Reitübung 97: Schritt-Trab Übergänge im Schenkelweichen

Um die Stellung und Konzentrationsfähigkeit Ihres Pferdes zu verbessern, eignet sich unsere heutige Reitübung besonders gut.

Was trainiere ich?

Pferd:
Mit der heutigen Reitübung fördern Sie die Geschmeidigkeit Ihres Pferdes vor allem im Genick, Hals und Rumpf. Durch die ständig wechselnde Aufgabe zwischen Schenkelweichen, Schritt und Trab wird neben der Konzentrationsfähigkeit auch die Stellung und Biegung auf der Zirkellinie optimiert.

Reiter:
Auch der Reiter trainiert mit dieser Übung sein Konzentrationsvermögen. Ebenso wird die räumliche Aufteilung trainiert, da darauf zu achten ist, dass das Pferd beim Schenkelweichen nicht zu weit ins Bahninnere läuft.

Was benötige ich?

  • 3 Pylonen

Die Pylonen dienen der Orientierung und werden auf dem zweiten oder dritten Hufschlag, an den Zirkelpunkten und bei X platziert.

Ablauf

Traben Sie auf dem zweiten Hufschlag auf dem Zirkel an. Durch das Herantreiben an die kurz durchhaltende Hand verkürzen Sie die Trabschritte. Wenn Ihr Pferd nun die Tritte verkürzt, führen Sie die Vorhand leicht in Richtung Bahninneres. Dabei geben Sie mit der inneren Hand und dem vermehrten Belasten des inneren Gesäßknochens die Stellung vor. Der vorwärts-seitwärts treibende innere Schenkel und der äußere verwahrende Schenkel und Zügel leiten das Pferd ins Schenkelweichen. Wenn Ihr Pferd nun einige Schritte dem Schenkel gewichen ist, leiten Sie mit vermehrtem Einsitzen und kurzem annehmen der Zügel den Schritt ein. Vergessen Sie dabei nicht die treibenden Hilfen zum Schenkelweichen. Verringern Sie nun allmählich die Abstellung indem Sie mit dem inneren Zügel und dem inneren Schenkel die Vorhand wieder auf die ursprüngliche Kreislinie zurück führen. Reiten Sie nun einige schwungvolle Tritte im Trab vorwärts, so erhalten Sie den Fleiß der Hinterhand. Dann wiederholen Sie die Übung. Achten Sie darauf diese Übung auf beiden Händen zu reiten. Bauen Sie immer wieder Ganze Bahn als Pause ein.

Steigerung des Schwierigkeitsgrades

Zur Steigerung des Schwierigkeitsgrades können Sie die Schritt-Trab Phasen verkürzen und die Phasen des Schenkelweichens verlängern.

Was tun, wenn…?

… sich das Pferd aus der Anlehnung des Schenkelweichens heraushebt?

Eine feinere Einwirkung mit den Zügelhilfen ist in dieser Situation ratsam. Das gleichmäßige Anstehen des äußeren Zügels, außer im Moment des Abstellens wo er leicht nachgeben sollte, und der innere Zügel bilden einen beständigen Rahmen für die Anlehnung.

… das Pferd nicht fleißig antrabt?

In dieser Situation ist es ratsam die Übung für kurze Zeit zu unterbrechen und eine lange Seite entlang zu traben und dabei die Tritte zu verlängern.