Reitübung 83: „Kleeblättriges“ Stangenkreuz

Das Reiten von Kreisbögen mit geringem Durchmesser stellt eine besondere Herausforderung dar, denn das Pferd muss mit zunehmend geringerem Radius vermehrt geschlossen und ausbalanciert sein.

Was trainiere ich?

Durch das häufige Reiten der Wendungen werden v.a. der gezielte Einsatz von Gewichts- und Schenkelhilfen sowie dessen präzise Anwendung „auf den Punkt“ genau trainiert.

Pferd:

Das Pferd sollte im Verlauf der Übung immer besser auf die Hilfengebung reagieren und  deutlich geschmeidiger und biegsamer werden. Gleichzeitig fördern die zahlreichen Wendungen die Reaktionsfähigkeit des Pferdes. Durch das Überwinden der Stangen wird das Taktgefühl geschult.

Reiter:

Auch der Reiter verbessert mit dieser Übung seine Reaktionsfähigkeit. Die vielen und in der optimalen Ausführung eng umgesetzten Wendungen fördern die Aufmerksamkeit und schulen die Konzentration auf die zu reitende Lektion.

Was brauche ich?

– vier bzw. 4 x 2 Stangen in Kreuzform auf der Mittellinie

Für diese Übung werden jeweils mindestens zwei, besser vier Stangen als Begrenzung benötigt.
Die Hindernisstangen werden als Kreuz im rechten Winkel zueinander positioniert. Grundsätzlich kann dieser Aufbau an einer beliebigen Stelle der Reithalle bzw. des Reitplatzes erfolgen. Die größtmögliche Raumausnutzung bei einer Standardreitplatzgröße von 20 x 40 Metern besteht jedoch bei der Ausrichtung der Stangen auf der Mittellinie am Bahnpunkt X.

Ablauf

Zu Beginn sollte die Übung im Schritt geritten werden. Zwischen zwei der im rechten Winkel zueinander liegenden Hindernisstangen wird eine Volte angelegt. Die Stangen fungieren dabei als optische Unterstützung und erleichtern die saubere Ausführung der Volte.
Sinnvoll ist es, zuerst nur eine Volte zu reiten und anschließend das Stangenkreuz wieder zu verlassen. In der Folge können weitere Volten nacheinander geritten werden.

In Abhängigkeit von der Größe der zu reitenden Wendung erfordert die Volte eine stärkere Längsbiegung, als für größere, gebogene Linien erforderlich sind. Je kleiner die Volte, desto geschlossener und ausbalancierter muss das Pferd sein.

Die Übung eignet sich bestens für das Reiten von Übergängen sowie das Wechseln zwischen Biegung und Geraderichten.

Wichtig ist ein regelmäßiger Handwechsel, um ein ausgewogenes und abwechslungsreiches Training zu gewährleisten.

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