einer „offenen“ Vorhand dagegen helfen vor allem Bodenstangen und Gymnastikreihen. Vor allem bei Letzteren ist Schnelligkeit in den Vorderbeinen gefragt, wodurch diese dann auch besser koordiniert werden können.
Fühlt man sich dann bereit, mit dem Vierbeiner auch einmal eine Prüfung zu starten, fängt man am besten mit einer Springpferdeprüfung an, die für junge Pferde ausgelegt ist. Es wird empfohlen, die Turnierkarriere mit den Remonten ungefähr mit Ende des vierten Lebensjahres zu beginnen.
Wer sein Tier schon vor der ersten Prüfung an Trubel und fremde Hallen gewöhnen möchte, kann zum Training in eine andere Umgebung fahren oder aber auch vor oder nach einem Turnier auf Anfrage die Räumlichkeiten nutzen, was oft vom Veranstalter angeboten wird. So kann man ohne Menschenmassen in Ruhe die Dekoration oder andere aufregende, neue Dinge begutachten und vermeidet so eine Stresssituation auf dem ersten Turnier.

Durch Gymnastikreihen wird der Sprungablauf schneller.
Durch Gymnastikreihen wird der Sprungablauf schneller.

Schade, Sie sind leider kein Club-Mitglied.

Dieser Inhalt ist nur für Mitglieder sichtbar. Werden Sie Mitglied und erhalten Sie ganz exklusiv Einblick in unsere Zirkuslektionen, Reitübungen, Expertentipps, über 700 andere Artikel sowie mehr als 500 Filme rund um’s Pferd. Wenn Sie erst einmal reinschnuppern möchten, können Sie uns ganz einfach durch eine 4-wöchige Test-Mitgliedschaft kennenlernen.

Testen Anmelden Mitglied werden