News und aktuelle Informationen

CSIO Spruce Meadows im kanadischen Calgary

Calgary: Platz drei für Nationenpreis-Team

Montag, 11. September 2017

USA gewinnen beim CSIO5* in Spruce Meadows vor Brasilien und Deutschland

Das hoch dotierte CSIO Spruce Meadows im kanadischen Calgary lockt alljährlich die Elite an den Start. Auch Bundestrainer Otto Becker (Sendenhorst) hatte sich mit seinen „Jungs“ auf den Weg gemacht. Den Nationenpreis beendete das deutsche Quartett aus Philipp Weishaupt (Riesenbeck), Patrick Stühlmeyer (Mühlen), Holger Wulschner (Groß Viegeln) und Marco Kutscher (Bad Essen) mit dem dritten Platz hinter den USA und Brasilien.

Der mit umgerechnet 332.000 Euro dotierte Nationenpreis begann sehr vielversprechend für die deutsche Mannschaft. Sowohl Philipp Weishaupt mit dem Hannoveraner Solitär (v. Salito) als auch Patrick Stühlmeyer mit dem Oldenburger Lando-Sohn Lacan blieben fehlerfrei. Holger Wulschner und der Holsteiner Cha Cha Cha (v. Casall) kassierten nur einen Zeitfehler, so dass Marco Kutschers Fünf-Fehlerritt mit dem Oldenburger Clenur (v. Carinue) als Streichergebnis nicht in die Wertung einfloss.

In der zweiten Runde verweigerte Weishaupts Solitär überraschend am Wassergraben, den er zuvor tadellos überwunden hatte. Es summierten sich bei diesem Paar 16 Fehlerpunkte. Auch Wulschner und Stühlmeyer patzten jeweils einmal, allein Kutscher blieb fehlerfrei. In der Summe hatte die deutsche Mannschaft neun Fehler auf dem Konto, dies bedeutete Platz drei.

Um den Sieg mussten die Teams aus den USA (Lauren Hough, Charlie Jacobs, Lillie Keenan, Beezie Madden) und Brasilien (Eduardo Menezes, Pedro Junqueira Muylaert, Yuri Mansur Guerioss, Pedro Veniss) stechen. Hier setzte sich Routinier Beezie Madden mit der schnellen Runde gegen Pedro Junqueira Muylaert durch – Sieg für die USA. Gastgeber Kanada beendete den Nationenpreis auf dem vierten Rang (12) vor Belgien (18) und Frankreich (30).

Quelle: fn-press

Riesenbecker gewinnt Rolex Grand Slam in Spruce Meadows, Kutscher Siebter

Montag, 11. September 2017

Philipp Weishaupt (Riesenbeck) und der Holsteiner Hengst L.B. Convall waren beim Großen Preis in Spruce Meadows/Calgary unschlagbar. Der Riesenbecker sicherte sich mit dem Colman-Sohn den Sieg im Rolex Grand Slam.

Parcourschef Leopoldo Palacios aus Venezuela ist bekannt dafür, dass er immens anspruchsvolle Parcours baut, die häufig kein Stechen zustande kommen lassen. So war es auch diesmal. Von den 40 Teilnehmern des Großen Preises zogen die zwölf besten in den zweiten Umlauf ein. Diesen meisterte nur ein einziges Paar ohne Abwurf: Philipp Weishaupt und der zehnjährige Holsteiner Hengst L.B. Convall (v. Colman-Cascavelle) gewannen ohne Stechen den mit umgerechnet rund einer Million Euro dotierten Rolex Grand Prix. 65,09 Sekunden reichten aus. Im vergangenen Jahr hatten die beiden bereits den Sieg im Großen Rolex Preis von Aachen eingeheimst.

„Das Gefühl, hier gewonnen zu haben, ist nicht in Worte zu fassen! Ich muss mich ganz, ganz herzlich bei meinem Pferd Convall bedanken, ohne den ich nicht als Sieger hier stehen würde. Seine Qualität ist einfach unglaublich“,

sagte der 32-Jährige. Der Schimmel gehört dem Schweizer Unternehmer Hans Liebherr.

Die für Portugal startende Brasilianerin Luciana Diniz kam im Sattel der Hannoveranerin Fit vor Fun (v. For Pleasure) mit einem Abwurf in 63,82 Sekunden ins Ziel und verwies den US-Amerikaner McLain Ward mit der belgischen Stute HH Azur auf Rang drei (4/65,73). Zweitbester deutscher Reiter war Marco Kutscher (Bad Essen), der mit dem Oldenburger Wallach Clenur (v. Carinue) den Großen Preis als Siebter beendete.

Das Reitsportzentrum Spruce Meadows im kanadischen Calgary ist Gastgeber der hoch dotierten Springsportserie Rolex Grand Slam. Bislang über die drei Turniere Aachen, Calgary und Genf ausgerichtet, kommt 2018 mit dem niederländischen s’Hertogenbosch eine vierte hinzu. Wenn ein Reiter drei Große Preise in Folge gewinnt – wie es 2016 dem Briten Scott Brash gelang – wird er mit einem Bonus von einer Million Euro belohnt, im sehr unrealistischen Fall von vier Siegen käme eine weitere Million hinzu. Philipp Weishaupt hat nun beim CHI in Genf Anfang Dezember die nächste Chance, am „Preisgeldkuchen“ zu arbeiten.

Quelle: fn-press