Die WM 2018 in Tryon/USA

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Duo Kay/Derks gewinnt Bronze im Pas-de-Deux

Boe führt bei den Damen / Jannik Heiland bei den Herren auf Platz zwei

Freitag, 21. September 2018

Nach dem Premieren-Sieg der deutschen Voltigier-Mannschaft im Nationenpreis stand gestern bereits die nächste Medaille für Deutschland auf dem Programm: Bronze für Johannes Kay und Janika Derks im Pas de Deux. Darüber hinaus absolvierten die Einzelvoltigierer ihr Technikprogramm. Danach führt Kristina Boe (Hamburg) das Feld in der Damenkonkurrenz an, Jannik Heiland (Wulfsen) rangiert vor der finalen Kür auf Platz zwei bei den Herren.

Das Duo vom RSV Neuss-Grimlinghausen galt bereits im Vorfeld als Medaillen-Aspirant. Seit zwei Jahren trainieren die 28-jährige Physiotherapeutin und ihr 23-jähriger Partner Johannes Kay, dessen Schwester ebenso wie Derks selbst auch in der Einzelwertung in Tryon an den Start geht, zusammen. Nach einer verletzungsbedingten Pause im vergangenen Jahr startete das Duo 2018 neu durch und wurde nach Siegen bei internationalen Turnieren Vierter in Aachen und sicherte sich noch vor der Reise in die USA den Deutschen Meistertitel. In Tryon stellten sie ihre Kür zum Thema „Energy“ vor, die sie auf Dark Beluga (Longenführerin Barbara Rosiny) vortrugen.

„Johannes und Janika hatten auch heute wieder eine sehr gute und eindrucksvolle Runde. Sie haben alles gut durchgebracht, auch ihre absoluten Höchstschwierigkeiten. Allerdings wirkte Dark Beluga etwas müde, was die Note im Vergleich zur ersten Kür etwas gedrückt hat“,

sagte Bundestrainerin Ulla Ramge.
Mit einem Endstand von 8.872 Punkten konnte das Neusser Duo seinen Platz allerdings behaupten. Auch gegenüber dem zweiten deutschen Doppel, Torben Jacobs und Theresa-Sophie Bresch, die sich mit ihrer zweiten Flamenco-Kür vor ihren Kollegen platzieren konnten. Mit knapp einem Hunderstel Abstand verpassten sie knapp eine Medaille und wurden Vierte. „Für unser Pferd Picardo (Longenführerin Alexandra Knauf) ist es erst das zweite Championat und hier ist es eine ganz andere Nummer als bei den Europameisterschaften. Es ist alles viel größer, es herrschen ganz andere Bedingungen und auch die Anreise ist natürlich nicht zu vergleichen. Aber wir haben uns alle gemeinsam gut durchgekämpft“, sagte Bresch.
Neuer Weltmeister ist das italienische Duo Lorenzo Lupacchini und Silvia Stopazzini, das die Titelverteidiger Jasmin Lindner und Lukas Wacha auf den Silberrang verwies.
Bei den Damen liegt Kristina Boe vor dem finalen Kürdurchgang in Führung, dicht gefolgt von der Österreicherin Lisa Wild (8,229). Vorgestellt von Winnie Schlüter auf Don de la Mar nimmt Boe 8,278 Punkte ins Finale mit. Das beste Ergebnis im Technikprogramm erzielte allerdings Janika Derks (Dormagen), die sich damit vom sechsten auf den dritten Platz verbessern konnte. Mit einem Zwischenstand von 8,228 trennen sie nur Tausendstel von der Zweitplatzierten. Es hätte für sie sogar noch besser ausfallen können, wenn sie nicht beim Landen einmal hätte kurz in den Sand greifen müssen.

„Das ist tatsächlich teuer, das kostet einen Punkt. Aber wenn man sieht, was Janika heute für Technikübungen rausgehauen hat, die waren so auf den Punkt, das müssen die anderen auch erst mal auf den Punkt bringen“,

sagte Jessica Lichtenberg, die für Derks an der Longe von Carousso Hit steht. Zwei Plätze gutmachen konnte Sarah Kay aus Münster. Sie rangiert mit 8,117 Punkten auf Platz sechs. Als Thema für ihr Technikprogramm hatte sie Britney Spears ausgewählt. „Wir sind total zufrieden, unser Pferd war wieder bombenmäßig, so wie in der ersten Runde auch, wir haben alle kleinen Wackler überflogen und sind heute mit Vollgas da reingelaufen. Ich glaube, wir haben geschafft, was wir uns vorgenommen haben, da jetzt richtig einen rauszuhauen“, sagte die gebürtige Holsteinerin, die in Tryon mit Sir Valentin und Longenführerin Dr. Dina Menke an den Start geht.
Separat betrachtet belegen die drei deutschen Damen die ersten drei Plätze im Technikprogramm. Zu 50 Prozent entscheidet dabei die Ausführung der fünf vorgeschriebenen Pflichtelemente.

„In Deutschland haben wir das Glück, ein breit aufgestelltes System zu haben. Wir haben viele Voltigierer, der Voltigiersport ist gut strukturiert. Von klein auf hat man ein gutes Techniktraining, was vielleicht in anderen Ländern nicht so der Fall ist“,

begründet Kristina Boe die generelle Pflichtstärke der deutschen Voltigierer. „Auf der anderen Seite ist es so, dass jeder deutsche Voltigierer, der hier steht, von Kindesbeinen an durch eine harte Schule gegangen ist. Sich im deutschen System durchzusetzen ist wahrscheinlich schwieriger als in jedem anderen Land. Es warten jeden Moment zehn Leute hinter dir, die deinen Platz einnehmen möchten. Deshalb kann man es sich bei uns nicht leisten, die Technik beiseite zu lassen und sich nur auf Show und Choreo zu konzentrieren. Das ist einfach eine Basis, die wir die uns nicht erlauben können, dass sie fehlt, und die uns hier bei den Weltmeisterschaften echt zugutekommt.“

Einen Führungswechsel gab es bei den Herren. Mit seinem Technikprogramm turnte sich der Weltmeister von 2012, Lambert Leclezio, an die Spitze. Der aus Mauritius stammende Voltigierer machte erstmals 2014 in der Normandie auf sich aufmerksam. Seit geraumer Zeit startet er für Frankreich. Mit 8,572 Punkten setzte er sich vom deutschen Herren-Trio ab, dessen bestes Ergebnis an diesem Tag auf das Konto von Jannik Heiland und Dark Beluga (Longenführerin Barbara Rosiny) ging. Mit 8,483 Punkten blieb es für ihn bei Platz zwei im Zwischenstand. „Ich bin sehr zufrieden. Ein, zwei Kleinigkeiten gehen noch besser, aber ich bin froh, meine dritte gute Runde abgeliefert zu haben und freue mich jetzt auf Samstag“, sagte Heiland.

Das Nachsehen hatte der nach Pflicht und erster Kür führende Thomas Brüsewitz. „Es war keine Katastrophe, aber wir sind eben nicht ganz ins Programm reingekommen. Der Aufgang war gut, dann habe ich ein bisschen gezögert und war aus ein paar Übungen raus“, sagte der Kölner. Mit 8,421 Punkten belegt Brüsewitz, der von Patric Looser auf dem Teampferd Danny Boy OLD vorgestellt wird, im Zwischenstand Platz vier – noch hinter seinem Kaderkollegen Jannis Drewell (Steinhagen), der sich mit seinem Technikprogramm auf den dritten Platz verbessern konnte. „War ein tolles Gefühl, wie schon in den beiden Runden zuvor. Es ist einfach eine tolle Stimmung und man merkt, dass ein Riesenteam hinter einem steht. Es macht einfach nur Spaß“, sagte Drewell, dessen Felgaufschwung über die Handstandposition zu den Highlights des gesamten Technikprogramms zählte. Erstmals beim Championat startet Drewell nicht mit seinem eigenen Pferd, sondern wird von Lars Hansen auf Feliciano vorgestellt. Drewell sagte:

„Wir konnten in den letzten Wochen nochmal intensiv trainieren, trotz der Distanz zwischen unseren Wohnorten, das hat wunderbar geklappt, wir haben gut zueinander gefunden.“

Medaillenspiegel: Pas de Deux Voltigieren
Gold: Lorenzo Lupacchini und Silvia Stopazzini (ITA) mit Rosenstolz; 9.027 (erste Kür 9.057 (Platz 2) / zweite Kür 8.997 (Platz 1))
Silber: Lukas Wacha und Jasmin Lindner (AUT) mit Dr. Doolitte; 9.013 (9.138 (1) / 8.888 (2))
Bronze: Janika Derks (Dormagen) und Johannes Kay (Neuss) mit Dark Beluga (Barbara Rosiny); 8.872 (9.056 (3) / 8.688 (4))
4. Theresa-Sophie Bresch (Tübingen) und Torben Jacobs (Köln) mit Picardo (Alexandra Knauf); 8.707 (8.706 (4) / 8.708 (3))

Zwischenstand Herren Einzel nach Pflicht, Kür und Technikprogramm:
1. Lambert Leclezio (FRA) mit Poivre Vert (Francois Athimon); 8.572 (Pflicht 8.440 (Platz 3) / 8.832 (4) / 8.443 (1))
2. Jannik Heiland (Wulfsen) mit Dark Beluga (Barbara Rosiny); 8.483 (8.467 (2) / 8.986 (2) / 7.995 (4))
3. Jannis Drewell (Steinhagen) mit Feliciano (Lars Hansen) 8.441 (8.286 (4) / 8.921 (3) / 8.116 (3))
4. Thomas Brüsewitz (Köln) mit Danny Boy OLD (Patric Looser) 8.421 (8.480 (1) / 8.987 (1) /7.796 (5))

Zwischenstand Damen Einzel nach Pflicht, Kür und Technikprogramm:
1. Kristina Boe (Hamburg) mit Don de la Mar (Winnie Schlüter); 8.278 (Pflicht 8.347 (Platz 2) / Kür 8.500 (3) / Technikprogramm 7.986 (2))
2. Lisa Wild (AUT) mit Fairytale (Maria Lehrmann); 8.229 (8.267 (4) / 8.525 (2) / 7.894 (5))
3. Janika Derks (Dormagen) mit Carousso Hit (Jessica Lichtenberg); 8.228 (8.192 (7) / 8.415 (5) / 8.077 (1))

6. Sarah Kay (Münster) mit Sir Valentin (Dr. Dina Menke); 8.117 (8.203 (6) / 8.169 (10) / 7.979 (3))

Deutsche Springreiter machen Plätze gut

Mannschaft liegt nach dem ersten Umlauf des Nationenpreises auf Rang drei

Donnerstag, 20. September 2018

Im ersten Umlauf der Mannschaftsentscheidung bei den Weltmeisterschaften der Springreiter in Tryon/USA hat Deutschland einige Plätze wettgemacht: Mit einem Nullfehlerritt von Simone Blum und DSP Alice sowie lediglich einem Zeitstrafpunkt für Laura Klaphake und Catch me if you Can OLD schob sich das deutsche Team vom achten auf den dritten Platz vor.

Marcus Ehning (acht Fehler) und Maurice Tebbel (neun Fehler) erwischten die Schlusslinie des Parcours, auf der zahlreiche Reiter Abwürfe kassierten, nicht ideal. In der Mannschaftswertung liegt derzeit die Schweiz mit 11.64 Punkten vorne, dicht gefolgt von den USA (12.59 Punkten). Deutschland rangiert über Nacht mit etwas Abstand (18.09 Punkte) hinter dem Führungsduo auf dem Bronzerang.
Insgesamt schafften es nur fünf der 122 Paare, den Parcours fehlerfrei und in der erlaubten Zeit zu absolvieren. Darunter auch Simone Blum (Zolling) und ihre Stute DSP Alice. Die beiden liegen nach ihrem ebenfalls tadellosen Auftakt am Mittwoch nun auf Rang vier der Einzelwertung. Auf Goldkurs liegt der Italiener Lorenzo de Luca mit der belgischen Stute Irenice Horta. Das deutsche Team hat sich souverän für den zweiten Umlauf der Mannschaftsentscheidung qualifiziert. Die zehn besten Teams des ersten Umlaufs dürfen am Freitag um die Medaillen mitreiten.

„Simones Ritt war sensationell. Sie hat das sowohl gestern als auch heute souverän gemacht. So ein Championat ist für sie und ihr Pferd Neuland. Die vielen Fehler der anderen Reiter im Laufe des Springens haben gezeigt, wie gut die Runde wirklich war“,

sagte Otto Becker über den Auftritt der 29-jährigen Bayerin und ihrer DSP-Stute Alice. Der Bundestrainer blickt mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf den zweiten Wettkampftag der Springreiter zurück: „Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden. Das war ein richtig schwerer Parcours, aber unsere junge Truppe schlägt sich hier sehr gut. Simone und Laura haben super Runden gedreht. Auch die Pferde von Marcus und Maurice sprangen hervorragend. Leider haben beide die Schlusslinie nicht optimal getroffen. Die war aber auch knifflig.“
Vor dem morgigen, entscheidenden Tag für die Team-Medaillen sagt Becker: „Wir müssen jetzt auf uns schauen, weiter kämpfen und unsere Leistung bringen. Alles andere ergibt sich dann. Morgen wird es nochmal schwer. Es liegt alles sehr eng zusammen. Heute haben wir gesehen, wie alles durcheinander gewirbelt wurde. Die

Mannschaften aus der Schweiz und den USA haben vor uns einen Springfehler gut. Das sind zwei stabile Teams, die sehr viel Erfahrung in ihren Reihen haben. Ich schätze sie deshalb auch als Favoriten ein.“
Für den zweiten Umlauf des Nationenpreises, der morgen um 19.30 Uhr deutscher Zeit beginnt, haben sich außerdem die folgenden Teams qualifiziert:
4. Schweden
5. Niederlande
6. Irland
7. Frankreich
8. Australien
9. Groß Britannien
10. Kanada

Mit ihren Ritten gestern und heute haben sich Simone Blum, Laura Klaphake und Marcus Ehning alle Chancen auf das Einzelfinale der besten 25 Reiter am Sonntag gewahrt. Das ist der aktuelle Stand der Einzelwertung:


1. Lorenzo de Luca mit Irenice Horta: 1.19
2. McLain Ward mit Clinta: 2.08
3. Peder Fredricson mit H&M Christian K: 2.16
4. Simone Blum mit DSP Alice: 2.47
5. Cian O’Connor mit Good Luck: 2.69
6. Janika Sprunger mit Bacardi VDL: 2.96
7. Max Kühner mit Chardonnay: 2.97
8. Steve Guerdat mit Bianca: 4.00

18. Laura Klaphake mit Catch Me If You Can OLD: 7.25

23. Marcus Ehning mit Pret A Tout: 8.37

57. Maurice Tebbel mit Don Diarado: 15.51

Alle Nachrichten, Ergebnisse und TV-Zeiten der Weltreiterspiele finden Sie hier: www.pferd-aktuell.de/weg2018

Quelle: fn-press

Team Deutschland gewinnt Nationenpreis Voltigieren

Premieren-Gold für deutsche Voltigierer

Mittwoch, 19. September 2018

Eine erfolgreiche Premiere hat die Nationenpreiswertung im Voltigieren bei den Weltreiterspielen in Tryon/USA gefeiert. Die deutsche Mannschaft – vertreten durch das Team Norka des VV Köln-Dünnwald und die beiden Einzelvoltigierer Jannik Heiland und Kristina Boe – sicherte sich mit fulminanten Küren die erste Goldmedaille der Voltigier-Weltmeisterschaften 2018.

