DIY: “Aufspreizer“ als Einfüllhilfe für Großraumnetze

Arbeitserleichterung für akrobatische „Lebenskünstler“ – ein simples Stück Holz entlastet und spart Zeit bei der Bestückung von Großraum-Heunetzen.

Wer Großraumnetze regelmäßig mit Heu bestücken muss, benötigt im Grunde drei oder eher vier Hände: zwei zum Aufhalten der beiden Netzhälften und mindestens eine oder besser zwei weitere zum Befüllen mit Raufutter. Doch ganz abgesehen vom fehlenden Vorhandensein solch´ anatomischer Voraussetzungen hat auch nicht jeder Zugriff auf einen täglich zur Verfügung stehenden Begleitservice, so dass sich Pferdebesitzer und Stallbetreiber in diesen Situationen oftmals mit „akrobatischen“ Maßnahmen zu behelfen wissen müssen, indem sie mit ihrem Ellbogen die dritte Hand simulieren und mit ganzem Körpereinsatz das Heu in die Netze verfrachten…

Material und Werkzeug

  • Holzleiste(n) und/oder (Besen-)Stiel(e) (Anzahl in Abhängigkeit der vorhandenen Heunetze)
  • kurze Bändel (Anzahl in Abhängigkeit von der Anzahl der Aufhalter)
  • Hand- oder Stichsäge
  • Bohrmaschine

So einfach geht’s

Dieser Vorgang könnte für ungeübte Handwerker vermutlich etwas „frickelig“ sein – entsprechende Vorsicht sollte daher gewahrt werden. Mit dieser Einkerbung ist die Basisversion des Aufhalters im Grunde bereits fertig.
Für eine sicherlich nicht zwingend erforderliche, aber durchaus stabilere Variante wird eine solche Einkerbung an beiden Enden ausgesägt, damit das Netz dort besser eingeklinkt werden kann. Auf diese Weise verrutscht das Querholz nicht so leicht beim späteren Befüllen der Netze.
Sind täglich mehrere Netze dieser Art zu füllen, so kann der Aufspreizer als mobile Version von Heunetz zu Heunetz mitgenommen werden. Empfehlenswerter (weil bequemer) ist es jedoch, sich für jedes Großraumnetz einen eigenen Aufhalter zu konstruieren und diesen mit Hilfe eines Bändsels mittig an der Öffnung des Netzes zu fixieren. Dafür wird an einem der beiden Enden noch ein Loch gebohrt und ein kurzes Stück Seil hindurch gefädelt.

Eine schmale Holzleiste oder ein (ausrangierter) Besenstiel sind das Ausgangsmaterial für einen sogenannten „Netz-Aufhalter“ oder „Netz-Aufspreizer“, der die beiden Heunetzhälften zukünftig aufspannen soll.?Der kleine, hölzerne Helfer ist in wenigen Minuten hergestellt, der Bastelaufwand hält sich dabei sogar in Grenzen. Auch die Anforderungen an das handwerkliche Geschick sind gering: Der Umgang mit einer kleinen Hand- oder Stichsäge und einer Bohrmaschine sind vollkommen ausreichend, um sich ein solches Querholz anzufertigen.
Zuerst sollte das erforderliche Maß des Aufspreizers ermittelt werden. Das ist von Heunetz zu Heunetz unterschiedlich, da auch die Heunetzgrößen und damit die Weite der Öffnungen variieren. Die Holzlatte oder der Besenstiel werden dann mit der Säge auf die entsprechende Länge gekürzt und an (mindestens) einem der beiden Enden mit einer Einkerbung in Größe der Garnstärke des Netzes versehen. Bei einem Besenstiel mit einem relativ geringen Durchmesser muss sehr präzise gearbeitet werden, damit der Schlitz anschließend auch mittig platziert ist.