Der Trainer Contest 2018 – Die Trainer und ihre Pferde 1/2

In diesem Beitrag stellen wir ihnen die ersten vier teilnehmenden Trainer und ihre Pferde vor.

Patrick Koch

Der Trainer aus Österreich

Hier ein paar Zeilen von Patrick aus seinem Leben mit den Pferden:
Mein Name ist Patrick Koch, geboren und wohnhaft in Österreich, ich reite seit meiner Kindheit. Ich absolvierte während meiner Schulzeit Kurse und Praktika bei Trainern und in Zuchtställen, unter anderem bei Stefan Ostiadal, JacPoint Quarterhorses, Ernst Peter Frey, Morey Fisk, Steffen Breug, Silvia Rzepka und vielen mehr.

Nach abgeschlossener Schullaufbahn arbeitete ich drei Monate in Amerika bei Scott McCutheon, nach meiner Rückkehr nach Österreich begann ich meine Ausbildung bei Vern Sapergia/ Silvia Rzepka als Jung- und Turnierpferde-Trainer.
2017 machte ich mich selbständig und arbeitete noch sechs Monate bei Jonathan Gauthier auf der Sterling Ranch in Texas.

Die Kommunikation zwischen Pferd und Reiter ist mir sehr wichtig.

Patrick Koch versucht eine gute Balance zwischen Horseman und Sportpferde-Trainer zu finden.

Obwohl mein Hauptaugenmerk auf der Ausbildung von Jungpferden und Reining liegt, unterstütze ich jeden Reiter, unabhängig von Pferderasse und Ausbildungsstand. Die Balance zwischen Horseman und Sportpferde-Trainer stellt

für mich bei der Arbeit mit diesen wundervollen Tieren eine tägliche Herausforderung dar, der ich mich gern stelle.

Ich finde das Format des Trainer-Contest sehr interessant. Es bildet eine gute Möglichkeit, den Beruf „Pferdetrainer“ den Pferdeliebhabern näher zu bringen und das Zusammenspiel zwischen Mensch und Partner Pferd besser zu verstehen.

Patrick sein Pferd Peppino 9

Peppino ist ein 3-jähriger Quarter-Wallach und stammt aus der Zucht von JB7 Quarters, einem Familienbetrieb in Tirol, der sich seit Jahrzehnten der Zucht und Haltung verschiedenster Pferderassen angenommen hat. Sein Vater ist Flamboyant Quixote und seine Mutter El Peppys Pocco, welche ebenfalls im Besitz von JB7 Quarters ist. Peppino war ein Frühchen und wurde von der Züchterin Anna Maria Muxel im ersten Monat mit der Flasche aufgezogen. Seine ersten Lebensjahre verbrachte er mit seinen Kumpels in den Tiroler Alpen.
Mitte März 2018 wurde er von Stefanie Lins gekauft und anschließend nach Vorarlberg (Österreich) gebracht, wo er nun sein weiteres Leben verbringen darf. Er steht bei Dünser Quarter Horses in Rankweil, wo er beste Bedingungen für seinen Start vorfindet. Peppino kennt noch nicht viel, da er die meiste Zeit auf der Weide verbracht hat.

Es wird eine spannende Zeit für ihn und seine Besitzerin Stefanie Lins werden.

Mirjam Dunkel

Die Pferdetrainerin aus der Schweiz

„Jede Reitweise ist spannend und Freude bereitet mir das, was meinem Pferd Spass macht.“

