Reining: Platz sieben für Alex Ripper in Kreuth

Kim-Leonie Kiechle gewinnt souverän bei den Jungen Reitern

Für die Reiner hat Karsamstag in Kreuth die erste Sichtung für die Weltreiterspiele 2018 in Tryon stattgefunden. 13 Pferd-Reiter-Kombinationen aus fünf Nationen gingen an den Start. Das beste Ergebnis der deutschen Reiter erzielte Alexander Ripper (Fürth) mit Bay Gunner auf Platz sieben. Ripper kam mit dem achtjährigen Hengst im Besitz von Prof. Dr. Wolfgang Müller auf einen Score von 214,5. Die beiden kassierten einen Penalty beim Herunterschalten aus dem schnellen Zirkel als der Hengst heraus wechselte. Ripper hatte mit Bay Gunner im vergangenen Jahr bei den Europameisterschaften in Givrins in der Schweiz Mannschafts-Silber geholt.

Maria Theresia Till (Leipzig) folgte mit ihrem ARC Captain nach einer ½ Point Penalty im Turn around mit einer 214 auf Platz acht. Für die 22-Jährige war es das Debüt in der Seniorenklasse – die beiden waren 2017 auf der WM der Jungen Reiter Fünfte in der Einzelwertung. Nicht ganz so gut lief es für Lars Süchting auf Too Smart To Spook und Nina Weber mit In Da Club, die beide noch Abstimmungsprobleme mit ihren Pferden hatten und auf Platz zehn bzw. 13 landeten. Souveräne Sieger des CRI wurden die beiden Österreicher Anna Lisec auf This Wimps So Fly und Markus Morawitz auf Gunners Chic Magnet. Beide kamen mit einer 222,5 aus der Arena und teilten sich den Sieg. Dritter wurde mit einer 218 der Franzose Axel Pesek mit Uncle

Sparky. Nicht mit dabei sein konnten Grischa Ludwig (Bitz) und Markus Süchting (Steyerberg). Ihre Pferde fielen kurzfristig aus, nachdem sie sich in der Box festgelegt hatten bzw. beim Longieren im Round Pen gestürzt waren. „Anna Lisec und Markus Morawitz haben verdient gewonnen“, so Bundestrainer Nico Hörmann (Berlin). „Sie hatten mit Abstand die besten Ritte. Bei uns war es einfach Pech, dass Grischa und Markus ausgefallen sind. Alex ist sehr ordentlich geritten, wenn er auch die Penalty hatte. Sehr zufrieden bin ich mit Maria, die hier ihr Senior-Debut abgegeben hat. Sie hat einen sauberen Ritt hingelegt.

In Hinsicht auf die Weltreiterspiele bleibt damit alles offen, doch dies war ganz häufig schon bei uns so zu Ostern. Das Jahr hat halt erst begonnen. Wir werden jetzt mit dem CRI in Mooslargue Fahrt aufnehmen. Danach sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.“

Kim-Leonie Kiechle gewinnt souverän bei den Jungen Reitern

Neben dem CRI der Senioren waren in Kreuth auch ein CRI für Junioren und einer für die Jungen Reiter ausgeschrieben. Bei den Jungen Reitern setzte sich die 19-jährige Kim-Leonie Kiechle (Jettingen) mit ihrem achtjährigen Wallach Smoke Of Guntini mit einer 214,5 souverän an die Spitze. Kiechle, die auf der WM 2017 Fünfte mit der deutschen Mannschaft wurde, führte mit ihrem Wallach 2017 die FEI Weltrangliste an. Platz zwei ging mit einer 209,5 an Julia Steinbrecher (Brannenburg) auf Walla Walla Wimpy vor Lucca Wagner aus Bayern und CS Tag A Smart Fox

(207). Nico Hörman freute sich sehr über die Erfolge seiner Jungen Reiter. „Kim hat ihr Pferd sehr souverän geshowt und ihre Sache hervorragend gemacht. Die beiden haben einen deutlichen Leistungsschub gezeigt. Auch bei den anderen habe ich viele positive Sachen gesehen, aber da lief noch nicht alles reibungslos. Da könnte einiges noch besser laufen, was aber nicht unüblich ist beim ersten CRI. Ich traue einigen noch viel mehr zu, bin also sehr zuversichtlich. Unsere Aufgabe ist jetzt, eine neue Mannschaft an Jungen Reitern zusammenstellen.“

Junioren: Gina Mel Opitz nach Stechen Zweite

Der CRI der Junioren endete mit einem Gleichstand auf Platz eins zwischen Gina Mel Opitz (Könnern) auf ND Gun Sawyer und der Slowakin Sophia Lukacikova auf Steppin With Class. Beide Reiterinnen erzielten eine 212. Das darauf folgende Stechen konnte Lukacikova mit einer 211 für sich entscheiden. Pech für Gina Mel Opitz: Bei den Zirkeln kam es zu Abstimmungsproblemen mit ihrem achtjährigen Hengst, so dass sie mit der zweiten Hand eingreifen musste. Das bedeutete einen Score von Null und damit Platz zwei. Dritte wurde mit einer 211,5 Franziska Engel (Hauenstein) auf ihrem bewährten KD Whizoffthefuture.
„Mit unseren Junioren war ich sehr zufrieden“, so Nico Hörmann.

„Immerhin hatten wir drei Reiter, die über eine 210 scorten. Es sind viele talentierte neue Reiter dabei, die auch gleich auf relativ hohem Niveau einsteigen. Sicher gibt es da und dort noch Ungereimtheiten, aber es ist sehr viel Potential ersichtlich.“

Quelle: FN/Ramona Billing

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