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Mustang Makeover 2017 – Ernst-Peter Frey 2/2

Die Arbeit mit einem rohen Mustang ist interessant – deshalb zeigen wir Ihnen, wie Trainer Ernst-Peter Frey vorgeht.

Die Arbeit mit einem wilden Mustang

Etwa 2 Wochen, nachdem die Mustangs vom Mustang Makeover bei den Trainern angekommen sind, haben wir Ernst-Peter Frey mit seiner dunklen Stute besucht. Er hat uns daran teilhaben lassen, wie er dabei vorgeht, ein beinahe rohes Pferd zu trainieren.
Nach der ersten Kontaktaufnahme hat der Trainer angefangen, mit seiner Stute „Bruja morena“ zu arbeiten, ohne dass sie das eigentlich merkt. Hauptsächlich legt er nämlich Wert darauf, mit seinem Mustang richtig zu kommunizieren und zunächst erst einmal die Rangfolge zu klären. „Rangfolge klären“ hört sich ein wenig streng an, fast dominant, doch diese Arbeit geht eigentlich ganz freundlich zu. Ernst-Peter Frey respektiert die Grenzen seiner Stute, gewöhnt sie vorsichtig an Neues

und Druck und bleibt komplett emotionslos, wenn er seinen Standpunkt vertreten muss. Wenn „Bruja morena“ sich gegen den Trainer wendet, also beispielsweise ein Hinterbein hebt, wird sie von ihm, also von der Herde, weggescheucht, sodass ihr für kurze Zeit der Kontakt verwehrt wird. Dies wird auch in wilden Pferdeherden so gehandhabt: Wenn sich ein Jungspund daneben benimmt, darf er nicht mehr Teil der Herde sein und wird verjagt. Erst wenn er sich unterwürfig zeigt, darf er wieder in die Gemeinschaft eintreten. Ernst-Peter Frey kopiert so ganz normales Pferdeverhalten, sodass ihn die Stute gut versteht und weiß, wie sie mit ihm umgehen muss. Weitere Einzelheiten zum Training sehen Sie im Film.