Mirjam Dunkel stellt sich vor:
Ich blicke auf eine langjährige Erfahrung als Pferdetrainerin zurück. Bereits mit 16 Jahren bildete ich auf einer Ranch in Arizona viele junge Pferde aus. Hier entdeckte ich auch den Umgang mit traumatisierten Pferden, die als unreitbar galten und auf der Ranch ihre letzte Chance vor dem Schlachter erhielten. Nach und nach gelang es mir, eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen, so dass einige dieser Pferde in ein schönes neues zu Hause vermittelt werden konnten. Dem Ruf meines Herzens folgend, kehrte ich insgesamt 11 Mal auf die Ranch in die USA zurück. Mit dem erlangten Wissen aus den USA arbeitete ich eine Zeitlang auf einer privaten Farm in der Schweiz und bildete junge Pferde aus.
Nach dem Motto „Man hat NIE ausgelernt und man ist IMMER ein Anfänger auf seinem Niveau“ interessiere ich mich für die Trainingsweisen anderer Trainer, besuchte zahlreiche Kurse, zum Beispiel bei Jean-Claude Dysli und Raphael Dysli, und absolvierte das Co-Trainerprogramm bei Pro-Ride. Mehrmals gewann ich Freiheitsdressur-Turniere in der Schweiz und wurde für diverse Projekte (Film, Pferdemessen) angefragt. Letztendlich sind es aber die Pferde, die mich tagtäglich lehren.

Mirjam Dunkel hat bereits einige Freiheitsdressur-Wettbewerbe in der Schweiz gewonnen.

In meiner Freizeit betreue ich nun Pferdeleute, die gerne an sich arbeiten möchten, um mit ihrem Pferd weiterzukommen.

Ich zeige neue Wege auf, wie man Pferde alleine durch Körpersprache, Gedanken und feine Signale bewegen bzw. reiten kann.

Ob sie nachher mit Trense, Knotenhalfter, Halsring, Bosal oder ganz ohne alles geritten werden – spielt dann keine Rolle mehr. Umso wichtiger ist es, zu einem Pferd eine freundschaftliche Beziehung aufzubauen, in der sich das Pferd wohlfühlt, Spass hat und gerne mit mir kommuniziert. Nur so entsteht eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der das Pferd seine Talente voll entfalten kann. Ich hoffe sehr, euch dabei inspirieren zu können.

Mirjam ihr Pferd Balu

Hier ein paar Zeilen von Mirjam und ihrem Pferd:

Mein Name ist Balu. Ich bin ein vierjähriger Shagyaaraber-Hengst. So wie mein Namenspatron aus dem Dschungelbuch, geniesse ich das Leben in vollen Zügen. Zusammen mit meinem Halbbruder, Burhalem, lebe ich in Österreich, Arnoldstein. Wir sind hier aufgewachsen und gross geworden. Der Stall gehört einer ganz netten Familie. Wir dürfen frei draussen sein und haben viel Platz. Wir lieben unsere Männer-WG und da geht es manchmal richtig rau zu und her. Nix für schwache Mädels. Jeden Tag spielen und kämpfen wir auf der Weide. Ich muss zugeben, mein Bruder ist etwas schneller als ich, dafür habe ich viiiel mehr Kraft. Die Menschen geben uns zu fressen und führen uns auf die Weide. Ansonsten weiss ich nicht, für was sie da sind. Jedenfalls habe ich gehört, dass ich schon bald in die Schweiz ziehe. Gott sei dank, zusammen mit meinem Halbbruder! Meine neue Besitzerin hat es nicht übers Herz gebracht, uns zu trennen. Wir werden in einem Offenstall leben mit ganz viel Weide, sodass wir weiterhin herumtollen können. Ich glaube, der neue Offenstall wird gerade erst noch gebaut. Jedenfalls weiss ich nicht, was meine neue Aufgabe in der Schweiz sein wird. Scheinbar möchte die neue Besitzerin mit mir eine Beziehung aufbauen. Pah, dabei habe ich doch meine Artgenossen. Ich hoffe, dass ich ihr vertrauen kann, sonst wird es ungemütlich. Ich bin stark genug, mich zur Wehr zu setzen oder die Flucht zu ergreifen…..auch wenn ich nicht so schnell bin, wie mein Halbbruder. Glaubt mir, ich bin dennoch sehr schnell!

Silvia Wölk

Die Trainerin aus Paraguay

Silvia Wölk absolvierte bereits einige Kurse und Praktika in Deutschland.