Nach der gestrigen Kür stand der gesamte zweite Tag der Voltigierwettkämpfe im Zeichen des ersten Kürdurchgangs. Nach dem Motto, der Höhepunkt zuletzt, starteten zunächst die Einzel- und Doppelvoltigierer, bevor zuletzt die Repräsentanten der Nationen an den Start gingen. Dank der Vorleistungen in der Pflicht konnte sich Deutschland den letzten der neun Startplätze sichern. Gleich zu Beginn machte es Kristina Böe (Hamburg) etwas spannend. Ihre Kür auf Don de la Mar (Longenführerin Winnie Schlüter) mit vielen freien Elementen ging nicht ganz ohne Wackler ab.

„Es ist eine schwere Kür, das ist auf diesem Niveau unvermeidbar. Ich habe viel Balance- und Risikoelemente drin und bin zweimal etwas aus der Balance gekommen, habe mich aber sofort beim nächsten Galoppsprung wieder gefangen und, glaube ich, das ganz gut noch nach Hause gebracht“,

sagte sie. Beruhigt war Bundestrainerin Ulla Ramge daher erst, als Jannik Heiland

(Wulfsen) als zweiter Einzelvoltigierer seine Kür absolut fehlerfrei abgeliefert hatte.

„Er ist super sauber durch, sein Pferd Dark Beluga (Longenführerin: Barbara Rosiny) spitzenmäßig. Da dachte ich: So, das haben wir jetzt aufgeholt, aber jetzt muss das Team alles geben“,

gestand sie. Und das taten sie: Mit einer an Höchstschwierigkeiten, originellen Übungen und sportlichen Höhepunkten gezeichneten Kür zum Thema „Die Unfassbaren“ besiegelten die Kölner – Thomas Brüsewitz, Chiara Congia, Justin van Gerven, Torben Jacobs, Corinna Knauf und Jana Zelesny mit Danny Boy und Longenführer Patric Looser – die deutsche Goldmedaille.

In der Summe erzielte die deutsche Mannschaft 26,502 Punkte, womit sie die Repräsentanten aus der Schweiz – das Team Lütisburg, Nadja Büdiker und Lukas Heppler – mit 25,833 Punkten sowie die Österreicher – Team RC Wildegg, Katharina Luschin und Lisa Wild – mit 25,71 Punkten auf die Medaillenränge verwies.

Quelle: fn-press

Deutsche Springreiter mit zwei fehlerfreien Runden

Mannschaft in Medaillen-Reichweite

Mittwoch, 19. September 2018

Nun sind auch die deutschen Springreiter in die Weltreiterspiele gestartet. Beim Saisonhöhepunkt in Tryon/USA stand zum Auftakt am Mittwoch das Zeitspringen auf dem Programm. Simone Blum und DSP Alice sowie Marcus Ehning mit Pret A Tout bescherten dem deutschen Team zwei fehlerfreie Runden. Ehning belegte als bester deutscher Reiter Rang vier.

Simone Blum (Zolling) und ihre elfjährige DSP-Stute (von Askari – Landrebell) starteten als erstes Paar für Deutschland und hätten es kaum besser machen können. Über ihren ersten WM-Start sagte die 29-jährige Blum: „Es war traumhaft! Alice hat sich super angefühlt. Sie war auf dem Abreiteplatz ganz cool und gelassen, aber fokussiert. Ich bin mit einem guten Gefühl in den Parcours geritten. Der Parcours war knifflig, aber fair gebaut. Man musste unheimlich viel mitdenken, denn es kam alles Schlag auf Schlag. Aber am Schluss war es ein schönes Zeitspringen. Man konnte nicht einfach durchheizen, sondern musste das Pferd auch immer wieder auf die Füße bringen. Trotzdem konnte man ein bisschen schneller reiten. Es war also ideal gebaut.“

Für Laura Klaphake (Steinfeld) und die zehnjährige OS-Stute Catch me if you can OLD lief es bis zum zehnten Hindernis ebenso gut. Dann kam das Paar ein wenig von der Ideallinie ab und die Distanz zur Mauer wurde zu groß.

„Bis dahin hatte ich ein hammermäßiges Gefühl, es lief alles perfekt und wir waren schnell unterwegs“,

sagte die 24-jährige Studentin. „Der Fehler ging eindeutig auf meine Kappe. Catch me konnte gar nichts machen. Sie wollte erst, aber es ging einfach nicht. Das ist ärgerlich. Aber das Pferd ist super drauf, das hat man auch nach dem Fehler gemerkt. Nach dem Stopp habe ich nur gedacht: weiter kämpfen. Alles andere bringt ja auch nichts. Und morgen ist ein neuer Tag.“

Eine Stange fiel beim dritten deutschen Starterpaar, Maurice Tebbel (Emsbüren) mit seinem erst neunjährigen Rheinländer Hengst Don Diarado. Die beiden erwischten einen guten Start in das Zeitspringen. Sie hatten noch zwei weitere Hindernisse vor sich, als die Stange fiel. „Ich hatte in der ersten Hälfte des Parcours ein gutes Gefühl. Bei dem Fehler bin ich vielleicht ein bisschen dicht drangekommen, obwohl ich dachte, dass sie Distanz gut ist. Er ist ein junges Pferd und uns beiden fehlt noch ein bisschen Erfahrung, da kann das mal passieren. Ich glaube, es ist noch nichts verloren. Aber man will natürlich Null reiten, deshalb bin ich jetzt schon erstmal enttäuscht“, sagte Tebbel (24).
Lange mussten Marcus Ehning (Borken) und sein 15-jähriger französischer Wallach

Pret A Tout auf ihren Start warten. Als 118. von 124 Paaren betraten sie den Parcours. Und lieferten eine Spitzenrunde ab. „Erstmal war es ein verdammt langer Tag. Pret A Tout hat mir gestern im Training und heute auf dem Abreiteplatz ein sehr gutes Gefühl gegeben. Am Ende muss man das aber auch in den Parcours bringen. Er ist hervorragend gesprungen. An ein, zwei Stellen hätte ich noch die ein oder andere halbe Sekunde rausholen können. Aber das war heute ein hohes Niveau und deshalb bin ich mehr als zufrieden. Wenn ein langer Tag so endet wie heute, dann macht’s auch Spaß“, sagte der 44-jährige Routinier des deutschen Teams.
Das Fazit von Bundestrainer Otto Becker lautete:

„Das waren super Runden zum Auftakt und zum Abschluss von Simone und Marcus. Er hat zum Schluss nochmal richtig Gas gegeben. Das war sehr wichtig für uns und hält uns im Rennen. Insofern bin ich super happy“,

sagte er. „Wenn man aber das gesamte Springen sieht, dann hat sich bestätigt, was wir schon im Vorfeld wussten: Es fehlt noch ein bisschen an Erfahrung. Alle sind gut geritten. Bei Laura und Maurice war vielleicht die Lockerheit nicht ganz da. Ich hoffe, das geht morgen noch besser, wenn der Druck gegen die Uhr nicht so groß ist.“
Als bestes Paar schlossen Steve Guerdat (SUI) und Bianca das Springen ab. Sie benötigten lediglich 76.33 Sekunden für den Parcours. Ehning und Pret A Tout liegen auf Rang vier (77.08sec) mit 0.37 Strafpunkten Abstand zum Führenden. Blum und DSP Alice auf Rang 21 (81.28sec, 2.47), Klaphake und Catch me auf Rang 73 (88.83sec, 6.25) und Tebbel mit Don Diarado auf Rang 79 (89.35sec inkl. Abwurf, 6.51). Auch in der Teamwertung führt die Schweiz mit lediglich 2.64 Strafpunkten vor den Niederlanden (4.35) und Brasilien (6.42). Deutschland liegt nach dem ersten Tag auf Platz acht (9.09) und damit weniger als einen Springfehler vom Bronze-Rang entfernt. Die im Zeitspringen gesammelten Strafpunkte zählen sowohl für die Einzel- als auch für die Team-Entscheidung. Der zweite Teil des Mannschaftswettbewerbs beginnt am Donnerstag um 15 Uhr deutscher Zeit. Die Medaillen-Entscheidung fällt am Freitag ab 19.30 Uhr unter den zehn besten Teams.

Quelle: fn-press

Elke Philipp gewinnt Bronze

Zweite Medaille für deutsche Para-Dressurreiter

Mittwoch, 19. September 2018

Elke Philipp aus Treuchtlingen hat bei den Weltreiterspielen die zweite Medaille für das deutsche Para-Dressurteam gewonnen. Wie bereits WM-Neuling Regine Mispelkamp am Vortag in Grade V, sicherte sich die Philipp die Bronzemedaille in Grade I. Neue Weltmeisterin ist die Italienerin Sara Morganti mit Royal Delight.

Lange Zeit lag Elke Philipp, die erstmals bei einem Championat mit ihrem Nachwuchspferd Fürst Sinclair startete, mit ihrem Ergebnis von 73,143 Prozent auf Goldkurs. Erst kurz vor der Abreise war entschieden worden, statt des bewährten Regaliz Nachwuchspferd Fürst Sinclair einzusetzen.

„Ich bin sprachlos. Ich habe damit nicht damit gerechnet. Das ist ja mein Nachwuchs, mein Youngster“,

sagte sie direkt nach dem Ritt. „Wir haben ihn erst seit zwei Jahren. Von daher ist die Zusammenarbeit noch nicht ganz so einfach. Auch für ihn, meine Behinderung auszuhalten, die Rumpfinstabilität, die ich habe, da hat er auch seine Probleme“, sagte die 54-Jährige. die infolge einer Hirnhaut- und Kleinhirnentzündung in ihrer Jugend an Tiefensensibilitäts- und Koordinationsstörungen der gesamten Muskeln leidet. „Aber ich habe zum Glück ein gutes Team mit Bereiterin, Physiotherapeutin

und Bundestrainer. Ich bin stolz, dass wir das auf den Punkt hinbekommen haben.

Der Erfolg gebührt mir daher auch nicht alleine, sondern meinem ganzen kleinen Team.“

Die Entscheidung über die Medaillen fiel dann buchstäblich in den letzten Minuten. Zunächst übernahm die Italienierin Sara Morganti mit Royal Delight mit 84,75 Prozent die neue Führung, dann schob sich auch noch Laurentia Yen-Yi Tan aus Singapur mit dem Hannoveraner Fürst Sherlock vor Philipp und sicherte sich mit 73,75 Prozent die Silbermedaille. Beide knüpften damit an ihre Medaillenerfolge der Weltreiterspiele 2014 an, wo sie Silber bzw Bronze in der Einzelwertung gewonnen hatten.
Mit der Einzelwertung in Grade I geht der erste Teil der Para-Dressur-Weltmeisterschaften zu Ende. An den kommenden beiden Tagen steht die Vergabe des Mannschaftstitels auf dem Programm. Den Abschluss macht dann die Kür, zu der dann die jeweils besten acht Paare der Einzelwertung zugelassen sind.

Quelle: fn-press

Trabert und Zeibig in den Top Sechs

Keine Medaille für deutsche Para-Dressurreiter in Grade III

Mittwoch, 19. September 2018

Bei den Weltreiterspielen in Tryon/USA werden auch am heutigen Mittwoch wieder Medaillen vergeben. Den ersten Titel des Tages sicherte sich Para-Dressurreiterin Rixt van der Horst mit Findsley. Sie gewann Gold in Grade III vor der Britin Natasha Baker mit der Hannoveraner Stute Mount St John Diva Dannebrog und Rebecca Hart aus den USA mit El Corona Texel. Die beiden deutschen Teilnehmer, Dr. Angelika Trabert und Steffen Zeibig, belegten die Plätze fünf beziehungsweise sechs.

Strahlend äußerte sich Dr. Angelika Trabert (Dreieich) nach ihrer Vorstellung. Sie eröffnete ihr Championats-Comeback mit dem vom Hofgut Rosenau zur Verfügung gestellten Diamond’s Shine mit einem Ergebnis von 71,588 Prozent. Die ohne Beine geborene Narkoseärztin war zuletzt 2015 bei der EM am Start.

„Es war ein tolles Gefühl“,

sagte sie nach ihrem Ritt. „Es ist erst einmal toll, dass ich überhaupt wieder mit dabei bin, dass ich überhaupt wieder mit im Team bin und dass ich es nochmal geschafft habe, mich mit diesem gigantischen Pferd für Tryon zu empfehlen. Als ich reingeritten bin, habe ich nur gedacht: Wie geil ist das denn?“, sagte sie strahlend.

