DAS Statement für pferdefreundliches Reiten

Hillbury nimmt die Trensen mit Sperr-Riemen aus dem Sortiment

Hillbury ist ein Unternehmen, das bei seinen Produkten größten Wert auf Tragekomfort und somit das Wohl für das Pferd legt. So ist nach reiflichen Überlegungen zum 30. Mai 2018 die Entscheidung gefallen, keine Trensen mehr mit Sperr-Riemen in der eigenen Manufaktur zu produzieren.

Hintergrund ist, dass Sperr-Riemen leider häufig dazu verwendet werden, Reiterfehler zu kaschieren, wenn das Pferd aufgrund einer zu harten Reiterhand das Maul aufsperrt und der Reiter dieses dann zuschnürt. Bestätigt hat dies auch die unglaubliche Resonanz bei Facebook: 2.400 Likes in 3 Tagen mit berührenden Kommentaren, wie zum Beispiel dem Lob, dass Hillbury mit der Entscheidung gegen den Sperr-Riemen der Vorreiter in der Reiterwelt sei.

Der Riemen um die Nase des Pferdes ist tatsächlich erst seit einigen Jahrzehnten zur Norm geworden und bietet immer wieder Anlass zu heißen Diskussionen.

Nur die wenigstens wissen, dass dieser ursprünglich aus der Militärzeit stammt und dem Schutz des Pferdes gedient hat.

Leider kann ein festgezurrter Sperr-Riemen aber vielerlei Nachteile mit sich bringen:
Wenn der Kiefer fixiert wird, hat das Auswirkungen auf die umliegenden Muskeln. Nur ein Pferd, welches kauen kann, kann auch die gesamte Hals- und Rückenmuskulatur loslassen und sich frei bewegen. Ist diese „Stoßdämpfer-Funktion“ nicht gewährleistet, müssen die Wirbelsäule und Gelenke bei jedem Schritt das abfangen, was sonst die Muskulatur ausgeglichen hätte. Die Folgen: Prellungen und Gelenkschäden.
Das Pferd öffnet normalerweise leicht das Maul, um den Druck des Gebisses auf den Gaumen auszugleichen. Das kann es logischerweise nicht, wenn das Maul zugeschnürt ist. An der Stelle, an der das Trensengebiss gegen den Gaumen drückt, sitzen aber Nervenrezeptoren, die den Schluckreflex unterbinden und den Deckel

des Kehlkopfes blockieren. Dadurch entsteht das Einspeicheln des Pferdes, was also in erster Linie ein Zeichen dafür ist, dass das Pferd seinen Speichel nicht abschluckt. Dieser enthält wichtige Mineralien und Bakterien und schützt die Magenschleimhaut. Fehlt der Speichel, kann dies im nächsten Schritt zu einer Übersäuerung führen.
Außerdem liegen am ganzen Pferdekopf empfindliche Nerven. Darum ist es auch so wichtig, dass jede Zäumung wirklich gut und richtig sitzt. Zumal dort, wo sich der Sperrriemen befindet, ein besonders empfindlicher Nerv unter der Haut verläuft.
Dies sind nur ein paar Punkte, die die Entscheidung von Hillbury bestärkt haben, die Trensen mit Sperr-Riemen aus dem Sortiment zu nehmen. Und das Feedback der Kunden und Facebook-Fans bestätigen, dass schon lang auf dieses Statement für pferdefreundliches Reiten gewartet wurde.

Quelle: Hillbury

Schlagworte