Silvia Wölk wurde am 19.11.1995 in Deutschland geboren und wanderte im Alter von einem Jahr mit ihrer Familie nach Paraguay aus. Dort wuchs sie mit Pferden auf und übernahm schon früh die Verantwortung für eigene Pferde.
Zukünftig möchte sie als Pferdetrainerin in Paraguay arbeiten, so kann sie ihre Liebe zu den Pferden, der Arbeit und dem Land verbinden.
In Paraguay werden Pferde hauptsächlich in der Arbeitsreiterei (Rancharbeit) eingesetzt und auch der Leistungspferdesport insbesondere im Western Bereich ist ein großer Markt.

Silvia Wölks Wissensbegierde für das Fach, die Praxis des Reitens, wie auch die Harmonie, gute Kommunikation und Fairness in der Arbeit zwischen Pferd und Reiter schickte sie auf eine Reise.

Im Alter von 18 Jahren ging Silvia Wölk im Dezember 2014 nach Deutschland, um sich in unterschiedlichen Bereichen der Arbeit, wie zum Beispiel Haltung, Fütterung, Hufpflege, Gesundheit und vor allem im Umgang mit Pferden weiter zu bilden.

Zu Beginn ihrer Reise bildete sie sich für zwei Jahre im Reining Sport bei Siegfried und Steffanie Barbara, “Bright Valley Reiners“ Pension, Zucht und Ausbildungsstall von Quarter und Paint Horses fort, da Reining auch in Paraguay ein sehr populärer Sport geworden ist.
Zusätzlich machte sie 2016 in Köln bei der KPA (Kölner Pferde Akademie) den Pferdefachwirt und den Reitlehrer. Ebenso machte sie mehrere Abzeichen bei der FN und EWU. Um einen Einblick in die verschiedenen Trainings- und Ausbildungsmethoden (ausgeführt von verschiedenen Trainern) zu erhalten, absolvierte sie seit April 2017 verschiedene Kurse und Praktika innerhalb Deutschlands.
Zu Beginn bekam sie bei Danny Gladen und Santana Schmitz „Horseman’s Place“ einen Einblick in das Training der Speed Rodeo Disziplinen. Dort bekam sie ebenso die Gelegenheit, an Wettkämpfen teilzunehmen.
Als Assistentin bei der mobilen “Geitner Trainerin”, Elena Fippl, lernte sie die Equikinetic sowie auch die Dual-Aktivierung kennen.

Silvia Wölk hat das Ziel eine qualitativ gute Arbeit im Pferdetraining zu machen, um immer feiner trainieren zu können.
Zukünftig möchte Silvia Wölk als Pferdetrainerin in Paraguay arbeiten.

Durch Erich Busch, Westernreitcentrum Lippe, bekam sie einen Einblick in das moderne kalifornische Ausbildungssystem. Da Erich Busch beim “Mustang Makeover Germany“ 2017 teilnahm, konnte Silvia Wölk bei der Ausbildung des Mustangs sowie auch auf dem Event in Aachen vom 5. – 6. August im Team mit Erich und Cookie teilnehmen. Ebenso durfte sie seine Kurse als Assistentin sowie eine Demo auf den “Western Days“ in diesem Zeitraum begleiten.

Auch auf “Meggi’s Farm“ bei Familie Schade und Familie Pfister erhielt sie einen guten Einblick in verschiedene Trainingsmethoden. Es war eine sehr lehrreiche Zeit.

Momentan ist sie mit der Ausbildung von Reining Pferden im Trainingsstall „Bright Valley Reiners“ von Siegfried und Steffanie Barbara tätig und macht ab April 2018 ein 2-Jähriges Ausbildungsprogramm bei Thomas Günther.

Ihr Ziel ist eine qualitativ gute Arbeit in dem umfangreichen System Pferdetraining zu machen, um immer feiner zu trainieren. Mit diesem Ziel möchte sie die Wertschätzung und einen fairen, respektvollen Umgang zwischen Reiter und Pferd vermitteln.