„Ich denke, dass ich alles rausgeholt habe, was im Moment drin ist. Wir haben uns gut geschlagen im Feld der Weltelite. Jetzt geht es daran, am Feintuning zu arbeiten“,

sagte sie. Mit ihrem Ergebnis verdrängte sie ihren Teamkollegen Steffen Zeibig von Platz fünf auf sechs. Er war mit seiner 14-jährigen Hannoveraner Stute Feel Good (v. Fürst Heinrich) als erster der beiden aufs Viereck gegangen. „Ich bin mega zufrieden. Es hat sich so abgezeichnet, dass wirklich alles heute auf diesen Tag hin funktioniert und geklappt hat. Die Stute ist topfit und hat die Tage der Akklimatisation sehr gut verkraftet. Sie ließ sich gut reiten. Für mich war es eine flüssige, gleichmäßige Runde, vielleicht ganz kleine Unebenheiten, die mir selbst gar nicht so aufgefallen sind“, sagte er. „Der Rest liegt dann eben bei den Richtern.“

Diese kamen auf ein Ergebnis von 71,294 Prozent – nicht ganz das, was Zeibig und die Mannschaftsführung gesehen hatten. „Ich hätte mich schon ein bisschen weiter vorne gesehen von den Noten her, weil es im Vergleich zu den Prüfungen, die wir in diesem Jahr gegangen sind, die beste war“, sagte Zeibig.„Das Richterurteil ist für mich nicht leicht zu verstehen. Der eine gibt 69 Prozent, der andere 74, das ist doch etwas viel Unterschied“, sagte Equipechefin Britta Bando.

„Beide Reiter haben auf jeden Fall das Beste herrausgeholt.“

Neue Weltmeisterin ist Rixt van der Horst, die mit neuem Pferd ihren Titel von 2014 erfolgreich verteidigen konnte. Ebenfalls neu beritten tritt die zweifache Paralympicssiegerin von Rio, Natasha Baker, in Tryon an. Sie hat die neunjährige Don Schufro-Tochter Mount St. John Diva Dannebrog gesattelt, eine Vollschwester des ehemaligen Celler Landbeschälers Dannebrog. Ihre erste Championatsmedaille sicherte sich die dreimalige Paralymics-Teilnehmerin Rebecca Hart aus den USA. Sie gewann mit El Corona Texel Bronze.


Medaillenspiegel

Weltmeisterschaften Para-Dressur (Grade V)
Gold: Rixt van der der Horst (NED) mit Findsley; 73,735 Prozent
Silber: Natasha Baker/GBR mit Mount St John Diva Dannebrog; 72,471
Bronze: Rebecca Hart/USA mit El Corona Texel; 72,235 Prozent
…
5. Dr. Angelika Trabert (Dreieich) mit Diamond’s Shine; 71,558
6. Steffen Zeibig (Arnsdorf) mit Feel Good; 71,294

Quelle: fn-press

Regine Mispelkamp gewinnt Bronze

Zweite WEG-Woche beginnt mit Medaille für WM-Debütantin in der Para-Dressur

Dienstag, 18. September 2018

Springen, Voltigieren, Para-Dressur und Fahren: Die zweite Woche der Weltreiterspiele in Tryon/USA hat begonnen. Bereits am ersten Tag wurde es ernst für die Para-Dressurreiter. In drei der fünf Behinderten-Grades wurden die Medaillen vergeben, einer davon (Grade V) fand mit deutscher Besetzung statt. Hier sicherte Regine Mispelkamp aus Issum mit Look at me Now die erste Medaille fürs deutsche Aufgebot. Die WM-Debütantin gewann die Bronzemedaille.

Für Regine Mispelkamp sind es nicht nur die ersten Weltreiterspiele. Die an Multipler Sklerose erkrankte Berufsreiterin aus Issum bestreitet in diesem Jahr überhaupt ihre erste Saison im Para-Dressursport und konnte sich mit ihren Erfolgen im CPEDI Mannheim und den deutschen Meisterschaften auf Anhieb für den Start in Tryon empfehlen. Dort wurde ihr erster Aufritt mit dem 13-jährigen Rheinländer Look At Me Now mit einem Ergebnis von 71,452 Prozent und damit der Bronzemedaille belohnt. „Ich wurde super im Team aufgenommen. Wir passen echt gut zusammen, ergänzen uns miteinander.

Ich fühle mich einfach pudelwohl, war auch nicht so aufgeregt, wie ich vorher dachte, und es hat einfach nur Spaß gemacht, in dieser Arena zu reiten. Look hat sich gut angefühlt, bis auf zwei Ecken. Speziell im Schritt war er super entspannt, zog gut durch, war super an der Hand“,

sagte sie zufrieden. Mit ihrem Ergebnis musste sie sich lediglich der Titelverteidigerin und neuen Weltmeisterin Sophie Wells aus Großbritannien mit C Fatal Attraction (75,429 Prozent) sowie dem Niederländer Frank Hosmar mit Alphaville N.O.P. geschlagen geben (73,167 Prozent).
Bereits am Vormittag hatte sich Sanne Voets aus den Niederlanden den allerersten Titel dieser zweiten WEG-Woche geholt. Sie sicherte sich mit Demantur N.O.P. Gold in Grade IV. Bislang war vor allem die Kür ihre Stärke, dort gewann sie zuletzt bei den WM 2014 und bei den Paralympics in Rio 2016 die Goldmedaille. Nun setzte sie sich mit 73,927 Prozent auch in der „klassischen“ Einzelwertung an die Spitze. Die weiteren Medaillenränge belegten der Brasilianer Rodolpho Riskalla mit Don Henrico (73,366 Prozent) sowie die Dänin Susanne Jensby Sunesen mit ’s Que Faire mit 73,146 Prozent.
Auch in Grade II machten die Favoriten die Medaillenränge unter sich aus. Gold gab es für die Dänin Stinna Tange Kaastrup mit Horsebo Smarties (72,735 Prozent), gefolgt von Pepo Puch aus Österreich mit Sailor’s Blue (72,676 Prozent) und der Dänin Nicole den Dulk mit Wallace N.O.P. (70.735 Prozent).

Springen

Bei einem lockeren Warm-up haben sich die Springreiter heute mit dem Hauptstadion vertraut gemacht. Alle deutschen Paare hinterließen einen sehr guten Eindruck. Die Startreihenfolge wird allerdings frühestens nach Mitternacht deutscher Zeit ausgelost. „Die Stimmung im Team ist sehr gut, alle sind gut angekommen und wir freuen uns, dass wir hier sind. Wir haben natürlich vor unserem Abflug viel gehört und gelesen über die Zustände in Tryon, aber ich muss sagen, die Bedingungen für die Pferde, die Stallungen und die Plätze sind top“, sagte Bundestrainer Otto Becker.
Am Mittwoch um 15 Uhr deutscher Zeit beginnen die Wettbewerbe der Springreiter mit dem Zeitspringen. Das deutsche Springreiter-Team in Tryon wird morgen in folgender Reihenfolge an den Start gehen: Simone Blum (Zolling) mit DSP Alice, Laura Klaphake (Steinfeld) mit Catch me if you can, Maurice Tebbel (Emsbüren) mit Don Diarado und Marcus Ehning (Borken) mit Pret A Tout.

Voltigieren

Für die Voltigierer stand den ganzen Tag die Pflicht auf dem Programm. Dort wo vor Kurzem die Reiner noch ihre Spins drehten, ist nun der Boden für den Voltigierzirkel ausgetauscht. Den Beginn machten die Gruppen. Hier gingen die Deutschen, vertreten durch das deutsche Team Norka des VV Köln-Dünnwald, mit 7,794 Punkten zunächst in Vorlage. Nur die Schweizer lieferten am Ende noch ein besseres Ergebnis ab und führen nun mit 7,979 das Feld nach der ersten von drei Teilprüfungen – Pflicht und zwei Mal Kür – an.

„Die Schweizer sind schon lange auch dafür bekannt, eine starke Pflichtleistung abliefern zu können. Das ist ihnen offensichtlich auch hier gelungen“,

sagte Co-Bundestrainer Kai Vorberg. Noch sei damit aber nichts entschieden, auch im vergangenen Jahr bei den Europameisterschaften habe die Schweizer

Mannschaft zu diesem Zeitpunkt des Championats geführt, sagte er.
Insgesamt waren die deutschen Voltigierer und ihre Trainer mit der Gruppen-Pflicht jedoch sehr zufrieden. „Mit Leistung sind wir super zufrieden. Wir haben uns vor allem zum Ziel gesetzt, eine harmonische Pflicht zu machen, sehr souverän und sehr ausdrucksstark. Ich glaube, das ist uns auch gelungen, auch wenn es so ein, zwei kleine turnerische Patzer gab“, zog Teammitglied Torben Jacobs sein Fazit. Bundestrainerin Ulla Ramge teilte diesen Eindruck: „Das war eine runde Sache, ein guter Auftakt. Das Team hat seine Pflciht durchgezogen wie aus einem Guss. Es waren keine Standardabzüge dabei, wie Galoppfehler, Taktfehler oder Verzögerungen. Der ein oder andere hatte vielleicht die Handbremse ein bisschen angezogen, dafür waren andere genial in den einzelnen Übungen.“
Bei den Damen sah es bis zur letzten Startergruppe nach einem Triple für Deutschland aus. Doch dann mischten einige der Mitfavoritinnen die deutsche Reihe noch auf. Das beste Ergebnis erzielte die Österreicherin Katharina Luschin mit 8,506 Punkten, so dass die Deutsche Meisterin Kristina Boe (Hamburg) mit 8,347 Punkten auf Platz zwei rangiert.

„Dieses Ergebnis hatten wir auch schon auf anderen Wettkämpfen, aber das dann auf den Punkt auf bei Weltreiterspielen abzurufen, ist noch eine ganz andere Nummer. Insofern sind wir überglücklich gleich zu Beginn der WM so ein geplante Ausrufezeichen schon setzen konnten“,

sagte Böe. „Die Bedingungen im Zirkel sind fantastisch, könnten wir uns nicht besser wünschen, die Musik ist top, der Boden ist 1a, besser können wir es hier nicht haben, um unsere Topleistungen abzurufen, sagte Böe, die mit Winnie Schlüter und Don de la Mar ein eingespieltes Team an der Seite hat.
Auf Platz sechs folgt Sarah Kay, vorgestellt von Dr. Dina Menke auf Sir Valentin. „Also es gibt immer was, was noch besser geht. Man kommt nie perfekt durch eine Runde, das wäre ein Traum. Aber insgesamt bin ich zufrieden. Das war schon eine sehr sehr gute Runde, so kann es weitergehen“, sagte Kay. Mit ihrem Ergebnis von 8,203 Punkte rangiert sie vor Jannika Derks, die sich mit 8,192 Punkten den vorläufigen siebten Platz mit der Italienerin Anna Cavallaro teilt. „Ich würde sagen, wir sind mit dem mit ersten Umlauf gut zufrieden. Wir haben gut in den Wettkampf reingefunden. Von meinem Gefühl, hat das stimmig alles gut funktioniert mit dem Pferd, Jessi und mir“, sagte Derks. „Im offiziellen Training hatten wir noch etwas Probleme. Wir haben ein Pferd, was das erste Mal beim Championat läuft und noch etwas unerfahren ist. Aber heute hat er es richtig gut mitgemacht. Das war aber nicht ganz einfach, aber Jannika hat das super rausgeturnt und ist an ihre Grenzen gegangen. Wir haben als Team super funktioniert da drin“, ergänzte Jessica Lichtenberg, die Longenführerin von Kays Pferd Carousso Hit.
Eine deutsche Führung gab es bei den Herren. Hier konnte sich Thomas Brüsewitz an die Spitze turnen.

„Das Pferd war super drauf, sehr entspannt, hat es mir leicht gemacht“,

sagte der Führende. Mit 8,48 Punken ließ der Kölner, der in Tryon auch in der Gruppe startet, nicht nur Jannik Heiland aus Wulfsen  (8,468/Platz zwei), sondern auch den ehemaligen Europameister Jannis Drewell aus Steinhagen (8,440/Platz vier) hinter sich. Für diesen steht in Tryon nicht seine Mutter und Trainerin Simone Drewell an der Longe, sondern Lars Hansen mit seinem Pferd Feliciano. Jannik Heiland wird von Barbara Rosiny auf Dark Beluga vorgestellt. „Der erste Teil Schere geht noch etwas mehr auf den Punkt, aber sonst war das alles schon sehr gut. Es hat viel Spaß gemacht, ich habe mich gut vorbereitet gefühlt, auch mental war ich auf den Punkt fit“, sagte Heiland.
Übrigens: Die Einlaufmusik der deutschen Voltigierer wurde speziell für Tryon von Co-Bundestrainer komponiert und selbst eingesungen: „German eagles fly“ heißt das Motto, das die Deutschen motivieren und mit der amerikanischen Symbolfigur verbinden soll.

Mehr Informationen unter www.pferd-aktuell.de/weg2018

Deutsche Pferde bei den Weltreiterspielen – Teil 1

Ein Drittel der Dressurpferde stammt aus deutscher Zucht

Montag, 17. September 2018

Die Weltreiterspiele sind nicht nur für Pferdesportfans interessant. Auch aus züchterischer Sicht wird das Geschehen in Tryon/USA aufmerksam verfolgt. In drei der vier Disziplinen der ersten Woche waren Pferde aus deutscher Zucht am Start, besonders hoch war ihr Anteil in der Dressur. Aber auch in der Vielseitigkeit sind sie immer häufiger anzutreffen und selbst in der Reining war die deutsche Pferdezucht mit drei Vertretern präsent.

In der Dressur stammten 26 der 77 gestarteten Pferde aus deutscher Zucht, allen voran Isabell Werths frisch gebackene Doppelweltmeisterin Bella Rose, eine Westfalenstute v. Belissimo M – Cacir AA aus der Zucht von Heinrich und Wilhelm Strunk aus Bochum. In Bayern von Hans Volkert (Georgensmünd) gezogen wurde der von Dorothee Schneider gerittene Teamkollege Sammy Davis Jr. (v. San Remo – Wenckstern) und auch die Trakehner Stute TSF Dalera BB (v. Easy Game – Handryk) hat mit Jessica von Bredow-Werndl nicht nur eine deutsche Reiterin, sondern mit Silke Druckenmüller aus Ferschweiler auch eine deutsche Züchterin.
Den höchsten Anteil am deutschen Lot der deutschen WM-Dressurpferde stellt allerdings der Hannoveraner Verband mit 15 Pferden, wovon zwei im Rheinland gezogen wurden. Ihr Aushängeschild ist Bronzemedaillengewinner Mount St John Freestyle (v. Fidermark – Donnerhall) aus der Zucht von Stephan Kurz aus Zöbingen und geritten von der Britin Charlotte Dujardin. Jeweils vier Pferde tragen den Oldenburger- bzw. Westfalen-Brand und zwei den Trakehner Brand. Damit machen die deutschen Pferde 33,8 Prozent aller genannten Pferde aus. Den zweithöchsten Anteil am Dressurkontingent stellen die Niederländer mit 16 KWPN-Pferden, gefolgt von den Dänen mit sieben DWP-Pferden.

