© Christoph Schaffa

Dressur MIT und FÜR das Pferd. Das wollen viele, aber wenige tun es. Einer, der diese Kunst im Sinne der alten Meister beherrscht, ist Christoph Ackermann.

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Reiten im Sinne der alten Meister

▶ | Dressur MIT und FÜR das Pferd. Das wollen viele, aber wenige tun es. Einer, der diese Kunst im Sinne der alten Meister beherrscht, ist Christoph Ackermann.

Das gibt es hier für dich

Reitkunst

Ständig hinter der Senkrechten, zu starke Zügel- und Schenkelhilfen oder gestresste Pferde – das sind ein paar der Gründe, weshalb sich viele Reiter von der Dressur abgewandt haben und nach Alternativen suchen. Schade, denn Schuld daran ist nicht das Ausbildungssystem der Klassischen Dressur, sondern dass es viel zu oft falsch verstanden wird. Einer, bei dem die Dressur noch im Sinne der alten Meister korrekt gelehrt wird, ist Christoph Ackermann. Mit seinen Schülerinnen zeigt er, wie man einfühlsam, ruhig und geduldig jedes Pferd zu einem motivierten Partner machen kann.

Ein Tag mit Christoph Ackermann

Es regnet in Strömen und wir treffen uns mit Christoph Ackermann auf seiner Anlage. Es ist kalt und nass, wir retten uns durch einen kurzen Sprint vom Auto ins Stallgebäude, um uns zu begrüßen. Die Boxen sind fast alle leer, die meisten Pferde stehen auf der Koppel. Nur die, die wir nachher für unseren Filmdreh brauchen, stehen im Stall, damit sie nicht nass werden. Als Christoph Ackermann die kleine Reitanlage vor wenigen Jahren übernahm, musste er erst mal renovieren: Jede zweite Boxenwand wurde herausgenommen, sodass die Pferde nun sehr große Boxen haben. Das bedeutet natürlich, dass weniger Tiere Platz haben – aber dass nehmen Christoph und seine Frau Sybille gerne in Kauf, wenn es den Pferden dadurch besser geht.

Sybille und Christoh Ackermann beim Piaffe-Training mit Stute Smilla.

Sybille und Christoh Ackermann beim Piaffe-Training mit Stute Smilla.

Dann wird Scirocco gesattelt, ein großer dunkler Hannoveraner, der das Filmteam noch skeptisch beäugt. Aber bald lässt er sich von Christoph beruhigen und ist spätestens beim Warmreiten wieder voll bei der Sache. Dressur? Nichts leichter als das für das imposante Pferd, das kann er, und das weiß er auch!

Der Dressurcrack in seinem Element

Scirocco in seinem Element - schwierige Lektionen meistert er mit Links!

Scirocco in seinem Element – schwierige Lektionen meistert er mit Links!

Trotz eines schlechten Starts ins Reitpferdeleben – er wurde im Hauruck-Verfahren eingeritten – bewegt er sich nun als 11-Jähriger wie ein Tänzer. Während des Reitens spricht Christoph Ackermann seinem Scirocco immer wieder zu, lobt ihn oder freut sich, wenn der Wallach sich bemüht. Nicht nur das Pferd, auch wir Zuschauer spüren, dass es hier trotz Arbeit auf höchstem Niveau nicht um Prestige geht. Dem Pferd wird nicht befohlen, was es tun soll, es wird nicht getadelt oder gar bestraft. Der Reiter ist es, der wissen muss, wie das Pferd behandelt werden möchte, damit es sich gut bewegen kann.

Die richtigen Bewegungen entstehen, wenn man sie zulässt!

Gelernt hat Chistoph Ackermann diese Kunst beim großen Egon von Neindorff. Im Karlsruher Reitinstitut ritt er viele Jahre unter den strengen Augen Neindorffs, lernte, ruhig und trotzdem funktional zu sitzen, das Pferd nicht zu stören und trotzdem einzuwirken, energisch aber nicht hektisch zu reiten, im Schweren die Leichtigkeit zu behalten.