Mustang Makeover 2018

Welche Trainer waren dabei? Wie haben sie bei der Challenge abgeschnitten und was passierte mit den Pferden nach dem Event?

2017 war das Mustang Makeover ein voller Erfolg – volle Ränge, eine Menge guter Trainer und tolle Pferde waren im August auf dem CHIO Gelände in Aachen zu sehen. Die Resonanz war riesig – deshalb findet auch 2018 wieder ein Mustang Makeover statt.

90 Tage hatten 15 verschiedene Trainer aus Deutschland einen komplett rohen und vor allem wilden Mustang bekommen und zeigten in Aachen, was sie ihm alles beigebracht haben. Der Fokus lag dabei auf einer artgerechten, zwanglosen Ausbildung, die zu Harmonie und Vertrautheit führen sollte – nicht auf bestimmten Lektionen oder Manövern.

Wie die Veranstaltung 2017 war, kannst du dir in folgendem Film ansehen:

Hintergrund: Warum überhaupt ein Mustang Makeover?

Der Mustang ist eine in Amerika frei lebende Legende, die allerdings ein gewaltiges Problem hat: Sein Bestand passt nicht mehr zu der Größe des Lebensraums, der den Tieren zur Verfügung steht. Durch die Ausbreitung des Menschen bis weit in entlegene Gegenden hinein wird dem Mustang immer mehr an Weidefläche genommen. Von den noch frei lebenden 58.000 Tieren hätten genau genommen nur 27.000 davon Platz auf den vorhandenen Flächen – ein verheerender Zustand! Deshalb werden seit den 70er Jahren Wildpferde eingefangen, in Auffangstationenuntergebracht und an Privatpersonen vermittelt.

Seit etwa 10 Jahren veranstaltet die Mustang Heritage Foundation in den USA nun das „Extrem Mustang Makeover“, das auf die Situation der Mustangs aufmerksam machen soll. American Mustang Germany hat dieses Konzept nun nach Deutschland geholt, um auch hier auf die Problematik hinzuweisen und deutsche Pferdeliebhaber dazu zu bringen, sich auch einen Mustang aus den USA zuzulegen. Je nach Wünsche der Kunden werden dann Tiere aus den Auffangstationen ausgesucht und von Trainern in den USA auf den Transport nach Europa vorbereitet.

Was war 2018 neu?

Obwohl das MMO 2017 super ankam, gab es 2018 einige Änderungen, um das Konzept weiterhin zu verbessern. Die Veranstalter Silke und Michael Strussione wollten noch mehr Wert darauf legen, dass der Fokus auf pferdegerechter Ausbildung liegt – deshalb gab es 2018 was ganz Neues:

  • Event „From wild to mild“: Am Freitag Nachmittag zeigten die amerikanischen Experten Juan Vendrell und Mustang Maddy direkt am ungezähmten Pferd, wie man den ersten Kontakt knüpft und die Tiere trainiert.
  • Die Handling-Class: Hier sollten die Trainer zeigen, wie alltagstauglich ihre Mustangs sind. Es wurden ganz normale Dinge gezeigt wie Hufe geben, verladen etc. – schließlich wurden die Tiere später versteigert und sollten deshalb auch die Basics beherrschen und nicht nur geritten werden können.

  • Die Jungpferde-Challenge: Drei der Mustangs sind noch relativ jung und wurden nicht unter dem Reiter, sondern nur am Boden vorgestellt. So konnten die Trainer zeigen, was man mit jungen Pferden auch schon ohne Reitergewicht erarbeiten kann.

In diesem Film kannst du sehen, wie die Pferde Anfang des Jahres den Trainern zugelost wurden. Eine kleine Einteilung gab es zwar vorher – damit die Pferde von der Größe und bzgl. der Jungpferdechallenge auch zu ihren Trainern passen – der Rest wurde jedoch zufällig per Los entschieden. Was einige Trainer damals noch nicht wussten:

Ihre Pferde werden ihnen so ans Herz wachsen, dass sie sie später selber behalten werden.

