Rosskastanie ist nichts für Rösser

Obwohl sie Rosskastanie heißt, ist sie für Pferde vollkommen ungeeignet.

Rosskastanien sind in Deutschland häufig zu finden und sind vor allem im Herbst beliebt: Die braunen Früchte werden gerne für Basteleien aller Art verwendet.

Das erwartet Sie in diesem Artikel:

  • Allgemeines über die Rosskastanie,
  • Giftstoffe und Heilkräfte,
  • Vergiftungssymptome,
  • Fazit.

Allgemeines über die Rosskastanie

Die gewöhnliche Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) ist ein großer Laubbaum, der in Europa vor allem in Parks oder Alleen zu finden ist. Obwohl sie in Deutschland sehr oft wächst, stammt sie ursprünglich aus den Balkanländern und kam erst Ende des 16, Jahrhunderts zu uns. Wie alle Laubbäume ist sie sommergrün und legt im Winter die großen, trichterförmigen Blätter ab.
Im Frühling beginnt die Rosskastanie zu blühen und bringt im Herbst kugelige, stachelige Früchte hervor. Diese enthalten einen großen, dunkelbraunen Kern, der vor allem von Kindern gerne zum Basteln verwendet wird.

Giftstoffe und Heilkräfte

Alle Teile, ob Blätter oder Früchte, des Laubbaums sind giftig, wenn auch schwach. Verursacht wird die Giftwirkung von Aescin und Aesculin, letzteres ist vor allem in der Rinde und der Frucht der Rosskastanie zu finden. Doch diese Stoffe können auch helfen: Aescin wirkt leicht entzündungshemmend und verhindert außerdem, dass sich Wasser im Gewebe ansammelt. Aus diesen Gründen wird die Rosskastanie gerne in pflanzlichen Mitteln gegen Krampfadern oder Venenschwäche beim Menschen verwendet.

Vergiftungssymptome

Die meisten Tiere können die giftigen Stoffe der Kastanie neutralisieren, Pferde gehören jedoch nicht dazu. Vergiftungssymptome sind meist Magenbeschwerden, Krämpfe und Durchfall, in manchen Fällen auch Benommenheit. Auch bei Menschen treten diese Symptome auf, in schweren Fällen auch Erbrechen.

Fazit

Auch wenn der Name widerspricht: Die Rosskastanie ist für Pferde nicht geeignet. Zwar sind ein oder sehr wenige Früchte nicht sofort lebensbedrohlich, doch sind Koliken nicht ausgeschlossen.