Rund ein Fünftel der Vielseitigkeitspferde hat deutsche Wurzeln, genauer gesagt 19,3 Prozent. Das sind 16 von insgesamt 67. Die meisten deutschen Pferde stellt der Holsteiner Zuchtverband mit sechs Pferden. Fürs deutsche Team im Einsatz sind außerdem zwei der vier Hannoveraner, darunter Andreas Dibowskis FRH Corrida (v. Contendro I – Espri) aus der Zucht Dr. Rainer Zurmaar (Ehlscheid) sowie Chipmunk FRH (v. Contendro I – Heraldik xx) aus der Zucht von Sabine und Dr. Hilmer Meyer- Kulenkampff aus Engln und geritten von Julia Krajewski. Ebenfalls fürs deutsche Team am Start sind das Oldenburger Springpferd Colani Sunrise (v. Chico’s Boy – Laudatio) aus der Zucht von Uwe Wolf aus Bernsdorf und mit Kai Rüder im Sattel

sowie SAP Hale Bob OLD (v. Helikon xx – Noble Champion) aus der Zucht von Dr. Rolf Lück (Crailshaim). „Bobby“ wurde bereits 2016 zum Oldenburger des Jahres gekürt und sicherte sich nach dem EM-Titel im vergangenen Jahr nun in Tryon mit Ingrid Klimke die Bronzemedaille. Dazu kommen drei Westfalen sowie ein Württemberger.

62 Reining-Pferde gingen in Tryon an den Start, die meisten davon aus heimischer US-amerikanischer Zucht, allerdings auch drei in Deutschland gezogene Quarterhorses, zwei davon im deutschen Team: der Hengst Coeurs Little Tyke (v. Coeur d Wright – Little Remedy Chexs) aus der Zucht von Hans-Georg Holzwarth aus Hohenstein und geritten von Julia Schumacher sowie Spotlight Charly (v. Charley – Hes A Steppin Jac), der von Maren Micheel in Westermoor gezogen wurde. Vorgestellt wurde er von Markus Süchting, dessen Familie selbst in Steyerberg eine große Quarterhorse-Zucht betreibt.

„Generell werden die Pferde in Europa immer besser und damit auch eine größere Konkurrenz für uns“,

berichtet der in USA lebende Schwabe Robin Schoeller, der in Tryon für das deutsche Team an den Start ging. Der dritte Vertreter deutscher Zucht, der Wallach This Wimps so Fly, ging für Österreich an den Start. Sein Vater Wimpys Little Step gehört zu den amerikanischen Topvererbern der Disziplin.

Eine Übersicht aller deutschen Pferde in Tryon gibt es unter www.pferd-aktuell.de/weg2018

Quelle: fn-press

Bronzemedaille für Ingrid Klimke und SAP Hale Bob OLD

Deutsches Vielseitigkeitsteam auf Platz fünf

Montag, 17. September 2018

Ingrid Klimke gewinnt mit SAP Hale Bob OLD die WM-Bronzemedaille bei den Weltreiterspielen in Tryon/USA. Die deutsche Mannschaft belegt Platz fünf in der Teamwertung. Damit haben sich die deutschen Vielseitigkeitsreiter für den Start bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio qualifiziert.

Ingrid Klimke (Münster), die nach Dressur und Gelände die Führung übernommen hatte, musste als letzte Starterin in den Springparcours. Bis zum vorletzten Sprung hatte sie es in der Hand, ihrem Europameister- auch den Weltmeistertitel hinzuzufügen. Dann rollte am letzten Oxer die Stange. Mit vier zusätzlichen Strafpunkten landete Klimke auf Platz drei.

„Natürlich würde ich lügen, wenn ich sagte ich, ich freue mich über Bronze mehr als über Gold. Aber es gibt Schlimmeres“,

sagte sie. Es sei der einzige Fehler, den ihr Pferd während dieser WM gemacht habe.

„Bobby ist eine wundervolle Dressur gegangen und im Gelände kamen wir fehlerfrei ins Ziel“,

sagte sie.

„Manchmal fehlt eben einfach auch das letzte Quäntchen Glück.“

Neue Weltmeisterin ist die Britin Rosalind Canter, EM-Fünfte des Vorjahres, die sich mit Allstar B vom dritten Platz nach Dressur über Platz zwei nach Gelände an die Spitze vorkämpfte. Sie beendete die WM mit nur 24,6 Minuspunkten vor dem in England lebenden Iren Padraig McCarthy mit Mr Chunky. Der ehemalige Springreiter blieb im Parcours ebenfalls fehlerfrei und sicherte sich damit den Silberrang – zum Nachteil seiner Teamkollegin Sarah Ennis mit Horseware Stellor Rebound, die vor dem Springen noch auf Platz drei rangierte und ihre Hoffnungen auf eine Einzelmedaille durch einen Abwurf zunichte gemacht wurden. Sie wurde mit 30,3 Minuspunkten Fünfte, noch hinter dem dreimaligen australischen Mannschafts-Olympiasieger Andrew Hoy und seinem neuen Pferd Vassily de Lassos (29,8).
Die deutsche Mannschaft, die nach Dressur und Geländeritt auf Platz sechs lag, konnte im Springen noch einen Platz gutmachen. Grund dafür waren die Nullrunden von Kai Rüder (Blieschendorf) mit Colani Sunrise und Andreas Dibowski (Döhle) mit der erst neunjährigen Hannoveraner Stute FRH Corrida, so dass am Ende nur der Abwurf von Klimke zum Zwischenstand addiert werden musste. „Mit meiner Leistung bin ich zufrieden, mit dem Ergebnis nicht. Mein Pferd hat perfekt

abgeliefert. Und mit der Mannschaft wollten wir natürlich mehr“, sagte „Dibo“, der als zweitbester deutscher Teamreiter Platz 28 belegt. Rüder folgt mit Colani Sunrise auf Platz 33. „Von meinem Startplatz her betrachtet, bin ich sehr zufrieden. Klar, hätte ich mir noch ein paar Punkte weniger in der Dressur gewünscht und etwas weniger Zeitfehler im Gelände“, sagte Rüder zum versöhnlichen Abschluss der WM.

„Unser Minimalziel haben wir erreicht: die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio“,

zog Hans Melzer sein Fazit. Das Streichergebnis fürs Team lieferte Julia Krajewski (Warendorf), die mit Chipmunk FRH nach ihrem fulminanten Dressurstart einen Vorbeiläufer im Gelände kassiert hatte und auch im Springen zwei Abwürfe hinnehmen musste (Platz 39/56,3). Bereits im Gelände ausgeschieden war Titelverteidigerin Sandra Auffarth (Ganderkesee) mit ihrem Nachwuchspferd Viamant du Matz.
Strahlende Gewinner der Teamwertung und damit neue Weltmeister sind die Briten, die sich erstmals seit 1994 wieder WM-Gold sicherten. Für die zweitplatzierten Iren liegt die letzte Championatsmedaille sogar 23 Jahre zurück (EM Pratoni del Vivaro). Den Bronzemedaille nehmen die Franzose mit nach Hause,

Medaillenspiegel WM Vielseitigkeit

Einzelwertung
1. Rosalind Canter (GBR) mit Allstar B; 24,6
2. Padraig MacCarthy (IRL) mit Mr Chunky; 27,20
3. Ingrid Klimke (Münster) mit SAP Hale Bob OLD, 27,30
4. Andrew Hoy (AUS) mit Vassily de Lassos, 29,80
5. Sarah Ennis (IRL) mit Horseware Stellor Rebound; 30,30
6. Thibaut Vallette (FRA) mit Qing du Briot ENE HN; 30,80
28. Andreas Dibowski (Döhle) mit FRH Corrida; 43,5
33. Kai Rüder (Blieschendorf) mit Colani Sunrise; 47,4
39. Julia Krajewski (Warendorf) mit Chipmunk FRH; 56,3

Mannschaftswertung 

1. Großbritannien; 88,8 Minuspunkte
2. Irland, 93,0
3. Frankreich; 99,8
4. Japan; 113,9
5. Deutschland (Kai Rüder – Colani Sunrise, Julia Krajewski – Chipmunk FRH; Andrea Dibowski – FRH Corrida, Ingrid Klimke – SAP Hale Bob OLD); 118,2

Quelle: fn-press

Vielseitigkeitspferde passieren zweite Verfassungsprüfung

Finales Springen der Vielseitigkeits-WM findet am Montag statt

Sonntag, 16. September 2018

Kein Finale – nur Verfassungsprüfung: Statt der abschließenden Springprüfung mit WM-Titelvergabe sind die Vielseitigkeitspferde heute nur zum zweiten Vet-Check angetreten. Alle vier deutschen Teampferde durften passieren. Die Entscheidung um die Titel fällt nun am Montagmorgen. Um 10 Uhr Ortszeit (16 Uhr in Deutschland) beginnt das finale Springen. Als letzte Starterin wird Ingrid Klimke (Münster) SAP Hale Bob OLD als Führende nach Dressur und Geländeritt an den Start gehen. Ihre Teamkollegen starten von den Positionen 39 (Andreas Dibowski mit FRH Corrida), 45 (Kai Rüder mit Colani Sunrise) und 47 (Julia Krajewski mit Chipmunk FRH).

Insgesamt treten 70 von ursprünglich 83 Pferden in der dritten und letzten Teilprüfung an. Zwei Pferde waren nicht zum Gelände angetreten, neun Paare auf der Strecke ausgeschieden. Darunter auch Einzelreiterin Sandra Auffarth mit Viamant du Matz, die an Hindernis zehn aufgegeben hatte. Darüber hinaus nicht mehr dabei sind Box Qutie der Schwedin Anna Freskgard (Platz 59 nach Dressur und Gelände), die nach dem Geländeritt wegen leichter Lahmheit in der Klinik behandelt werden musste, sowie Valtho des Peupliers der Südafrikanerin Victoria Scott (Platz 71 nach Dressur und Gelände).

Quelle: fn-press

Grischa Ludwig bester deutscher Reiner

Platz acht im Einzelfinale

Sonntag, 16. September 2018

Mit einem belgischen Sieg sind am Samstagabend die Reining-Wettbewerbe bei den Weltreiterspielen in Tryon/USA zu Ende gegangen. Bestes deutsches Paar waren Grischa Ludwig (Bitz) und Ruf Lil Diamond. Bundestrainer Nico Hörmann zog ein insgesamt positives Fazit für seine Disziplin, denn seine Mannschaft hatte am Mittwoch mit Team-Bronze für die erste Medaille der deutschen Reiter in Tryon gesorgt.

Letztlich war es der Belgier Bernard Fonck, der mit seinem Hengst What a Wave und einem Score von 227 einen Heimsieg der US-Boys zunichtemachte. Diese belegten immerhin die Plätze zwei und drei und durften sich vom begeisterten Publikum feiern lassen. Die Silbermedaille ging an Daniel Huss und Dreamy (226,5), Bronze an Cade McCutcheon und Custom Made Gun (225).
Als bester Deutscher schloss Grischa Ludwig das Einzelfinale ab. Mit seiner achtjährigen Paint-Horse-Stute Ruf Lil Diamond erreichte er einen Weltklasse-Score von 222,5 und damit Rang acht.

„Grundsätzlich muss man mit diesem Ergebnis zufrieden sein. Das ist eine hohe Punktzahl. Es hätte besser sein können. Aber das ist jammern auf hohem Niveau“,

sagte Ludwig, der bei der Reining-WM vor zwei Jahren Einzel- und Mannschaftssilber gewann.
Der Start im Einzelfinale und das erreichte Ergebnis seien für ihn das I-Tüpfelchen der Weltreiterspiele 2018 gewesen, sagte er. „Wir wollten um eine Medaille kämpfen. Die war am ehesten mit der Mannschaft zu bekommen, und das haben wir geschafft. Das Niveau hier ist unglaublich hoch. In der Einzelwertung sind es dann Kleinigkeiten, kleine Patzer, die am Ende tödlich sind. Aber die Bronzemedaille haben wir. Wir haben Geschichte geschrieben für Deutschland. Zwar haben wir auf Weltmeisterschaften schon Medaillen geholt, aber noch nie bei Weltreiterspielen. Da sind ja bekanntlich die besten Pferde am Start. Wir sind unwahrscheinlich stolz.

Ich weiß noch nicht genau wo, aber die Medaille wird selbstredend einen besonderen Platz zu Hause bekommen. Wenn sie mir unser Mannschaftstierarzt nicht wieder wergnimmt. Nach dem ersten Wettkampf hat er sie mir entführt. Er wollte eine Nacht mit ihr schlafen.“
Neben Ludwig starteten zwei weitere Deutsche im Einzelfinale. Markus Süchting (Steyerberg) und sein elfjähriger American-Quarter-Horse-Hengst Spotlight Charly erreichten einen Score von 220 und damit Rang 16. Julia Schumacher (Bitz) und ihr achtjähriger Hengst Coeurs Little Tyke, ebenfalls American Quarter Horse, belegten mit 203 Punkten Rang 22. Bundestrainer Nico Hörmann sagte:

„Wir sind überaus zufrieden, dass wir die Team-Medaille geholt haben. Und das mit einem Mannschaftsergebnis von vier Reitern, die einen Score von 220 und mehr erreicht haben. Das haben wir vorher noch nie gehabt und das ist schon richtig gut. Jetzt im Einzel waren sie absolut im Soll. Es gab noch kleine Fehler, aber trotzdem eine Top-Ten-Platzierung.
Ich bin sehr stolz auf meine Truppe. Spaß hatten wir hier definitiv auch, weil wir einfach eine gutes Team sind.“

Quelle: fn-press

Dressur-Kür abgesagt

Wetter macht dem Zeitplan einen Strich durch die Rechnung

Sonntag, 16. September 2018

Bei den Weltreiterspielen in Tryon/USA werden keine Medaillen in der Grand Prix Kür vergeben. Da im Bundestaat North Carolina aufgrund der Ausläufer des Sturms Florence heftige Regenfälle erwartet werden, hat der WM-Veranstalter alle Wettbewerbe für Sonntag abgesagt. Während das finale Springen der Vielseitigkeitsreiter auf Montag verschoben wird, ist das für die Kür der Dressurreiter aufgrund des Rückflug-Termins der Pferde keine Option.