Aber dazu kannst du später mehr lesen.

Mustang Makeover 2018 – Eindrücke

Und was wurde aus den Pferden?

Am Ende des Events wurden die Mustangs an Privatpersonen versteigert – jedoch nicht alle. Ein paar der Mustangs wurden schon vorher von ihren Trainern gekauft, andere wurden aus anderen Gründen aus dem Event genommen. Der folgenden Auflistung kannst du entnehmen, was genau mit welchem Pferd passiert ist.

Platz 1: Wild Berry und Marie Heger: Berry wurde für 18.000€ bei der Auktion verkauft.
Platz 2: Pferd und Reiters Joyful Journey und Sebastian Nolewajka: Journey ging als teuerstes Pferd für 20.000€ ins neue Zuhause.
Platz 3: HK Pferdeschmucks Shine like a diamond und Maya Johanna Japp: Diamond ging für 11.000€ zu ihren neuen Besitzern.
Platz 4: Esperanza und Ralf Heil: Esperanza ging bei der Auktion für 14.000€ an neue Besitzer.
Platz 5: Puras Pearl und Yvet Blokesch: Yvet hat sich die Mustangstute vor dem Event selbst gekauft.
Platz 6: Equiteams Whisper und Anja Mertens: „Sissi“ wurde in der Auktion für 8.500€ verkauft.
Platz 7: Equiteams Golden Spirit und Emilia Schlotterbeck: Spirit wurde für 13.000€ versteigert.
Platz 8: Argus Reisens Amber on adventure und Tom Beetz: Die schöne Amber wurde für 17.000€ versteigert.
Platz 9: Feenja und Tanja Riedinger: Feenja fand für 9.500€ einen neuen Möhrchengeber.
Platz 10: Princess by Choice und Yvonne Gutsche: Princess ging für 11.000€ an neue Besitzer.

Jungpferde-Challenge:

Platz 1: Heartbreaker und Janell Baader: Der kleine Herzensbrecher ging für 16.000€ in sein neues Zuhause.
Platz 2: Joseras Harry Heartbeat und Sina Lippe: Der kleine Harry darf zwar zur weiteren Ausbildung bei Sina bleiben, kam aber für 15.000€ zum neuen Besitzer.
Platz 3: Somehs Mikasi und Lina Wloch: Mikasi wurde für 11.000€ versteigert.

Weitere Teilnehmer:

Schleeses Cougar Bum und Jan Henn: Dieser Mustang wurde im Vorfeld privat verkauft.
Allspans White Fifty und Birger Gieseke: Die Stute wurde für 9000€ versteigert.
Goldpferds Flicka und Cathleen Trudrung: Flicka wurde vor dem Event von Trainerin Cathleen gekauft.
Namida und Jessica Hübner: Namida bleibt bei ihrer Trainerin.
Hamira by Haftpflichthelden und Mira Semelka: Für 7.000€ wurde die Schimmelstute versteigert.
DP Toffifee und Rabe Schmale: Die kleine Toffifee wurde für 10.000€ von ihren neuen Besitzern ersteigert.

Außer Konkurrenz:

Leo und Luuk Teunissen: Leo wurde aus dem Event genommen, weil er nicht ganz rund lief. Er ist zunächst wieder bei Luuk und wird in der nächsten Zeit vermittelt.
Ridcons Pocahontas und Maja Hegge: Auch Pocahontas lief nicht lahmfrei, weshalb auch sie nicht an den Challenges teilnahm. Sie hat trotzdem außerhalb der Versteigerung ein neues Zuhause gefunden.
Hippodungs Hoka Hey und Sonja Kutter: Hoka Hey wurde vor dem MMO verkauft und bleibt auf dem Josenhof stehen. Die Trainerin hatte sich entschieden den Mustang zu Hause zu lassen, da er auf  Grund des enormen Wachstumsschubs der Hinterhand Balanceprobleme hat. Die Vorhand ist, typisch für einen 2-jährigen, nicht mitgewachsen.