Wir bauen einen Paddock Trail – ein Selbstversuch Teil 9/10

Herausforderung „Gras-freier Track“. Im Kampf gegen die unerwünschte „Randbegrünung“.

Herausforderung „Gras-freier Track“

Im Kampf gegen die unerwünschte „Randbegrünung“

Vor den Erfolg haben die Götter bekanntlich den Schweiß gesetzt – auf die Richtigkeit dieser Aussage eines griechischen Dichters können wir nur hoffen: denn Schweiß ist in letzter Zeit reichlich geflossen…
Um den Trail möglichst Gras-frei zu gestalten, hatten wir über Pfingsten bekanntlich die Motorfräse eingesetzt. Eigentlich sollte die gefräste Fläche der geplanten Wegführung entsprechen – soweit die Theorie. Leider hält sich die Praxis nicht an diese Vorgaben, d.h. Wunsch und Wirklichkeit sind nicht wirklich deckungsgleich… Somit gibt es die ersten Abweichungen – und mit diesen auch das eine oder andere Areal, welches ungefräst, also mit Grasbewuchs, Bestandteil des Wegenetzes wird. Diesem „bösen Gras“ und den „Rasen-“ (eher Weide-)Kanten werden daher mit der Grabegabel bzw. dem Spaten zu Leibe gerückt. Spatenbreite für Spatenbreite haben wir nun vor und unter bis knapp hinter dem Weidezaun die Wiese „schwarz gemacht“ – wie der Bauer so schön sagt. D.h. die Grünfläche wurde mit dem Spaten ausgestochen und abgetragen. Jetzt ziert ein schicker Streifen Mutterboden das Zaungeviert – vermutlich der Traum eines jeden Schöner-Wohnen-Hobbygärtners. Aber neben der Optik und der gesteigerten Fitness der ausführenden Personen hat dieses Teilprojekt doch noch einen netten Nebeneffekt:

Dem Gras am Rand wird mit dem Spaten zu Leibe gerückt.
Langsam aber sicher wächst das Gras auch auf den gefrästen Stellen wieder.

Die geplante und damit erwünschte „Kräuterbegrünung“ soll dann gleich in einem Folgearbeitsschritt in Angriff genommen werden: Buschwerk und Kräuter werden entlang des Wegenetzes etabliert– so die Idee. Sie dürfen selbstverständlich nicht giftig für die Vierbeiner sein, aber sollen auch nicht unbedingt eine Leibspeise für die Pferde darstellen – sonst klappt das mit dem Wachstum vermutlich nicht wirklich…
Doch nicht nur der Grasbewuchs entlang der Rasenkante ist wenig erwünscht, wenn der Bewohner mit der Diagnose Cushing den Rest seines Lebens auf dem Paddock Trail verbringen soll. Auch die bereits gefrästen Flächen bereiten derzeit noch Sorge. Denn der Einsatz der Fräsmaschine hat das Bodengewächs nicht davon abgehalten, sich innerhalb weniger Tage wieder zügig auszubreiten – denn noch waren ja keine Pferde auf den Tracks unterwegs, die für eine Verdichtung des Bodens hätten sorgen können… Inzwischen sehen die „Wanderwege“ wie bewirtschaftete Ackerflächen aus: Das Grünzeugs sprießt schnurgerade entlang der Fräslinie munter vor sich hin… Sieht ja irgendwie gut aus, ist aber nicht erwünscht. Somit wird uns nichts weiter übrig bleiben, als kurz vor der „Eröffnung“ des Paddock Trails erneut mit landwirtschaftlichem Gerät die Fläche zu bearbeiten. Was tut man nicht alles…