Silvia ihr Pferd Betty

Das Licht der Welt erblickte die freche, braune Stute Betty am 11. Mai 2015 in Kruchten in dem Reiningbetrieb von Siegfried und Steffanie Barbara “Bright Valley Reiners“, wo schon seit über 30 Jahren Reining Pferde mit Top Abstammung gezüchtet werden. Dort wuchs sie artgerecht in einer Zuchtstutenherde mit gleichaltrigen Weidekollegen auf. Als Absetzerfohlen wurde sie an Jonny und Viv Bastin nach Luxemburg verkauft.
Seitdem lebt sie, wie auch die weiteren 6 Pferden der Familie, in einem Offenstall. Ihren täglichen Weidegang und die dazugehörigen Spieleinheiten genießt Betty zusammen mit ihrem älteren Onkel.
Mit ihren fast 3 Jahren hat Betty bereits einen kräftigen Körperbau. Dank einer guten Haltung und einer außerordentlich guten gesundheitlichen Versorgung ist sie kerngesund. Ihre freundliche Art im Umgang mit Menschen sowie auch mit anderen Herdengenossen zeichnet ihren Charakter aus. Jedoch hat sie ein gesundes Selbstbewusstsein, gefüllt mit reichlich Lebensenergie.
Noch total unerfahren und vollkommen roh (sprich noch nie einen Sattel auf dem Rücken) hat Silvia Wölk sie für den Trainer-Contest von Bastin’s zur Verfügung gestellt bekommen.

Ich freue mich auf die gemeinsame Zeit mit ihr.

Die Quarter Horse Stute Betty zeichnet sich durch ihr freundliches Wesen aus.

Florian Schmitz

Trainer des Bog Oak Stable

Florian Schmitz gründete den Bog Oak Stable im Mai 2016 auf dem Hof Heitgreß in Lienen-Kattenvenne. Auf der großzügigen Anlage mit Weiden und Paddocks bietet er 34 Pensionsboxen für Pferde in artgerechter Haltung sowie Pferdetraining und -ausbildung.

Florian Schmitz besitzt über 15 Jahre Erfahrung in der Pferdehaltung und -ausbildung, das Training erfolgt auf Basis von Balance, Nachgiebigkeit und Gymnastizierung.

Sein Ziel ist es, dass Pferd und Reiter zu einer Einheit werden.

Dieser Gedanke findet sich auch in dem Namen wieder, den er für seinen Betrieb gewählt hat:

„Die Mooreiche – auf Englisch „Bog Oak“ – ist ein schönes Bild für das, was mein Team und ich in Kattenvenne, das im Mittelalter für sein Moor bekannt war, bieten: Die Haltung und das individuelle Training auf Bog Oak Stable sollen Pferd und Reiter feste und verlässliche Wurzeln geben, so dass sie gemeinsam wachsen.“

Hier geht es zu seiner Website: www.bogoakstable.de

Florian sein Pferd

Das vierte Pferd beim Trainer-Contest 2018 ist eine Paint Horse Stute. Florian Schmitz aus Deutschland informiert über sein Trainer-Contest Pferd:

Wir möchten Euch Bet Shes A Jac (Betsi), das Trainer-Contest Pferd des Bog Oak Stable Florian Schmitz vorstellen.

Die 3-jährige Paint Horse Stute wurde freundlicherweise von der Palomino Farm in der Nähe von Bremen zur Verfügung gestellt.
Sie zeigt sich hier in unserer Stutenherde jetzt schon äußerst selbstbewusst, ist aber im täglichen Umgang sehr zugänglich und lernt schnell.
Im Moment bekommt sie noch Zeit sich einzugewöhnen und zu wachsen.

Ich freue mich, Euch diese kleine Stute beim First Run erstmals vorstellen zu dürfen.

Wir sehen uns in Fronhofen, Florian

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