Fuhrmannstag Pliezhausen

Wieder gibt es viel zu sehen beim traditionellen Fuhrmannstag in Pliezhausen. Holzrücken, Acker pflügen und Geschicklichkeitsfahren sind die drei Disziplinen, in denen sich robuste Kaltblüter in Schwaben messen.

Ganz im Zeichen der Kaltblüter steht der Fuhrmannstag Pliezhausen in der Nähe von Stuttgart. Einmal im Jahr versammeln sich hier Fuhrmannsleute aus ganz Deutschland. Mit ihren Schwarzwäldern, süddeutschen Kaltblütern, Haflingern, Ardennern, Norikern und anderen Kaltblutrassen treten sie im Wettbewerb gegeneinander an. Initiator und Veranstalter des traditionellen Wettstreites ist der Reit- und Fahrverein Pliezhausen.

Bereits eine Woche vor Veranstaltungsbeginn wird auf dem Gelände des Vereins der Parcours für die drei Disziplinen aufgebaut. Die Teilnehmer können in den Kategorien Holzrücken, Geschicklichkeitsfahren und Wettpflügen starten. Vor allem die Baden-Württembergische Meisterschaft im Holzrücken ist bei den Besuchern sehr beliebt.

Um auch nach fast drei Jahrzehnten wieder Abwechslung in den Fuhrmannstag zu bringen, werden in diesem Jahr Schirmherr der Veranstaltung, Herr Landrat Reumann und Bürgermeister Dold die Leinen selbst in die Hand nehmen. Sämtliche Elemente und Hindernisse der Strecke kommen aus der traditionellen Landwirtschaft. Zwar werden Äcker und Wälder in Deutschland schon lange nicht mehr ausschließlich durch Sichel, Sense oder Rückepferde bearbeitet, doch in Pliezhausen gibt man dieser alten Tradition noch immer jedes Jahr ihren wohlverdienten Platz unter den Pferdeveranstaltungen.

Folgende Inhalte erwarten Sie in dem Artikel:

  • Sie erfahren alles rund um den Fuhrmannstag und in einer Bildergalerie können Sie die schönsten Fotos sehen,
  • wir stellen Ihnen die einzelnen Disziplinen vor und haben mit den beiden Fuhrmännern Julian Sartorius und Roland Fritz gesprochen,
  • außerdem haben wir die Fuhrmänner in zwei Filmen durch ihren Parcours begleitet und die einzelnen Stationen zusammengefasst,
  • Heiner Korneck von der Forstdirektion des Regierungspräsidiums Tübingen erklärt, in welchen Bereichen das Rücken mit Pferden auch heute noch von Vorteil sein kann.

Holzrücke-Meisterschaft

Nur was für wirklich starke Gemüter

Das Starterfeld ist bunt gemischt. Von unerfahrenen Teilnehmern bis hin zu absoluten Profis ist alles vertreten.In diesem Jahr gehen unter anderem Anton Laux, Deutscher- und Europameister im 2-Spänner Holzrücken und Roland Fritz 4. Deutscher Meister im 1-Spänner Holzrücken an den Start.
Die Meisterschaft im Holzrücken Baden-Württemberg ist legendär und zieht viele Besucher in ihren Bann. Bei dem Wettbewerb muss ein 10 Meter langer Baumstamm schnell und ohne Fehler durch einen kniffligen Parcours, teils auf der Wiese, teils im Wald, manövriert werden. Dabei dürfen keinerlei Hilfsmittel wie Äxte oder Sappie zum Einsatz kommen. Lediglich die von der Jury vorher abgenommenen Ausrüstungsgegenstände wie Rückeketten und Waagscheit sind erlaubt. Auch mit dem Fuß oder anderen Körperteilen darf nicht nachgeholfen werden. Um den gut 80 kg schweren Baumstamm fehlerfrei durch den Wald zu ziehen, braucht man viel Erfahrung, Kraft, Ruhe und vor allem Konzentration. Da muss bei Pferd und Fuhrmann die Kommunikation stimmen. Am Ende gilt es den Baumstamm dann noch auf einen Langholzwagen zu laden. Keine leichte Aufgabe, auch für die Profis nicht.

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