Hervorragendes Debüt von Nikkei in der Gruppen-Kategorie

Schiergen-Schützling trumpft groß auf im „Silbernen Pferd“ in Hoppegarten

Gut eine halbe Stunde nach der Entscheidung des Prix de l’Arc de Triomphe in Paris stand in Hoppegarten zum Ende der dortigen Saison das letzte absolute Top-Ereignis auf der Hauptstadt-Rennbahn an. Vor den Toren Berlins erlebte das Publikum einen Sieg des Hengstes Nikkei (s. obiges Bild: links) im „Silbernen Pferd“, einem über weite 3.000 Meter führenden Stehertest der Gruppe III.

Der Dreijährige aus dem Kölner Asterblüte-Quartier von Trainer Peter Schiergen sicherte dabei dem westfälischen Gestüt Ittlingen den Löwenanteil von 32.000 Euro von einer ausgeschriebenen Gesamtdotierung von 55.000 Euro vor den älteren Spezialisten Moonshiner und Adler.
Bei angenehmen frühherbstlichen äußeren Bedingungen und auf gutem Geläuf setzte sich Nikkei unter Jockey Andrasch Starke einer Zeit von 3.15,05 Minuten in diesem Galopp-Marathon durch. Der Erfolg des Fuchses, der auch auf Zuchtkonto des Gestüt Hof Ittlingen geht, ist nach dem Sieg seines Trainingsgefährten Sound Check im Frühjahr im 47. Oleander Rennen ein zweiter Ittlingen-Volltreffer in einem wichtigen Steherrennen in Hoppegarten.
Für den Sohn des englischen Hengstes Pivotal war es zugleich ein grandioser erster Auftritt in dieser Klasse, nachdem der Dreijährige, der erst über eine Nachnennung

ins Rennen gefunden hatte, seine bisherigen Starts auf deutlich tieferem Level absolviert hatte. Bei dem hinter dem Gestüt Ittlingen stehenden Wittener Unternehmer Manfred Ostermann lässt diese Form natürlich die Hoffnung aufkeimen, dass sich Nikkei im kommenden Jahr zu einem der besten hiesigen Steher wird aufschwingen können. Denn immerhin zählen der am Start leicht nachgeklappte Moonshiner wie auch Adler hierzulande zu den ersten Adressen unter den Langstrecklern. Beide endeten enorm stark, doch um Nikkei noch ernsthaft zu gefährden, dafür reichte das alles nicht mehr. Der Schiergen-Schützling blieb am Ende mit einer halben Länge und einem Hals im Vorteil. Dass es beim Hoppegartener Saisonfinale eine reell gelaufene Steherprüfung wurde, dafür machte sich der gleich vorne erschienene Schimmel Abadan verdient, der für seine Führdienste letztlich noch das vierte Geld mit nach Hause nehmen konnte.

Quelle: German-Racing

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