„Es wird hier seit zwei Tagen darüber diskutiert, was mit der Kür passiert, weil bekanntlich gewisse Wetterkapriolen drohen, die nicht erst seit gestern bekannt sind“,

sagte der deutsche Dressur-Equipechef Klaus Roeser in Tryon. „Verschiedene Optionen wurden geprüft, unter anderem die Verlegung auf Montag. Das hätte aber bedeutet, dass wir am Sonntag aufgrund des erwarteten Regens nicht draußen trainieren könnten. Außerdem steht der Rückflug der europäischen Pferde für Montagabend fest. Wir können kein Pferd eine Prüfung gehen lassen und es anschließend auf den Flieger stellen. Das ist in keinster Weise vertretbar. Dieses Risiko kann und darf keiner eingehen. Aus veterinärmedizinischer Sicht ist das ein No-Go, allein wegen der Kolik-Gefahr.“
Es sei auch die Option diskutiert worden, die Kür im kleineren Stadion auszutragen, wo bereits die Dressur der Vielseitigkeitsreiter stattgefunden hat. „Dann hieß es aber, dort stehen keine TV-Kameras zur Verfügung“, sagte Roeser. „Dann kam die Überlegung auf, die Kür in die Halle zu verlegen. Das hätte aber bedeutet, dass alle Dressurpferde den Stall wechseln müssen. Außerdem hätte der Boden ausgetauscht werden müssen.“ Am Samstagnachmittag wurde in der sogenannten Indoor-Arena noch der Reining-Wettbewerb ausgetragen – auf einem speziell für die Western-Manöver geeigneten Sandboden. „Sowohl die Briten als auch die US-Amerikaner

haben gesagt, sie werden Montag nicht reiten“, berichtete Roeser. „Das werden wir auch nicht, wenn zwei andere starke Nationen nicht an den Start gehen. Dem Veranstalter sind diese Umstände alles andere als egal. Er war sehr darauf bedacht, dass die Kür stattfindet.“ Alle deutschen Dressurreiter wurden von der Teamführung umgehend über die Absage der Kür informiert.

„Sie hatten alle absolutes Verständnis, denn hier geht es um die Pferde und um Sicherheit. Das steht bei uns allen an erster Stelle, auch wenn wir aus sportlicher Sicht die Kür gerne noch geritten hätten“,

sagte Roeser. Wann das finale Springen der Vielseitigkeitsreiter am Montag beginnt, steht bisher noch nicht definitv fest.
Die Dressur-Wettbewerbe der Weltreiterspiele sind somit frühzeitig beendet. Das deutsche Team reist mit zwei Goldmedaillen im Gepäck nach Hause. Die erste gab es am Donnerstag in der Teamwertung für Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen) und TSF Dalera BB, Sönke Rothenberger (Bad Homburg) und Cosmo, Dorothee Schneider (Framersheim) und Samy Davis jr. sowie Isabell Werth (Rheinberg) und Bella Rose, die am Freitag ebenso Einzel-Gold im Grand Prix Special gewannen. Mit dem Sieg in der Teamwertung sicherten die deutschen Dressurreiter auf direktem Wege die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio 2020.

Quelle: fn-press

Ingrid Klimke führt nach Gelände

Deutsches Team verliert Führung und rutscht auf Platz sechs

Samstag, 15. September 2018

Durchwachsen war der Geländetag in Tryon für die deutschen Vielseitigkeitsreiter. Zwar hat Ingrid Klimke (Münster) mit SAP Hale Bob OLD die Führung in der Einzelwertung übernommen. Für ihre Teamkollegen lief es aber nicht so reibungslos, so dass die Mannschaft von Platz eins auf sechs fiel. Als beste Mannschaften empfehlen sich jetzt die Briten vor Irland und dann Frankreich.

Nur Zeitstrafpunkte kassierten Andreas Dibowski (Döhle) mit FRH Corrida und Kai Rüder (Blieschendorf) mit Colani Sunrise, der als erster Deutscher auf die Strecke ging. Mit 43,5 beziehungsweise 47,7 Minuspunkten belegen sie die Plätze 39 und 45. Besonderes Pech hatte Aachen-Gewinnerin Julia Krajewski (Warendorf) mit Chipmunk FRH, die mit nur 19,9 Minuspunkten als Führende nach der Dressur ins Gelände gestartet war. Nach einem guten Beginn kassierte sie an Hindernis 14 einen Vorbeiläufer und fiel auf Platz 47 zurück (48,3 Minuspunkte). Einzelreiterin Sandra Auffarth (Ganderkesee), die mit ihrem Nachwuchspferd Viamant du Matz in die USA gereist war, gab nach zwei Verweigerungen am zweiten Wasserhindernis auf.

„Wir müssen jetzt einfach versuchen, durch ein gutes Springen mindestens Sechster zu bleiben. Dann hätten wir unser Minimalziel erreicht, die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020“,

sagte Bundestrainer Hans Melzer nach einem Geländetag, der den einen oder anderen Dämpfer bereit hielt. Der von Captain Mark Phillips optisch wunderschön gebaute Kurs war anspruchsvoll: Die 5.700 Meter lange Geländestrecke war mit 26 Hindernissen bestückt. Die erlaubte Zeit betrug 10 Minuten. Da für den Abend Regenfälle erwartet wurden, war der Abstand zwischen den einzelnen Startern von vier auf drei Minuten verkürzt. Nicht die einzige Wetterauswirkung: Das für Morgen angesetzte Springen als letzte Teilprüfung wurde auf Montag verschoben, da Sturm und starke Regenfälle drohen. Tropensturm „Florence“ lässt grüßen.
Im auf Montag verschobenen Springen werden auch die Einzelmedaillen entschieden. Mit 23,3 Minuspunkten ist die Goldmedaille für Reitmeisterin Ingrid

Klimke mit „Bobby“ zum Greifen nah. Dazu darf aber keine Stange im Parcours fallen. Und trödeln ist auch nicht erlaubt, denn die Konkurrenz im vorderen Feld liegt eng beieinander. Es folgen mit nur 24,6 Minuspunkten Rosalind Canter (GBR) mit Allstar, Sarah Ennis (IRL) mit Horseware Stellor Rebound (26,3), Thibaut Vallette Lt Col (FRA mit Qing du Briot ENE HN (26,8), Astair Nicolas (FRA) mit Vinci de la Vigne (27,2), Tim Price (NZL) mit Cekatinka (27,2) und Padraig McCarthy (IRL) mit Mr Chunky (27,2).
Das sagt Ingrid Klimke zu ihrem Geländetag: „Am Start wurden wir erst aufgehalten, Bobby wollte schon gerne los. Da war ich froh, dass Carmen und Hans da waren und ihn nochmal ablenken konnten. Als er endlich los durfte, war er erst ganz schön wild. Der kleine Wackler an Hindernis fünf war nicht schlecht, so konnte ich ein bisschen bremsen. Danach lief er wie an der Schnur gezogen.“ Und mit Blick auf Morgen:

„Das Springen kommt noch, die Verfassungsprüfung kommt noch, wir wissen nicht, was der Sturm mit uns vor hat. Von daher bin ich erstmal ganz dankbar, was ich jetzt habe. Ich weiß, dass Bobby ein guter Springer ist.“

Das deutsche Team geht auf Platz sechs (114,2 Punkte) in die letzte Teilprüfung. Mit 80,8 Punkten hat Großbritannien seine Ansprüche auf den Mannschaftstitel deutlich angemeldet. Es folgt mit 89 Punkten Irland vor Frankreich (91,8). Überraschend hat sich das japanische Team auf Platz vier (100,9) vor die Australier (112,2) geschoben. In der Team-Top-Ten folgen auf Deutschland Schweden (115,5), USA (121,0), Niederlande (123,6) und Neuseeland (126,2).

Quelle: fn-press

Isabell Werth gewinnt Einzel-Gold

Mit 86,246 Prozent toppen Werth und Bella Rose ihr Ergebnis aus dem Grand Prix deutlich

Samstag, 15. September 2018

Riesiger Jubel im deutschen Dressurteam: Isabell Werth und Bella Rose gewinnen nach Mannschaftsgold auch Gold im Grand Prix Special. Und das deutlich mit 86,246 Prozent. Silber geht an die US-Amerikanerin Laura Graves mit Verdades (81,717 Prozent), Bronze holt sich die Britin Charlotte Dujardin und Mount St. John Freestyle (81,489 Prozent).

„Ich bin glücklich, so ein Pferd zu haben. Bella Rose ist einfach überragend – in allem was sie tut “,

schwärmte Isabell Werth nach ihrem Ritt. Nachdem die beiden bereits gestern eine Traumrunde hingelegt und das Mannschaftsgold perfekt gemacht haben, konnten sie sich heute sogar noch einmal steigern. Für nahezu perfekte Piaffen und Passagen vergaben die Richter reihenweise die Höchstnote 10.

„Das ist einfach unbeschreiblich. Ich kann nur dem lieben Gott danken, mit diesem Pferd ein solches Geschenk bekommen zu haben“,

sagte Werth, für die dieser Titel die neunte Gold-Medaille bei Weltreiterspielen ist.
Nicht ganz so gut wie im Grand Prix lief es für Sönke Rothenberger und Cosmo. Nach zwei Patzern in den Einerwechseln mussten die beiden sich mit Platz vier (81,227 Prozent) zufrieden geben. „Ich hätte Cosmo gewünscht, dass er Einzelweltmeister wird. Aber es hat heute nicht sollen sein. Ich muss das abhaken und mich jetzt auf die Kür konzentrieren“, betonte Sönke Rothenberger.
Auch Jessica von Bredow-Werndl und TSF Dalera BB konnten nicht ganz an die Leistung aus dem Grand Prix anknüpfen. Die Piaffen waren etwas zögerlich und auch ihnen passierte ein Wechselfehler. Die Passage dagegen war sicher und gewohnt ausdrucksstark. 73,875 Prozent bedeutete am Ende Platz 16.

„Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge hier raus. Es hat heute einfach die Kraft gefehlt, da brauchen wir nichts schön zu reden“,

erklärte Jessica von Bredow-Werndl. „Aber Dalera ist erst elf, das ist ihr erstes Grand Prix-Jahr. Deswegen: Ich kann mich nur bedanken, dass sie heute ihr letztes Hemd für mich gegeben hat. Sie will es unbedingt und tut, was sie kann. Das einzige, was dieses Pferd braucht ist Zeit – Zeit und Kraft.“

75,638 Prozent lautete das Ergebnis für Dorothee Schneider und Sammy Davis jr. Schön anzusehen waren vor allem die fließenden Übergänge und die Passage. Die Piaffen allerdings waren noch etwas schüchtern. Außerdem passierte auch ihnen ein Wechselfehler, der einige Punkte gekostet hat. Trotzdem zieht Dorothee Schneider ein positives Fazit:

„Ich war heute sehr zufrieden. Sammy war frischer als vor zwei Tagen. Ich bin happy mit der Runde. Vom Ergebnis her hätte ich mir vielleicht etwas mehr gewünscht.“

Am Sonntag geht es für die 15 Besten aus dem Grand Prix Special in der Grand Prix Kür noch einmal um Gold, Silber und Bronze, für die Zuschauer das Sahnehäubchen der Dressur-Weltmeisterschaften. Isabell Werth, Sönke Rothenberger und Dorothee Schneider dürfen starten.

Alle Informationen zu den Weltreiterspielen, den Disziplinen und den Teams finden Sie unter www.pferd-aktuell.de/weg2018.

Die Ergebnisse des Grand Prix Specials im Überblick:
Gold: Isabell Werth und Bella Rose (GER): 86,246 Prozent
Silber: Laura Graves und Verdades (USA): 81,717 Prozent
Bronze: Charlotte Dujardin und Mount St John Freestyle (GBR): 81,489 Prozent
4. Sönke Rothenberger und Cosmo (GER): 81,227 Prozent
5. Patrik Kittel und Well Done de la Roche CMF (SWE): 79,726 Prozent
6. Kasey Perry-Glass und Goerklintgaards Dublet (USA): 78,541 Prozent
7. Edward Gal und Glock’s Zonik N.O.P. (NED): 77,751 Prozent
8. Juliette Ramel und Buriel K.H. (SWE): 77,280 Prozent
9. Carl Hester und Hawtins Delicato (GBR): 77,219 Prozent
10. Therese Nilshagen und Dante Weltino OLD (SWE): 75,821 Prozent
11. Dorothee Schneider und Sammy Davis Jr. (GER): 75,608 Prozent

16. Jessica von Bredow-Werndl und TSF Dalera BB (GER): 73,875 Prozent

Quelle: fn-press

Beste Ausgangslage für deutsche Vielseitigkeitsreiter

Krajewski und Klimke in der Einzelwertung vorne

Samstag, 15. September 2018

Der erste Schritt ist getan. Bei den Weltreiterspielen in Tryon/USA liegt die deutsche Vielseitigkeitsmannschaft nach der Dressur vor Großbritannien und den USA in Führung. Nachdem Julia Krajewski mit Chipmunk FRH am ersten Tag bereits mit rekordverdächtigen 19,9 Minuspunkten vorgelegt hatte, folgte ihr Ingrid Klimke heute auf dem Fuße und machte als Schlussreiterin den vorläufigen ersten Platz für das Team dingfest.

