Islandpferde WM 2013 in Berlin

Vom 4. bis zum 11. August 2013 war Berlin das Mekka der Islandpferdefreunde.

Bringing people together in their passion for the icelandic horse,

das Credo des internationalen Verbandes der Islandpferde FEIF wird wahr; die besten Islandpferde und Reiter aus aller Welt werden sich vom 4. bis 11. August 2013 bei der Islandpferde-WM in Berlin miteinander messen.
Es wird ein besonderes Fest für die deutschen Islandpferdereiter, -züchter und –besitzer. Mit rund 65.000 Pferden ist Deutschland nach Island das größte Zuchtgebiet für Islandpferde.
Die Weltmeisterschaft bildet den Höhepunkt im Sportgeschehen des Islandpferdes und wird alle zwei Jahre an unterschiedlichen Orten der Welt ausgetragen. 2011 fand sie in Österreich statt. Islandpferde-Sportturniere unterscheiden sich von „normalen“ Reitturnieren, da nicht so sehr die Renn-, Spring- oder Dressur-Disziplinen im Vordergrund stehen, vielmehr werden die fünf Gänge des Islandpferdes auf einer Oval- oder Passbahn gezeigt. Eine weitere Besonderheit: Das Islandpferd ist die einzige Rasse, für die eigens eine Weltmeisterschaft ausgerichtet wird.

Uli Reber (GER) mit Dröfn frá Litla-Moshvoli bei der Deutschen Meisterschaft 2012 in Saarwellingen. Foto: Presse/Islandpferde WM Berlin

Stafettenritt und große Eröffnungs-Show

Sonntag, 4. August 2013

Das erste Highlight der Islandpferde-WM wird die letzte Etappe des Stafettenritts sein, der am 25. Juni 2103 in Niederkrüchten im Raum Aachen (Westroute) und ein Tag später in Tittmoning (Südroute) startete: Rund 400 Reiter ziehen gegen 11 Uhr mit ihren Islandpferden zum Brandenburger Tor! Erstmals in der neuen Geschichte der Hauptstadt Berlin blickt die Quadriga hinunter auf die edlen Islandpferde auf ihrem Weg zum Turniergelände.
In der neu erbauten WM-Arena im Pferdesportpark Karlshorst beginnt ab 15 Uhr die dreistündige hochkarätig besetzte Eröffnungs-Show HorsePower: Wunderschöne Schaubilder mit Friesenhengsten der Ostsee-Quadrille, rasante römische Streitwagen (Quadriga) des Showteams Excalibur, wagemutige Trick-Reiter, spannende Rennen mit Vierspännern, eine Spring-Quadrille des Landesgestüts Neustadt/Dosse und natürlich viele der einzigartigen Islandpferde werden zu bestaunen sein. Als weiteren besonderen Gast konnten die Veranstalter Superstar Lorenzo gewinnen, der für seine einzigartigen Darbietungen bekannt ist und bei der Eröffnungs-Show mit seinen schneeweißen Andalusiern in einer atemberaubenden Choreographie durch die Arena „fliegen“ wird.

Die Rennpass Prüfungen finden von Freitag bis Sonntag statt. Hier zu sehen ist Frauke Schenzel (GER) mit Fannar frá Kvistum bei der Deutschen Meisterschaft 2012 in Saarwellingen. Foto: Presse/Islandpferde WM
  • Marie-Lange Fuchs mit Omi från Stav, Deutsche Meisterin im Passrennen, startet im Passrennen 250m (P1) und Speedpass 100m (P2)
  • Dörte Mitgau mit Ilmur von Ellenbach startet in der Fünfgangprüfung (F1), Töltprüfung (T2), und Passprüfung (PP1)

Das Team Junge Reiter (bis 21 Jahre) setzt sich zusammen aus:

  • Charlotte Passau mit Uni vom Kronshof (Töltprüfung T2, Viergangprüfung V1)
  • Elisabeth Katharina Schaaf mit Njörður vom Schluensee (Fünfgangprüfung F1, Töltprüfung T2 und Passprüfung PP1)
  • Christopher Weiß mit Vígur frá Eikarbrekku (Viergangprüfung V1, Töltprüfung T2)
  • Marian Hannes Wruck mit Bíbí vom Ostetal (Fünfgangprüfung F1)
  • Johanna Beuk mit Merkur vom Birkelund (Töltprüfung T1, Viergangprüfung V1)

Die WM Prüfungen

Bei den Weltmeisterschaften der Islandpferde werden sowohl Sport- als auch Zuchtprüfungen durchgeführt. Die Beurteilung des Exterieurs und die Bewertung der Reiteigenschaften sind Hauptbestandteil der Zuchtprüfungen. Bei den Sportprüfungen unterscheidet man zwischen den Einzelprüfungen (Tölt, Passprüfung, Passrennen und SpeedPass) und den Mehrgangprüfungen (Viergang und Fünfgang), in denen neben Tölt und Pass auch die Grundgangarten beurteilt werden. Als Königsdisziplin gilt die Töltprüfung.

Wie kann man sich für die WM qualifizieren?

Die Pferde und Reiter qualifizieren sich für die Teilnahme in den jeweiligen Mitgliedsländern der FEIF. Jedes Mitgliedsland kann bis zu sieben Teilnehmer und zusätzlich fünf junge Reiter (bis 21 Jahre) in die Sportprüfungen und maximal sechs Pferde in die Zuchtwettbewerbe der Weltmeisterschaft entsenden. Zusätzlich können die bisherigen Weltmeister ihren Titel als Starter verteidigen.
Zugelassen sind Reiter ab 16 Jahren, die Mitglieder der FEIF sind, sowie eingetragene Islandpferde. Geritten wird nach dem Regelbuch FIPO (FEIF Islandpferde Prüfungsordnung), in dem die Voraussetzungen an die Pferde, die Ausrüstung die Reiter und die Prüfungsaufgaben niedergelegt sind.

Das Deutsche Team steht fest

Die Aufnahme in das deutsche WM Team wird über die Deutschen Islandpferde-Meisterschaft geregelt, die vom 11. bis 14. Juli in Lindlar statt gefunden hat.

Folgende Reiter dürfen sich über die Teilnahme an der WM freuen:

  • Steffi Svendsen mit Jarl frá Miðkrika startet in der Töltprüfung (T1) und der Viergangprüfung (V1)
  • Frauke Schenzel mit Tígull vom Kronshof, dreifache Deutsche Meisterin startet in der Töltprüfung (T1) und Viergangprüfung (V1)
  • Karly Zingsheim mit Dagur, Deutscher Meister im Töltpreis T, startet in der Töltprüfung (T1) und Viergangprüfung (V1)
  • Uli Reber mit Dröfn frá Litla-Moshvoli startet in der Töltprüfung (T1)
  • Melanie Müller mit Bjarkar frá Þverá, Deutsche Meisterin in der Passprüfung, startet in der Passprüfung (PP1) und Speedpass 100m (P2)

Sportereignis und Volksfest

Neben den sportlichen Turnieren hat die Islandpferde- Weltmeisterschaft 2013 noch viel mehr zu bieten. Dazu zählt eine große Pferdemesse mit vielen Ständen rund um den Pferdebedarf sowie typische Produkte sowohl aus Island als auch aus der Region Berlin/Brandenburg. Geplant sind außerdem abendliche Konzerte und Darbietungen in der großen Halle und ein großes Kinderspektakel drinnen und draußen.
„Wir freuen uns auf viele Besucher. Denn nicht nur die sportlichen Höchstleistungen, sondern auch das Volksfest – und das im schönsten Sommermonat August – garantieren beste Unterhaltung. Und falls der Wettergott nicht mitspielt: auch die Innenvariante lässt keine Wünsche offen,“
so Carsten Eckert, Geschäftsführer der easy TOP Event GmbH (Ausrichter der Weltmeisterschaft)