Maremmapferde – die dunklen Pferde aus Italien

Im wilden Herzen der Toskana sind sie zuhause – die Maremmapferde.

Die Toskana ist bekannt für ihre Hügellandschaft, schöne Landhäuser und kulturelle Sehenswürdigkeiten an jeder Ecke. Doch sie hat auch eine wilde Seite, die Maremma. In diesem Gebiet sagen sich Wildschwein und Wolf gute Nacht, tiefe Wälder und weites Buschland dominieren die Landschaft. In früheren Zeiten waren hier nur Sümpfe zu finden, bis diese im 19. Jahrhundert trockengelegt und besiedelt wurden, sodass nun hauptsächlich Landwirtschaft betrieben wird. In diesem unwegsamen Gelände lebt das Maremmapferd – die Zeiten, die es in der Sumpflandschaft gelebt hat, haben es zu einem zähen Pferd gemacht.

Das erwartet dich in diesem Artikel:

  • Ursprung und Verwendung in der Maremma,
  • was macht ein Maremmapferd aus?
  • Der spezielle Sattel – die Scafarda,
  • Projekt Maremmapferde in Deutschland,
  • Film über die Rasse.

Das Maremmapferd in Italien

Das heutige Maremmapferd geht bis auf die Pferde der Etrusker (ca. 900 v.Chr.) zurück, die im Sumpfgebiet der Maremma Pferde gezüchtet haben sollen. Die Pferde wurden damals halbwild gehalten und durch die Einfälle anderer Volksstämme immer wieder mit anderen Rassen gekreuzt.

Welche Tiere zur Zucht verwendet wurden, bestimmte im lebensfeindlichen Sumpf lediglich die Natur – wodurch über die Zeit ein widerstandsfähiges Pferd entstand. Etwa gegen Ende des 17. Jahrhunderts begannen Adlige, in dem Landstrich Rinder zu züchten, wodurch berittene Rinderhirten gebraucht wurden. Für die damalige Zeit war dies etwas ungewöhnlich, denn lediglich der Oberschicht war es vorbehalten Reitpferde zu nutzen – diese Tiere waren jedoch Luxusgut und nicht für die harte Arbeit gemacht. Da kamen die gröberen, zäheren Pferde, die im Sumpfgebiet zurechtkamen, gerade recht. Im 19. Jahrhundert wurden noch andere Rassen eingekreuzt, um die Pferde zu verbessern, sodass kräftige, verlässliche und auch schnelle Tiere entstanden.
Die Hochzeit der Maremmapferde endete, als man die Sümpfe trockenlegte, sodass die Gegend auch für den Ackerbau interessant wurde, denn damit ging die Rinderzucht zurück.

Heute versuchen einige wenige Züchter, die Maremmapferde zu erhalten, da mit der Rasse auch ein Stück Tradition verloren gehen würde.

Die Tiere werden immer noch von den Butteri, also italienischen Cowboys, für die Arbeit am Rind geritten, jedoch natürlich nicht mehr in dem Maße, in dem es in früheren Zeiten nötig war.

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