„Ich bin total happy, vor allem weil Bobby total relaxed war. Er war schon die Tage hier sehr entspannt. Aber manchmal, wenn die Atmosphäre so ist wie hier, kann er schon mal ein bisschen heißer werden, so wie dieses Jahr in Luhmühlen zum Beispiel. Aber ich hätte sogar schon eher einreite können“, sagte Ingrid Klimke nach ihrer Vorstellung. „Ich bin jetzt echt in der Luxussituation, dass wir uns in- und auswendig kennen und er schon so viele Aufgaben gegangen ist. „Es war eigentlich alles ganz easy, ich konnte für die Wechsel immer schön Schwung holen, so dass die noch ein bisschen mehr bergauf waren, er ist schön getrabt und war super gelassen im Schritt.“ Insgesamt gab es 23,3 Minuspunkte für die Europameisterin aus Münster, die damit als Schlussreiterin den vorläufigen ersten Platz fürs deutsche Team dingfest machte.
Zuvor hatte als dritter deutscher Teamreiter Andreas Dibowski (Döhle) mit FRH Corrida das Viereck mit einem Ergebnis von 30,3 Minuspunkten verlassen – nur ein Zehntel hinter Kai Rüder (Blieschendorf), der am Donnerstag als erster Deutscher die Dressur absolviert hatte und auch am Samstag der Erste sein wird, der die Geländestrecke testet. Bis auf das Halten war Dibowski mit seiner Vorstellung sehr zufrieden. „Sie war total bei mir, sie war positiv. Was sie noch nicht so gut kann – das war auch im Training noch das Problem – , ist das Halten. Insofern kann ich dann auch nicht erwarten, dass es im Test besser ist“, erklärte er. „Sie steht schon ruhig und wartet ab, lässt sich aber wenig korrigieren. Ich muss das eben nehmen, wie es kommt kann. Das andere habe ich vom Gefühl her sehr gut herausreiten können. Insgesamt hat sie viel Potenzial, jetzt muss man an den Feinschrauben drehen.“
Vorläufig nimmt das deutsche Team 73,4 Minuspunkte mit in die Geländeprüfung, für

die Briten schlagen nach Dressur 80,8 Minuspunkte zu Buche. Sie rangieren nicht zuletzt dank ihrer Schlussreiterin Rosalind Canter mit Allstar B auf Platz zwei. Die EM-Fünfte des Vorjahres erzielte 24,6 Minuspunkte und nimmt damit im Einzelranking den dritten Platz ein. Das US-amerikanische Team folgt mit 83,0 Minuspunkten. Ein ähnliches Ergebnis wie die beiden Teamreiter erzielte auch Einzelreiterin Sandra Auffarth mit ihrem Nachwuchspferd Viamant du Matz: 30,6 Minuspunkte gab es für die Titelverteidigerin. Auch der Fuchs tat sich mit dem Halten noch etwas schwer.

„Ich bin total zufrieden mit meinem Pferd. Er hat sich super entwickelt in den letzten Monaten. Auch hier in Tryon beim Training wurde es von Tag zu Tag besser“,

lobte Sandra Auffarth ihr Nachwuchspferd. „Das Rückwärtsrichten klappt sonst eigentlich recht gut, ich denke, dass er heute doch etwas angespannt war. Aber er ist ja noch jung und ich bin froh, dass er die Energie hat. Die braucht er auch für das Gelände.

Die Dressur hat viel Spaß gemacht, jetzt freue ich mich auf das Gelände.“

Quelle: fn-press

Dressurteam gewinnt Gold

Von Bredow-Werndl, Schneider, Rothenberger und Werth verteidigen Titel von 2014

Freitag, 14. September 2018

Tränen der Freude liefen Isabell Werth schon bei der abschließenden Grußaufstellung übers Gesicht – nach ihrer bilderbuchreifen Runde mit Bella Rose war klar, dass dem deutschen Team Gold nicht mehr zu nehmen ist. Wenige Reiter später stand es fest: Die deutschen Dressurreiter gewinnen Mannschaftsgold vor den USA und Großbritannien. Somit verteidigen sie ihren Titel von 2014. 
Jessica von Bredow-Werndl mit TSF Dalera BB (76,677 Prozent) und Dorothee Schneider mit Sammy Davis jr. (75,062 Prozent) hatten am Mittwoch in der ersten Hälfte des Grand Prix gut vorgelegt. Sönke Rothenberger und Isabell Werth konnten heute den Traum von der Titelverteidigung im Teamwettbewerb wahr machen. Rothenberger und Cosmo bauten zunächst mit 81,444 Prozent die deutsche Führung aus, Isabell Werth und Bella Rose machte mit 84,829 Prozent dann die Sache klar. 

Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen) und ihre Trakehner-Stute Dalera starteten am Mittwoch als erstes deutsches Paar. Mit 76,677 Prozent und Platz neun war die Bayerin sehr zufrieden.

„Dalera ist super gegangen. Sie war mega konzentriert“,

sagte die Reiterin direkt nach ihrem Ritt. Den Fehler bei der ersten Piaffe schrieb sie sich selbst zu. Mit fehlerfreien Piaffen Nummer zwei und drei wollte sie zeigen, „wie gut Dalera piaffieren kann. Das war mit persönlich sehr wichtig.“ Für die elfjährige Stute sind die Weltreiterspiele das erste große Championat. „Ich war geflasht, wie unbeeindruckt sie von der Kulisse war. Das hat sie überhaupt nicht interessiert. Es ist auch ihr erstes Grand Prix-Jahr und sie tut so, als hätte sie das schon zehn Jahre gemacht.“ Dann folgten Dorothee Schneider und ihr DSP-Wallach Sammy Davis jr., die mit 75,062 Prozent am Ende auf Platz 13 landeten.
Bundestrainerin Monica Theodorescu lobte die beiden Reiterinnen: „Jessi hat eine sehr gute Runde gezeigt. Es gab ein paar Unstimmigkeiten in der ersten Piaffe, aber das war ihr bester Grand Prix soweit. Vor allem in der Galopptour waren beide super sicher. Das war eine tolle Runde und das war auch der Plan. Frisch, frei vorneweg, das fand ich richtig gut. Auch Dorothee hat wieder super geritten. Mit dem Fehler in der ersten Piaffe ging leider die Note gleich runter. Aber insgesamt hat sie stark geritten. Eine tolle Galopptour und die weiteren Piaffen waren auch sehr gut. Dann das letzte Traben, die Mittellinie – vom Feinsten.“ Bereits nach den ersten beiden Ritten lag das deutsche Team in Führung.
Sönke Rothenberger (Bad Homburg) und sein niederländischer Wallach Cosmo legten dann am Donnerstag eine Traumrunde hin. Mit 81,444 Prozent setzten sie sich nicht nur deutlich an die Spitze des Starterfeldes, sondern bauten auch die deutsche Führung aus. Die Richter vergaben mehrfach die Höchstnote 10 für herausragende fliegende Wechsel und eine Passage in Perfektion – elastisch, dynamisch und durch den Körper schwingend. Für den Sitz des Reiters gab es die 9,1. Einziger kleiner Patzer war das Rückwärtsrichten, Cosmo hatte einmal die Viereckbegrenzung berührt.

„Ich fühle mich sensationell und bin wahnsinnig stolz auf mein Pferd“,

schwärmte Rothenberger. „Unglaublich, was Cosmo bei dieser hohen Luftfeuchtigkeit und Hitze hier abgerufen hat. Das Rückwärtsrichten ging auf meine Kappe, da hatte ich einfach zu wenig das Bein dran.“ Am Ende wurde es für ihn Platz drei, die US-Amerikanerin Laura Graves und Isabell Werth waren noch etwas besser.
Für Isabell Werth (Rheinberg) wurde ein Traum wahr. Mit Bella Rose legte sie eine bilderbuchreife Runde hin – 84,829 Prozent. Höhepunkte waren vor allem die Piaffen, für die die Richter mehrmals die 10 zückten. Auch glänzte die westfälische

Stute durch ihre Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit, stets in einer stabilen Anlehnung. Das ist nicht nur das beste Ergebnis des gesamten Starterfeldes, sondern auch die Goldmedaille für das Team.

„Das war sehr bewegend, eine Sternstunde, ich hab es sehr genossen. Bella Rose war super fokussiert, sie wollte nichts falsch machen. Das heute war die richtige Antwort auf die Frage ‚Warum Bella Rose und kein anderes Pferd?‘“,

erklärte Isabell Werth. Und auch Bundestrainerin Monica Theodorescu war begeistert: „Das war zum Genießen. Dieses Team und diese Aufstellung, es hat einfach alles funktioniert. Ich liebe es, wenn ein Plan aufgeht.“ Deutschland gewinnt Gold mit 242,950 Punkten vor den USA (233,229 Punkten) und Großbritannien (229,628 Punkte).
Am Freitag geht es im Grand Prix Special um die erste von zwei Einzelmedaillen. Startberechtigt sind die besten 30 Paare aus dem Grand Prix. Der Grand Prix Special beginnt um 16.30 Uhr (MEZ) und kann wieder im FN-Liveticker ab 15 Uhr verfolgt werden.
Alle Informationen zu den Weltreiterspielen, den Disziplinen und den Teams finden Sie unter www.pferd-aktuell.de/weg2018.

Mannschaftsergebnisse: 

Gold: Deutschland; 242,950 Punkte
Silber: USA; 233,136 Punkte
Bronze: Großbritannien; 229,628 Punkte
4. Schweden; 229,456 Punkte
5. Niederlande; 223,664 Punkte
6. Spanien; 220,186 Punkte

Einzelergebnisse: 
1. Isabell Werth und Bella Rose (GER): 84,829 Prozent
2. Laura Graves und Verdades (USA): 81,537 Prozent
3. Sönke Rothenberger und Cosmo (GER): 81,444 Prozent
4. Patrik Kittel und Well Done de la Roche CMF (SWE): 78,199 Prozent
5. Charlotte Dujardin und Mount St John Freestyle (GBR): 77,764 Prozent
6. Carl Hester und Hawtins Delicato (GBR): 77,283 Prozent
7. Edward Gal und Glock’s Zonik N.O.P. (NED): 77,189 Prozent
8. Kasey Perry-Glass und Goerklintgaards Dublet (USA): 76,739 Prozent
9. Jessica von Bredow-Werndl und TSF Dalera BB (GER): 76,677 Prozent
…
13. Dorothee Schneider und Sammy Davis Jr. (GER): 75,062 Prozent

Quelle: fn-press

Reiner holen erste Medaille für Deutschland

Deutsches Reining-Team gewinnt im fünften Anlauf Bronze bei WEG

Donnerstag, 13. September 2018

Der Bann ist gebrochen. Im fünften Anlauf haben die deutschen deutschen Reiner Bronze bei Weltreiterspielen gewonnen – die erste Teammedaille seit Aufnahme der Western-Dressur in den Kreis der WEG-Disziplinen.

„Wir sind unfassbar glücklich!“,

strahlte Equipechef André Zschau. Der Titel ging an das Team von Gastgeber USA, auf dem zweiten Rang landete die Mannschaft aus Belgien.

Bis zu ihrem Sprung aufs Treppchen mussten die Deutschen allerdings bis fast zum letzten der insgesamt 63 Teilnehmer aus 18 Nationen zittern. Denn beinahe wäre es dem Österreicher Rudi Kronsteiner gelungen, dem deutschen Quartett wieder einmal den Medaillentraum zunichte zu machen. Doch sein Score von 225 reichte zwar zu Platz sechs für ihn persönlich, am Ende aber nicht mehr für eine österreichische Teammedaille.

„Ich konnte ihn mir nicht angucken. Ich war unfassbar nervös und musste aus der Halle rausgehen“,

beschreibt Zschau die letzten Minuten vor der endgültigen Entscheidung. „Wir haben seinen Ritt letztlich im Stall auf dem Handy geguckt, haben gefiebert und gefiebert, gerechnet und gerechnet. Jetzt sind wir unfassbar glücklich. 2002 waren wir erstmals bei Weltreiterspielen dabei, jetzt haben wir endlich die Medaille geholt.“

Als erster der vier Teamreiter war m Vormittag der fünfmalige WEG-Teilnehmer Grischa Ludwig (Bitz) mit Ruf Lil Diamond für Deutschland an den Start gegangen. Das Ergebnis des Paares: 223,5 Punkte.

„Meine Diamond war heute ein bisschen müde, sie ist das Wetter hier halt nicht gewöhnt. Es war ihr sehr warm. Aber sie ist immer ein Verlasspferd, hat alles gegeben“,

sagte er. Für das Einzelfinale, für das er sich mit seinem siebten Platz direkt empfehlen konnte, sieht er allerdings noch Verbesserungspotenzial. „Der letzte Stopp war nur semi-ideal, nicht so, wie sie es eigentlich kann und auch das Rückwärtsrichten geht noch besser.“

Auch WM-Neuling Markus Süchting (Steyerberg) gelang mit Spotlight Charly auf Anhieb die Qualifikation fürs Finale, in das die besten 15 Paare der Teamwertung automatisch einziehen dürfen. Süchting belegte mit 222 Punkten Platz elf und kam aus dem Strahlen nicht mehr heraus.

„219 war mein absolutes Wunschziel. Eine 222, dann noch mit einem Unterdrehen, das ist der absolute Wahnsinn“,

sagt er und erklärte „Nach dem Spin muss das Pferd immer genau zu den Richtern gucken, da waren wir einen Tucken zu früh. Das hat sicher einen halben Punkt pro Richter gekostet. 1,5 mehr – das wäre mein absolut bestes Ergebnis gewesen. Aber ich bin auch so absolut zufrieden.“ Für ihren Aufritt in den USA, dem Mutterland des Westernreitens, hatten sich die deutschen Reiner erstmals Verstärkung durch einen Insider der amerikanischen Szene geholt. Der gebürtige Schwabe Robin Schoeller, der seit 15 Jahren in den USA lebt und in Ohio seinen eigenen Trainings- und Ausbildungsstall betreibt, vertrat erstmals die deutschen Farben bei einem Championat. „Der Bundestrainer hat mich angerufen und gefragt, ob ich ein Pferd dafür habe“, erzählte er. Im Frühjahr erfolgte die Sichtung in Houston/Texas, jetzt im September der erste Championatsstart in einem deutschen Team. „Da steht man schon mehr unter Druck als bei einen normalen Turnier“, sagte Schoeller, der in seiner Wahlheimat zu den Top 25 seiner Profession gehört. „Die Anspannung ist groß, weil man das Team nicht enttäuschen will.“ Mit einem Score von 220 und einem 20sten Platz lieferten er und Wimpy Kaveah ein gutes Ergebnis fürs Team ab, für den direkten Weg ins Finale reichte es allerdings nicht ganz. „„Mein Pferd war wirklich super, ich habe es gut gedreht bekommen und habe besser gezirkelt als ich es erwartet habe. Seine größte Stärke ist der Stopp. Als ich zum zweiten fliegenden Wechsel gekommen bin, dachte ich, das war schon mal richtig gut, jetzt müssen wir nur noch da runterreiten und stoppen. Und dann haben wir leider den ersten Stopp etwas verpasst, er ist ein bisschen gestolpert“, sagte er. Nun bleibt ihm die Chance, sich über eine zweite Qualifikation, den sogenannten Consolation Run, doch noch einen Weg in die Medaillenentscheidung zu ebnen.

