Paddock Trail: Die Funktionsbereiche

Ein Paddock Trail „lebt“ von seinen Laufwegen – und seinen dezentral angelegten Funktionsbereichen. Erfahren Sie heute mehr über die unterschiedlichen Funktionsbereiche.

Zwei der typischen Charakteristika eines Paddock Trails sind seine Laufwege, die sogenannten „Tracks“ oder „Trails“, – und die dezentrale Anordnung der für die Pferdehaltung erforderlichen, sogenannten Funktionsbereiche: Ob Tränke oder Raufutterstation, ob Liegehalle oder Unterstand – im Gegensatz zur klassischen/traditionellen Offen- oder Laufstallhaltung befinden sich die „Versorgungsstationen“ nicht konsolidiert in unmittelbarer Nähe zueinander, sondern sind gezielt über das Wegenetz des Paddock Trails verteilt. Die Pferde werden dadurch zu mehr Bewegung animiert – ein zentrales Kernstück der Paddock Trail-Philosophie.

Das erwartet Sie in diesem Beitrag:

  • Wälzplatz,
  • Bäume fürs Pferd,
  • schöne Aussichten auf dem Trail,
  • Lebenselexier Wasser,
  • Futteraufnahme,
  • Film über die Stationen,
  • Lebensnotwendiges,
  • der Kräutergarten,
  • Kratz- und Schubberbäume,
  • Schlafplätze.

Wälzplatz

„Peeling“ für die Pferdehaut

Darüber hinaus gibt es zahlreiche zusätzliche, oftmals natürliche oder naturnah konzipierte Einrichtungen, wie beispielsweise eine Wasserfurt, Kratz- bzw. Schubberbäume oder eine Kräuterkiste, um die Bedürfnisse der Pferde noch gezielter zu befriedigen. Der Wälzplatz ist in einem Paddock Trail nicht das „Nebenprodukt“ der Lauf- bzw. Offenstall-Lauffläche, sondern wird entsprechend gestaltet: Das häufig abgegrenzte Areal ist nicht selten durch eine Sandaufschüttung gekennzeichnet, deren Qualität sich weniger nach den Kriterien wie Körnung (Hufhornabrieb) oder Bodentiefe (Belastung der Sehnen) richtet – wie dies üblicherweise für Laufflächen erforderlich ist. Unebenheiten oder sogar kleine Hügel sind erwünscht – simulieren sie doch die in der Natur vorkommenden Gegebenheiten. Geschickt in den Paddock Trail integriert, lädt ein solcher Platz zum Wälzen, Ausruhen oder zu einem Sonnenbad ein – ein Angebot, welches von den Tieren auch in schöner Regelmäßigkeit gerne angenommen wird. Denn auch wenn aus Sicht vieler Laien ein solches Verhalten als „Müßiggang“ angesehen wird – der Experte weiß um die gesundheitlich relevanten Aspekte, wie Fell- und Hautpflege, die durch Sand und Sonne stimuliert werden. Es dient also nicht nur dem Wohlbefinden, sondern auch der Gesunderhaltung des Pferdes.

Der Wälzplatz lädt zum Ausruhen, Wälzen und Sonnenbaden ein.

„Bäume fürs Pferd“

Da steht ein Pferd im Wald

Waren und sind Baum- und Heckenbestände auf deutschen Weiden heutzutage ein immer seltener Anblick, so werden diese in einem Paddock Trail bewusst integriert oder angepflanzt. Dabei zählen Blätter, Borken und Zweige nicht nur zum natürlichen Futterrepertoire der großen Vierbeiner, Bäume und Hecken dienen dabei auch als Wind-, Sonnen- und Insektenschutz. Glücklich können sich diejenigen schätzen, die über einen angrenzenden Wald oder ein kleines Wäldchen verfügen.

Denn nicht nur die wilden Artgenossen, auch die domestizierten Pferde bevorzugen – neben der freien Landschaft – einen regelmäßigen Aufenthalt unter Bäumen und nutzen diese nicht nur als Futterquelle, sondern auch als Rückzugsmöglichkeit. Darüber hinaus sind Pferde neugierige Lebewesen und genießen die Abwechslung, wenn sie ihnen geboten wird.

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