Der kleine Iquitos greift wieder nach dem großen Titel

10. Lauf der German Racing Champions League in Berlin-Hoppegarten

Endspurt in der German Racing Champions League: nur noch zwei der insgesamt elf Rennen umfassenden Serie stehen noch aus. Der zehnte Lauf ist am 3. Oktober in Berlin-Hoppegarten beim Preis der Deutschen Einheit. Und einer gilt aktuell als klarer Favorit: Der sechsjährige Hengst Iquitos, trainiert von Hans-Jürgen Gröschel in Hannover, kommt mit der Empfehlung eines starken dritten Platzes im Longines Großer Preis von Baden an den Start. Im 8. Lauf der Champions League Anfang September musste sich Iquitos nur zwei starken Gästen aus England geschlagen geben – Best Solution und Defoe.

Mit einem Sieg oder einem zweiten Platz könnte „Krümel“, wie er aufgrund seiner geringen Körpergröße liebevoll im Stall genannt wird, die Führung in der German Racing Champions League übernehmen. Damit wäre ihm auch der Gesamtsieg – wie schon 2016 im Premierenjahr der Rennserie – praktisch sicher. Denn die noch vor ihm Platzierten, Weltstar und Best Solution, sind nicht in Berlin dabei.
Sie werden auch mit hoher Wahrscheinlichkeit beim Finale in München am 1. November im Großen Preis von Bayern fehlen. Derby- und Union-Sieger Weltstar ist verletzt und Best Solution, Gewinner der Grand Prix-Rennen in Berlin und Baden, soll im November in Australien im weltberühmten Melbourne Cup laufen. „Es wäre schon ein schöner Erfolg für uns“, sagt Trainer Gröschel über die Aussicht, die Champions League erneut zu gewinnen.

„Er ist so ein hartes und treues Pferd. Bleibt er gesund, läuft er noch einmal in München und ich wünsche ihm dann, dass er irgendwo einen Platz als Deckhengst findet. Das hat er verdient.“

Gröschel sattelt in Hoppegarten mit Itobo noch einen zweiten Starter.

„Iquitos ist natürlich der Bessere von beiden, aber Itobo hat sich sehr gesteigert.“

Im Sattel von Itobo wird Andrasch Starke sitzen. Der Führende in der Jockey-Meisterschaft kann auch die Reiter-Wertung der Champions League gewinnen – vor ihm liegt allerdings derzeit noch knapp Adrie de Vries, der am Mittwoch vermutlich den Außenseiter North Sea reiten wird. Dessen Betreuer Markus Klug liegt in der Trainerwertung der Champions League deutlich vorne und ist nicht mehr einzuholen. Er wird wie schon 2017 die Serie gewinnen.
Die German Racing Champions League ist eine Dachmarke, die auch einer breiten Öffentlichkeit die Bedeutung der elf teilnehmenden Rennen verdeutlichen soll. In einem vom Fußball geprägten Land ist der Name Champions League jedem ein Begriff – es ist klar, dass hier die besten der Zunft gegeneinander antreten.

Quelle: German-Racing

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