Freestyle Horse Agility: Die Nudelgasse

Mit Hilfe einer Nudelgasse können Pferde für Berührungen durch flexible Hindernisse desensibilisiert werden.

Das erwartet Sie in diesem Artikel:

  • Verschiedene Varianten einer Nudelgasse
  • Trainingsempfehlungen für die Nudelgassen
  • Erhöhung des Schwierigkeitsgrades

Die verschiedenen Varianten der Nudelgasse

Mit Hilfe einer Nudelgasse können Pferde für Berührungen durch flexible Hindernisse desensibilisiert werden. Üblicherweise weichen die Pferde Druck aus, in der Nudelgasse ist der leichte Kontakt mit dem Hindernis jedoch erwünscht.
Beim Freestyle Horse Agility werden drei verschiedene Varianten einer Nudelgasse unterschieden:

Bei der einen Version ragen die Schwimmnudeln waagerecht in eine Gasse hinein, bei der anderen weisen sie gen Himmel und bei der Dritten liegen sie – vergleichbar wie Hindernisstangen – am Boden.

Der Ablauf

Für die Vorgehensweise beim Training ergeben sich bei den ersten beiden Varianten jedoch kaum Unterschiede. Wie bei jedem neuen Hindernis müssen die Vierbeiner vorab mit dem Gegenstand Bekanntschaft schließen. Deshalb wird die Gasse sowohl auf der rechten, als auch auf der linken Hand umrundet. Schnuppern, scharren und dergleichen sollten dem Pferd gestattet werden.

Zu Beginn der Übung, empfiehlt es sich das Hindernis waagrecht auf den Boden zu legen.

Im weiteren Verlauf können die Poolnudeln durchaus auch bewegt werden, auch das Abstreichen des Tieres mit einer diesen weichen, flexiblen Kunststoffstangen hilft in der Kennenlern-Phase.
Hat das Pferd ausreichend Zeit und ein entsprechendes Vertrauen in das neue Hindernis aufbauen können, so folgen nun die ersten Durchgänge. Freestyle Horse Agility-Trainerin Corinna Ertl empfiehlt, mit der am Boden liegenden Version der Nudelgasse, d.h. mit den mit Poolnudeln bestückten Seitenelementen einer Europalette, zu beginnen. Ziel ist es dabei, dass das Pferd wie beim Stangentreten in die Zwischenräume der Poolnudeln tritt. Sehr vorsichtige Vertreter unter den Equiden könnten jedoch veranlasst werden, das komplette Hindernis mit einem Sprung überwinden zu wollen – deshalb sollten die ersten Übungseinheiten mit Bedacht vorgenommen werden. Denn bisher lernen Pferde immer, vorhandenem Druck zu weichen. Nun sollen sie sich dem Druck widersetzen bzw. Gegendruck aufbauen – ein echter Lernprozess.

Corinna Ertl rät, diese Trainingseinheit mit einem Kommando zu verbinden – beispielsweise mit dem Befehl „Drück!“.
Bei den aus Abwasserrohren gebauten und mit Poolnudeln bestückten Ständern ist die Vorgehensweise beim Training ähnlich: Die Schwimmnudelständer werden ebenfalls zweireihig aufgestellt. In der einfachen Ausführung wird dabei nicht nur auf eine sehr breite Gasse geachtet. Auch die Ständer werden nicht parallel, sondern jeweils versetzt zueinander positioniert. Das Pferd muss sich in diesem Fall mit zwei Poolnudeln „auseinandersetzen“.

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