Pferde im Winter trainieren

Was tun, wenn es zu kalt für einen Ausritt oder der Boden des Reitplatzes mit Schnee bedeckt ist?

Grundlegend sind Pferde von Natur aus so ausgerichtet, dass sie auf allen Bodenarten zurecht kommen. Dennoch gibt es manchmal Tage, an denen das Wetter einen zum Pausieren zwingt. Gefrorenes Gelände, schlechte Bodenverhältnisse, ständig belegte Reithallen, Dunkelheit und zu viel Schnee sind dabei die wohl häufigsten Gründe. Pferde im Winter jedoch gar nicht zu trainieren oder zu beschäftigen, davor raten Experten unbedingt ab. Selbst wenn Pferde das ganze Jahr auf der Koppel stehen oder im Offenstall gehalten werden, brauchen sie regelmäßige Trainingseinheiten und spielerische Beschäftigung. Denn zu viel überschüssige Energie der Pferde führt zu Unausgeglichenheit, Unzufriedenheit und Langeweile. Und so stellen sich viele Reiter jedes Jahr nach den letzten Turnieren oder kurz vor Wintereinbruch immer wieder dieselbe Frage. Wie komme ich mit meinem Pferd fit durch den Winter?

Pferde brauchen Bewegung, viel frische Luft und Abwechslung und dabei spielt die Jahreszeit keine Rolle! Kälte ist für Pferde kaum ein Problem. Ganz im Gegenteil. Pferde haben von Natur aus einen perfekten Temperaturhaushalt. Haut und Unterhautfettgewebe der Tiere wirken isolierend und werden durch die Atmungsaktivität des Felles zusätzlich geschützt. Bei Minusgraden fühlen sich selbst Vollblutaraber wohl und Shire Horses können sogar arktischen Temperaturen von -35 Grad ohne Probleme standhalten. Dies gilt jedoch auch nur für gesunde und gut trainierte Pferde.

Oft wird von Reitern berichtet, dass ihre Pferde im Winter nervöser und temperamentvoller sind als im Sommer. Es gibt mehrere Erklärungen dafür: Zum einen fühlen sich die meisten Pferde bei kühleren Temperaturen oft sehr viel wohler und entwickeln mehr Energie als in heißen Sommermonaten. Sie wirken dynamischer, motivierter und lebhafter. Zudem brauchen Pferde im Winter mehr Bewegung, um sich bei den kühleren Temperaturen richtig warm halten zu können. Ein anderer Punkt könnte sein, dass es ihnen im Winter an Bewegung fehlt. Die aufgestaute Energie entlädt sich dann gern beim Training oder dem Ausritt ins Gelände. Daher sollte man vor allem im Winter das Training mit dem Pferd nicht vernachlässigen. Zu lange Ruhephasen wirken sich negativ auf Muskulatur, Gelenke und Gemüt der Tiere aus. Langeweile und Monotonie sind auch für Pferde belastend. Vielfältige und unterhaltsame Beschäftigungen sind wichtig, selbst wenn es draußen ungemütlich wird.

Ein Reiter im Schnee übt Seitengänge (Bild: Fotolia/thierryplouchard)

In unserer aktuellen Umfrage haben wir Reiter und Experten nach ihren Trainingsmethoden für den Winter gefragt. Die Ergebnisse der Umfrage und viele weitere Tipps, damit es im Winter nicht langweilig wird, haben wir für Sie zusammen gestellt.

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