Wunderschön aber giftig – Pfaffenhütchen

Das Pfaffenhütchen ziert sich mit wunderschönen Früchten, ist jedoch nicht bekömmlich.

Das erwartet Sie in diesem Artikel:

  • Allgemeines über das Pfaffenhütchen,
  • Giftstoffe,
  • Vergiftungssymptome,
  • Fazit.

Allgemeines über das Pfaffenhütchen

Das Pfaffenhütchen ist ein Strauch, der in heimischen Gefilden besonders häufig wächst. Besonders zeichnet es das zähe Holz, aus dem früher sogar Stricknadeln hergestellt wurden, und die leuchtenden, pink-orangenen Früchte aus. Der Strauch ist nicht besonders anspruchsvoll, was die Bodenverhältnisse angeht, gedeiht aber schneller auf feuchten Böden und blüht besser auf trockenen, kalkhaltigen Untergründen. Vor allem in Laubwäldern, an Waldrändern oder als Teil von Gebüschen ist die schöne Pflanze zu finden.

Sein Holz brachte dem Strauch den Namen „Spindelstrauch“ ein, da aus ihm früher sogar Schuhnägel, Orgelpfeifen, Stricknadeln oder eben Spindeln hergestellt wurden; außerdem ließ sich aus ihm sogar hochwertige Holzkohle gewinnen.

Das Pfaffenhütchen blüht ab Mai in weiß, ab August reifen die Früchte und nehmen ihre bunte Farbe an. Die pinke Oberfläche springt auf und bringt orangene Samen zutage. Diese werden dann vor allem durch Vögel verteilt, da diese beim Federvieh besonders beliebt sind – so wird die Pflanze gerne auch „Rotkehlchenbrot“ genannt.

Giftstoffe und Heilwirkung

Alle Teile des Strauchs sind giftig, vor allem aber die orangenen Samen, und können sogar zum Tod führen. Früher wurde das Pulver der Samen zur Bekämpfung von Ungeziefer verwendet, beispielsweise bei Krätze oder Läusen.

Vergiftungssymptome

Die Symptome einer Vergiftung sind erhöhte Körpertemperatur, Kreislaufstörungen, Kurzatmigkeit, Magen- und Darmbeschwerden, Durchfall oder Verstopfung sowie Krämpfe und Herzrasen. Diese können sogar noch 15 Stunden nach dem Verzehr eintreten.

Fazit

Das Pfaffenhütchen ist ein gefährlicher Strauch, der für Pferde vor allem im Wald, am Waldrand oder in Gebüschen zum Verhängnis werden kann.

So schön die Blüten auch aussehen – als Futter taugen sie nicht!