Während die US-Amerikaner sich rasch die Spitzenposition sichern konnten – sowohl im Team als auch im Einzelranking mit Cade Mccutcheon und Custom Made Gun (229 Punkte) – war der Kampf um die weiteren Medaillen bis zuletzt offen. Mit einem Score von 226,5 brachte Bernard Fonck mit What a Wave das belgische Team mit 226,5 Punkten auf die Silberposition. Um den Belgiern diesen noch streitig zu machen, hätte die deutsche Schlussreiterin Julia Schumacher (Bitz) mit ihrem Hengst Coeurs Little Tyke ein gleichwertiges Ergebnis erzielen müssen. „Ich war mit meinem Ritt sehr zufrieden, ehrlich gestanden hätte ich gedacht, mein Score ist ein bisschen höher“, sagte sie nach ihrer Vorstellung, die am Ende 221 Punkte erbrachte. Für sie hieß das Platz 14 und damit ebenfalls der Einzug ins Finale. Sie sagte:

„Es ist eine Ehre für mich, hier mitreiten zu dürfen. Vor vier Jahren in Caen war ich noch als Zuschauerin dabei.“

Während die Teamreiter mit mehr als 220 Punkten allesamt eine geschlossene Teamleistung ablieferten, blieb Einzelreiterin Maria Till (Leipzig) mit ARC Captain bei ihrer WM-Premiere etwas unter ihren Möglichkeiten. Sie war ganz kurzfristig als Ersatz für Gina Maria Schumacher ins Team nachgerückt, später als die anderen angereist und erzielte als erste der deutschen Starter einen Score von 208 Punkten. „Unser Hauptmanko war das Herauswechseln aus den Zirkeln“, sagt sie.

„Wir hatten einfach wenig Zeit zur Vorbereitung. Aber ich bin erst 21 Jahre alt und bin hier, um zu lernen.“

Quelle: fn-press

Dressurreiter nach Halbzeit auf Goldkurs

Jessica von Bredow-Werndl und Dorothee Schneider bringen Dressurteam in Führung

Donnerstag, 13. September 2018

Das deutsche Dressurteam ist auf Goldkurs bei den Weltreiterspielen in Tryon/USA. Als erste Starterin und WM-Debütantin hat Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen) mit der elfjährigen Trakehnerstute TSF Dalera BB 76,677 Prozent im Grand Prix erhalten und damit die Tagesführung übernommen. Dorothee Schneider (Framersheim) und Sammy Davis jr. haben als zweites Paar die deutsche Dressur-Mannschaft mit 75,062 Prozent auf Goldkurs gehalten. In der Einzelwertung rangiert Schneider nach dem ersten Tag auf Platz drei hinter Schwedin Judith Ramel mit Buriel K.H. (75.248 Prozent).

„Ich bin super zufrieden“,

sagt Bundestrainerin Monica Theodorescu nach dem ersten Tag. „Dalera und Jessi haben sehr gut vorgelegt. Jessi hat eine sehr gute Runde gezeigt. Es gab ein paar Unstimmigkeiten in der ersten Piaffe, aber das war ihr bester Grand Prix soweit. Vor allem in der Galopptour waren beide super sicher. Das war eine tolle Runde und das war auch der Plan. Frisch, frei vorneweg, das fand ich richtig gut. Dorothee hat wieder super geritten. Mit dem Fehler in der ersten Piaffe ging leider die Note gleich runter. Aber insgesamt hat sie stark geritten. Eine tolle Galopptour und die weiteren Piaffen waren auch sehr gut. Dann das letzte Traben, die Mittellinie – vom Feinsten“, analysierte sie die Ritte der beiden ersten Teammitglieder. Siegessicher ist sich die Bundestrainerin aber nicht. „Es bleibt spannend.“ An den Pferden soll es nicht liegen.

„Die Bedingungen für die Pferde vom Stall bis zu den Böden sind fantastisch.“

Die Zufriedenheit der Bundestrainerin teilte Jessica von Bredow-Werndl.

„Dalera ist super gegangen. Sie war mega konzentriert“,

sagte sie direkt nach ihrem Ritt. Den Fehler bei der ersten Piaffe schrieb sie sich zu. Mit einer fehlerfreien Piaffe zwei und drei wollte sie zeigen, „wie gut Dalera piaffieren kann. Das war mit persönlich sehr wichtig.“ Für die elfjährige Stute sind die Weltreiterspiele das erste große Championat. „Ich war geflasht, wie unbeeindruckt sie von der Kulisse war. Das hat sie überhaupt nicht interessiert. Es ist auch ihr erstes Grand Prix-Jahr und sie tut so, als hätte sie das schon zehn Jahre gemacht“, war Jessica von Bredow-Werndl voll des Lobes über ihre erst elfjährige Trakehnerstute. Für sie ist noch mehr drin. „Da ist natürlich noch Luft nach oben, das ist klar.“ Dorothee Schneiders Championatsdebüt liegt schon länger zurück: 2012 bei den Olympischen Spielen in Londen. Es folgte Rio 2016 und im letzten Jahr feierte der zwölfjährige Sammy Davis jr. mit der Pferdewirtschaftsmeisterin seine Championatspremiere bei den Europameisterschaften.
Morgen geht der zweite Teil der Mannschaftswertung weiter. Sönke Rothenberger und Cosmo gehen um 17.50 Uhr (MEZ) ins Viereck, Isabell Werth und Bella Rose um 22.39 Uhr (MEZ).
Die Höhepunkte aus Tryon sind ab morgen früh täglich im ClipMyHorse.TV WM-Studio ab sechs Uhr online – frei zugänglich für alle. Rund eine Stunde gibt es die besten Sportbilder, Interviews und Hintergrundberichte des Vortages. Möglich macht das die Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport.
Den entscheidenden zweiten Teil der Dressur-Mannschaftswertung gibt es am Donnerstag im FN-Liveticker ab 14.15 Uhr.

Quelle: fn-press

Distanzritt wurde abgebrochen

Zu heiß, zu nass, zu matschig – Entscheidung im Sinne der Pferde

Donnerstag, 13. September 2018

Der Distanzritt der Weltreiterspiele in Tryon wurde am späten Mittwochnachmittag (Ortszeit) aufgrund der schwierigen Wetter- und Bodenverhältnisse vorzeitig abgebrochen. Die Entscheidung fiel laut dem Veranstalter auf Grundlage des internationalen Reglements sowie des “Code of Conduct for the Welfare of the Horse” des Weltreiterverbandes FEI, der besagt, dass Wettkämpfe nicht unter extremen Wetterkonditionen ausgetragen werden dürfen, die das Wohlergehen der Pferde gefährden könnten. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) begrüßt diese Entscheidung, die im Sinne der Pferde getroffen wurde.
Bereits der Start in diesen Distanzritt war turbulent verlaufen: Um 6.30 Uhr Ortszeit gingen die Distanzreiter und ihre Pferde auf die 160 Kilometer lange Strecke. Wenige Stunden später dann der Abbruch des Rennens nach dem ersten Loop, weil einige Starter auf eine falsche Strecke geleitet worden waren. Dann der Neustart, nur noch über eine Distanz von 120 Kilometern. Auch die drei deutschen Paare Rebecca Arnold (Nürtingen) mit Serpa, Bernhard Dornsiepen (Balve) mit Bekele el Djem und Ursula Klingbeil (Buch) mit Aid Du Florival machten sich gegen 11.15 Uhr wieder auf den Weg.
Nach dem Neustart begann es bald stark zu regnen, was den Boden in einen rutschigen Untergrund verwandelte. Temperaturen von rund 30 Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit machten die Bedingungen immer schwieriger. Gemeinsam kam das

deutsche Team nach dem ersten Loop zum Vet-Gate. Dort aber ging es nur für Dornsiepen und Klingbeil weiter. Der Wallach Serpa von Rebecca Arnold qualifizierte sich aus metabolischen Gründen nicht für den zweiten Loop weiter. Mehr dazu lesen Sie einen Eintrag weiter unten.

Dornsiepen und Klingbeil absolvierten auch den zweiten und dritten Loop – dann die Nachricht, dass der Ritt komplett abgebrochen wird. Dornsiepen sagte:

„Wir hatten bis zum Abbruch einen tollen Ritt, es war total angenehm zu reiten. Die Stimmung an der Strecke war der Wahnsinn, landschaftlich herrlich, es gab unglaublich viele freundliche Helfer und super Unterstützung von den Zuschauern.

Allein um denen etwas zurückzugeben, bin ich nach dem ersten Abbruch weitergeritten. Ich war den Tränen nahe, als der endgültige Abbruch kam.

Wir hätten gerne um eine Medaille mitgekämpft, auch wenn wir wussten, dass dafür alles passen muss und wir alle unsere Leistung abrufen müssen.“

Insgesamt sei der Ablauf der Veranstaltung für die Reiter ein Schlag ins Gesicht gewesen, sagte Dornsiepen. „Den Abbruch an sich kann ich aber nachvollziehen, die Bedingungen waren extrem. Mein Pferd kam gut damit zurecht, fühlte sich sehr gut an. Es muss aber auch andere Pferde gegeben haben, deren Pulswerte extrem hoch waren. Die Argumentation für den Abbruch ist für mich also ok.“
Schon die Tage vor dem Start seien schwierig für die Teams gewesen, berichtete Annette Kaiser. Informationen habe es nur stückchenweise gegeben, und diese seien immer wieder verändert worden. Selbst der Ort des Startes sei bis zum Beginn des Rennens nicht bekannt gewesen. Deshalb auch die Verwirrung beim Start. „Fakt ist, dass solch eine Änderungen eines 160-Kilometer-Rennens die Athleten, Pferd und Reiter, völlig aus dem Konzept bringt“, sagte Kaiser. „Das ist eine Riesen-Enttäuschung für die Athleten und alle, die hierfür riesigen Aufwand und Vorbereitung betrieben haben. Trotzdem muss man sagen, dass man heute kein

Pferd gesehen hat, dem es offensichtlich nicht gut ging. Unsere deutschen Pferde waren top-fit.“
Dass die Reiter die Strecke vor dem Start nicht besichtigen konnten, sei zwar ärgerlich gewesen, aber nachvollziehbar. Das Gelände, auf dem die Strecke verläuft, gehört nämlich 70 Privatleuten. Kaiser sagte:

„Von Anfang an war klar, dass die Grundstücke nur für diesen einen Tag des Rennens geöffnet werden. Das war nicht schön, aber auch nicht überraschend.“

Quelle: fn-press

Update zum Distanzreiten

Rebecca Arnold und Serpa nach erstem Streckenabschnitt ausgeschieden

Mittwoch, 12. September 2018

Die leise Hoffnung auf eine erste deutsche Medaille bei den Weltreiterspielen in Tryon/USA ist geplatzt. Distanzreiterin Rebecca Arnold (Nürtingen) und ihr Pferd Serpa qualifizierten sich nach dem ersten Teil der Strecke nicht weiter. Bernhard Dornsiepen (Balve) und Bekele El Djem sowie Ursula Klingbeil (Buch) und Aid Du Florival sind weiter im Rennen. Da das Deutsche Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) nur drei Distanzreiter nach Tryon entsandte, gibt es kein Streichergebnis für das deutsche Team. Es fällt somit aus der Mannschaftswertung heraus. „Genau deshalb wussten wir, dass alles passen muss, um am Ende in die Nähe der Medaillen zu reiten“, sagte Dr. Dennis Peiler, Chef de Mission des deutschen Teams in Tryon.

Der erste Wettkampftag der Weltreiterspiele begann jedoch turbulent: Um 6.30 Uhr Ortszeit waren die Distanzreiter und ihre Pferde auf die 160 Kilometer lange Strecke gestartet. Wenige Stunden später stand fest: Der Ritt wird abgebrochen und neu gestartet. Der Grund: einige Starter waren auf eine falsche Strecke geleitet worden. Bereits unterwegs und guter Dinge erfuhren die deutschen Distanzreiter, dass der erste Wettkampf der Weltreiterspiele offenbar nicht wie geplant lief. „Wir Equipechefs haben dann die Info bekommen, dass das Rennen nach dem ersten Loop abgebrochen wird“, sagte die deutsche Equipechefin Annette Kaiser. Alle ankommenden Pferde mussten einen Vet-Check absolvieren. 45 Minuten nachdem das letzte Pferd den Vet-Check passiert hatte, wurde das Rennen neu gestartet, allerdings nur noch über eine Distanz von 120 Kilometern. Auch die drei deutschen Paare machten sich gegen 11.15 Uhr wieder auf den Weg. „Die Bedingungen waren

heute natürlich alles andere als einfach. Aber sie waren für alle gleich“, sagte Kaiser. Nach dem Neustart begann es bald stark zu regnen, was den Boden in einen rutschigen Untergrund verwandelte.
Die drei deutschen Paare erreichten am Ende des ersten Loops nach dem Neustart gemeinsam das Vet-Gate. Dort aber ging es nur für Dornsiepen und Klingbeil weiter. Der Wallach Serpa von Rebecca Arnold qualifizierte sich aus metabolischen Gründen nicht für den zweiten Loop weiter. „Der Puls lag nach 15 Minuten noch ein wenig über den vorgegebenen 64 Schlägen“, erklärte Annette Kaiser.

„Die vorgegebene Zeit für die Pulsregulierung war aufgrund der Wetterverhältnisse von 20 auf 15 Minuten reduziert worden. Das Pferd sah aber gut aus und wurde offensichtlich nicht überstrapaziert.“

Die ersten Reiter werden nach Einbruch der Dunkelheit im Ziel erwartet. Ein Bericht über das Ergebnis des Distanzrittes folgt. Alle Infos zum deutschen Team finden Sie hier: www.pferd-aktuell.de/pferde/spitzensport/weltreiterspiele/tryon-2018/distanzreiten/team-distanzreiten

Quelle: fn-press

Auch deutsche Distanzpferde passieren Verfassungsprüfung

Langstreckler starten am frühen Mittwochmorgen in die Weltreiterspiele

Dienstag, 11. September 2018

Als drittes deutsches Team haben die Distanzreiter- und -pferde ihre Verfassungsprüfung für die Weltreiterspiele in Tryon/USA passiert. Alle drei deutschen Pferde sind „fit to compete“ und können am frühen Mittwochmorgen (6.30 Uhr Ortszeit) auf die 160 Kilometer lange Strecke starten. Dort fällt am Abend die erste Medaillenentscheidung der Weltreiterspiele 2018.

Für Deutschland treten im Distanzreiten an: Rebecca Arnold (Nürtingen) mit Serpa, Bernhard Dornsiepen (Balve) mit Bekele el Djem und Ursula Klingbeil (Buch) mit Aid Du Florival. Equipechefin Annette Kaiser ist nach der bestandenen Verfassungsprüfung optimistisch:

„Die Stimmung im Team ist gut und die Pferde sind gesund. Wenn morgen alle fit ins Ziel kommen, dann haben wir auch eine realistische Chance auf eine Medaille.“

Da die Strecke hauptsächlich über privaten Grund verläuft, konnten die Reiter diese

vor dem Start nicht besichtigen. Jedoch haben die Teams Bilder sowie das Höhenprofil der Strecke gesehen. „Die Strecke ist technisch anspruchsvoll, aber wir haben drei erfahrene Reiter dabei, die aus dem Sauerland und von der schwäbischen Alb kommen. Sie und ihre Pferde kennen Berge und sind gut vorbereitet“, sagt Kaiser.

Um 6.30 Uhr Ortszeit (12.30 Uhr deutsche Zeit) starten die 124 Pferde und Reiter auf die 160 Kilometer lange Strecke. Mit 20.30 Uhr (Ortszeit) ist das Ende dieses ersten Wettbewerbs der Weltreiterspiele angegeben, dann sollte auch das letzte Paar im Ziel sein. Die Entscheidung über die Medaillen allerdings fällt weit eher: Die schnellsten unter den Ausdauersportlern legen die 160 Kilometer in rund sieben Stunden Reitzeit zurück (die vier vorgegebenen Pflichtpausen nicht eingerechnet). Die Strecke ist in fünf sogenannte Loops unterteilt. Nach jedem einzelnen erreichen die Pferde das Vet-Gate, wo ihre Verfassung überprüft wird. Nur, wenn die Tierärzte grünes Licht geben, darf weitergeritten werden.

Aufgrund des schwül-heißen Wetters wurde die Mindestgeschwindigkeit für den Ritt von 15 auf 12 km/h heruntergesetzt. Wenn die Paare das Vet-Gate erreichen, müssen sie nach spätestens 15 Minuten einen Puls von 64 erreicht haben. Auch dies wurde angepasst. Zuvor musste der Pulswert erst nach 20 Minuten erreicht sein.

Quelle: fn-press

Deutsche Reining-Pferde passieren Verfassungsprüfung

Erste Medaillen-Entscheidung steht bereits am Mittwoch an

Dienstag, 11. September 2018

Auch für die Reiner haben die Weltreiterspiele in Tryon/USA nun offiziell begonnen. Alle deutschen Pferde konnten die Verfassungsprüfung problemlos passieren.

Damit dürfen morgen alle zur ersten Prüfung antreten, in der bereits die Mannschaftsmedaillen vergeben werden: Grischa Ludwig (Bitz) mit Ruf Lil Diamond, Robin Schöller (USA) mit Wimpy Kaweah, Julia Schumacher (Bitz) mit Coeurs Little Tyke, Markus Süchting (Steyerberg) mit Spotlight Charly sowie Maria Till (Leipzig) mit ARC Captain, die für Gina Maria Schumacher nachgerückt ist, deren Pferd kurz vor dem Abflug aus gesundheitlichen Gründen ausgefallen war.

Insgesamt werden Reiter aus 20 Nationen im Mutterland des „Westernreitens“ am Start erwartet. Den Auftakt für das dutsche Team wird Grischa Ludwig machen, der bereits bei der Premiere der Disziplin in Jerez de la Frontera am Start war. Für ihn sind Tryon bereits die fünften Weltreiterspiele. Auf der Position zwei reitet Markus Süchting fürs deutsche Team. Für ihn sind es nicht nur die ersten Weltreiterspiele, sondern auch der erste Start in den USA. Er sagt:

„Natürlich war ich schon zum Reiten in den USA, aber noch nicht für eine Show.“

Sein Traum: Sich durch einen gelungenen Auftritt bei den WEG auch in den USA als Reiter auf sich aufmerksam zu machen. Längst einen guten Namen hat hier der gebürtige Schwabe Robin Schoeller, der bereits seit 15 Jahren hier lebt und zu den TOP 25 der Westernszene zählt. „Ursprünglich sollten es nur zwei Jahre werden“, berichtet er von seinem ersten Aufenthalt bei Weltmeister Shawn Flarida. Doch die Zusammenarbeit funktionierte so gut, dass er blieb und später auch seine heutige Frau dort kennenlernte. Gerade haben sie eine eigene Anlage gebaut. Im letzten Winter kam die Anfrage, ob er ein Pferd für die WM habe, sagt er. Er hatte und ist nun stolz darauf, in seiner neuen Heimat für die alte zu reiten. „Vaterland ist Vaterland“, sagt er. Er reitet an Position drei im Team. Für den starken Abschluss eines starken deutschen Teams wird dann Julia Schumacher sorgen, Dritte der EM im letzten Jahr. Als Einzelreiterin startet Nachrückerin Maria Till, die aus dem Junge-Reiter-Lager kommt und dort sehr erfolgreich war. Zwei Stunden hatte sie zum Packen, als sie vom Ausfall Gina Maria Schumachers erfuhr, bevor es nach Lüttich zum Flieger ging. MIt im Gepäck: Ihre Unterlagen, um direkt nach ihrer Rückkehr ihre Bachelorarbeit im Bereich Immoblienmanagement zu verteidigen.

Mehr Informationen unter www.pferd-aktuell.de/weg2018. Ein Gespräch mit dem Reining-Team gibt es bei ClipMyHorse.

Quelle: fn-press

Deutsche Dressurpferde bestehen Vet-Check

Jessica von Bredow-Werndl erste deutsche Starterin

Dienstag, 11. September 2018

Mit der Eröffnungsfeier starteten am Dienstag die Weltreiterspiele in Tryon in den USA. Für die deutschen Dressurpferde Bella Rose, Sammy Davis jr., TSF Dalera BB und Cosmo stand der Vet-Check auf dem Programm und alle vier Dressurpferde sind „fit to compete“.
Der Team-Wettbewerb findet als Grand Prix über zwei Tage statt und beginnt am Mittwoch um 14.45 Uhr (MEZ). Erste deutsche Starterin ist Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen) mit der Trakehner-Stute TSF Dalera BB. Ebenfalls am Mittwoch starten auch Dorothee Schneider (Framersheim) und Sammy Davis Jr.. Am Donnerstag wird der Grand Prix ab 14.45 Uhr (MEZ) fortgesetzt. Dann starten Sönke Rothenberger (Bad Homburg) mit Cosmo und Schlussreiterin für das deutsche Team wird Isabell Werth (Rheinberg) mit Bella Rose sein. Das deutsche Dressur-Team tritt als Titelverteidiger in Tryon an.
Die Höhepunkte aus Tryon sind täglich im ClipMyHorse.TV WM-Studio ab sechs Uhr online – frei zugänglich für alle. Rund eine Stunde gibt es die besten Sportbilder,

Interviews und Hintergrundberichte des Vortages. Möglich macht das die Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport.
Den entscheidenden zweiten Teil der Dressur-Mannschaftswertung gibt es am Donnerstag im FN-Liveticker ab 14.15 Uhr. Alle Infos zu den Weltreiterspielen, den Disziplinen und den Teams unter www.pferd-aktuell.de/weg2018


Update: Nun stehen auch die Startzeiten der deutschen Reiter fest.

Jessica von Bredow-Werndl und TSF Dalera BB starten am Mittwoch um 16.52 Uhr (MEZ), Dorothee Schneider und Sammy Davis jr. sind um 21.33 Uhr (MEZ) an der Reihe. Sönke Rothenberger und Cosmo gehen am Donnerstag um 17.50 Uhr (MEZ) ins Viereck, Isabell Werth und Bella Rose um 22.39 Uhr (MEZ).

Quelle: fn-press

Ingrid Klimke trägt die deutsche Fahne bei der Eröffnung

Achte Weltreiterspiele werden heute offiziell im großen Stadion eröffnet

Dienstag, 11. September 2018

Heute werden in Tryon im US-amerikanischen Bundesstaat North Carolina mit einem Konzert des bekannten und fünffach Grammy-nominierten Country-Sängers Hunter Hayes die achten FEI World Equestrian Games (WEG) offiziell eröffnet. Als Repräsentantin der insgesamt 49 deutschen Pferdesportler aus acht Disziplinen wird Vielseitigkeits-Europameisterin Ingrid Klimke (Münster) die schwarz-rot-goldene Fahne am Abend des 11. September ins Stadion tragen.

„Ich fühle mich natürlich geehrt“,

sagt Ingrid Klimke. Bereits bei den Olympischen Spielen in Rio gehörte sie zur engeren Auswahl deutscher Topsportler für die Aufgabe des Fahnenträgers. Am Ende war es dann aber Tischtennisspieler Timo Boll, der dem deutschen Olympia-Team voranging. Ingrid Klimke sagt:

„Ich war stolz, dass ich überhaupt unter den ersten Drei war.“

Bei den Weltreiterspielen wird es nun die Münsteranerin sein, die den deutschen Pferdesport vertritt. Geplant ist, dass nur ein Teammitglied einer Nation mit der Landesflagge ins Stadion einläuft. Das übrige Team und der Tross werden geschlossen von der Tribüne aus mitfiebern. Für die zweimalige Mannschaftsolympiasiegerin und -weltmeisterin sind die WEG in Tryon bereits die vierten Spiele dieser Art, die sie in ihrer langen Championatskarriere bestreitet.

Die Weltreiterspiele in Tryon beginnen in der ersten Woche mit den Disziplinen Dressur, Reining, Distanzreiten und Vielseitigkeit. In der zweiten Woche ermitteln dann die Para-Dressurreiter, Voltigierer, Fahrer und Springreiter ihre neuen Weltmeister. Vergeben werden insgesamt acht Titel in der Teamwertung sowie 26 Titel in der Einzelwertung.

Alle Informationen zu den Weltreiterspielen finden Sie unter www.pferd-aktuell.de/weg2018.

Quelle: fn-press

WM Reining ohne Gina Maria Schumacher

Maria Till rückt ins Team nach

Donnerstag, 06. September 2018

Schlechte Nachrichten vom deutschen Reining-Team: Gina Maria Schumacher und ihr Hengst Gotta Nifty Gun können doch nicht bei den Weltreiterspielen starten. An ihrer Stelle haben die 21-jährige Reservereiterin Maria Till aus Leipzig und ihr ARC Captain den Weg in die USA angetreten.
Wegen des Verdachts auf eine leichte Kolik war der ursprünglich geplante Flug von Schumachers Pferd bereits einmal verschoben worden. Nun hat sich ein Infekt herausgestellt, der auch den Ersatzflug verhindert hat. Eigentlich sollte der Hengst heute mit den Vielseitigkeitspferden die Reise in die USA antreten. „Der Ausfall von Gina Maria Schumacher und ihrem Pferd ist natürlich ein großer Verlust für das Team“, betont Bundestrainer Nico Hörmann. „Aber Maria Till hat ja bereits gezeigt, dass sie sehr gute Ritte abliefern kann. Bei der WM der jungen Reiter im

vergangenen Jahr war sie hinter Gina zweitbeste Deutsche.

Wir sind sehr zuversichtlich, dass alle, die wir nominiert haben, hier gute Leistungen bringen werden – auch Maria.“

Mehr Infos zu den Weltreiterspielen, den Zeitplan und die deutschen Teams im Überblick gibt es unter www.pferd-aktuell.de/weg2018.

WM 2018 in Tryon/USA

Erste WM-Pferde gut gelandet

Dienstag, 04. September 2018

Im Rahmen des größten Lufttransports von Pferden in der Geschichte des Pferdesports sind die ersten 67 WM-Pferde in den USA gelandet und inzwischen im Tryon International Equestrian Centre angekommen – wenige Tage vor Beginn der achten Weltreiterspiele am 11. September.

Unter den ersten Pferden sind auch die deutschen Distanz- und Reiningpferde. Nicht an Bord war allerdings das Pferd der deutschen Reinerin Gina Maria Schumacher. Wegen des Verdachts auf eine leichte Kolik blieb ihr Hengst Gotta Nifty Gun zunächst in Lüttich. Er wird nun am Mittwoch mit den Vielseitigkeitspferden die Reise in die USA antreten.
Insgesamt werden 550 Pferde der Disziplinen Dressur, Vielseitigkeit, Reining,

Distanzreiten sowie Springen, Para-Dressur, Fahren und Voltigieren an den Start gehen. Die Teilnehmer und Pferde kommen aus 70 Nationen. Für den Flug ist der erfahrene Pferde-Spediteur Peden Bloodstock verantwortlich. In insgesamt 23 Flügen von Lüttich (BEL), Dubai (UAE) sowie elf Flügen aus Südamerika reisten die Pferden und landen im Greenville-Spartanburg International Airport (GSP) in South Carolina and Miami. 270 Pferde reisen auf dem Landweg an.

Quelle: fn-press

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