Heilströmen für Pferde 3/3

Erfahren Sie mehr über die Strömtafeln und die Organströme.

Die Strömtafeln

Auf den von Adele Leas entwickelten Strömtafeln sind die SES (26 und auf dem linken und spiegelbildlich dazu 26 auf dem rechten Betreuerstrom) verzeichnet. Die Strömtafeln in Kombination mit der Tatsache, dass der Durchmesser eines SES proportional zur Größe des zu strömenden Pferdes ist, ungefähr so groß wie ein Huf, macht das Strömen denkbar einfach. In der unten stehenden Grafik sind alle SES (Sicherheitsenergieschlösser) des Pferdes eingezeichnet.

Die Organströme

Um die Organströme zu verstehen wenden wir uns zunächst der 5-Elemente Lehre der Chinesischen Medizin zu. Die Theorie der fünf Elemente, auch fünf Wandlungsphasen genannt, diente schon im alten China zur Erklärung von Naturphänomenen. Sie entwickelte sich aus grundlegenden Beobachtungen der fünf chinesischen Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser, die überall in der Natur zu finden sind – gleichermaßen im Makrokosmos (Universum) wie im Mikrokosmos (dem belebten Wesen). Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser sind also

Begriffe, mit denen beispielsweise der zyklische Verlauf der Jahreszeiten genauso beschrieben werden kann, wie der natürliche Lauf des Lebens. Der Einfluss, den die Elemente aufeinander und damit auch aufs Tier haben, ist uns allen vertraut. Es handelt sich um Naturgesetzmäßigkeiten, die die immerwährenden Themen Entstehung und Entwicklung, Wandlung, Werden und Vergehen beschreiben.
Am harmonischen Energiefluss eines jeden Lebewesens sind im Wesentlichen zwei Zyklen beteiligt: Der Hervorbringungszyklus und der Kontrollzyklus.

Die Strömtafel des Pferdes mit allen SES (Sicherheitsenergieschlösser). © Tina von der Brüggen

Der Hervorbringungszyklus

Dieser Zyklus, der auch Mutter-Kind Zyklus, oder Ernährungszyklus genannt wird, beschreibt die natürliche Abfolge der Fünf Elemente, die wie die Jahreszeiten auseinander hervorgehen: Wasser nährt das Holz, Holz das Feuer, Feuer die Erde, die Erde das Metall und das Metall wieder das Wasser. 
Nur wenn alle Elemente in einem harmonischen, dynamischen Gleichgewicht zu einander stehen, nährt jedes Element das folgende wie eine Mutter ihr Kind.

Der Kontrollzyklus

Damit nicht ein Element zu stark und das darauffolgende somit zu schwach wird, kontrollieren die einzelnen Elemente sich gleichzeitig gegenseitig: So dämmt die Erde das Wasser ein, Wasser löscht das Feuer, Feuer kann Metall zum Schmelzen bringen, Metall kann Holz zerschneiden und Holz kann die Erde durchwurzeln. Dieser Zyklus wird als Kontrollzyklus bezeichnet.

Der zweite Griff des Nierenfunktionsstroms: Rechte Hand auf rechtes SES 23 und linke Hand auf die Schweifrübe.

Bei der Verteilung der Lebensenergie spielen die Organströme eine wesentliche Rolle. Von ihnen kennen wir 12 Stück, die vergleichbar den Meridianen der TCM sind. Ihre Benennung erfolgt nach dem Organ, mit dem sie im Inneren verbunden sind und jeweils zwei von ihnen bilden eine funktionelle Einheit (Leber- und Gallenblasenstrom, Blasen- und Nierenstrom usw.).

Wir können sie strömen, in dem wir mehrere Sicherheitsenergieschlösser nacheinander in einer ganz bestimmten Abfolge berühren.

In der östlichen Medizin wird unter Organ übrigens nicht die anatomische Struktur verstanden, sondern verschiedene Funktionen und deren Zusammenspiel im Körper. Aus diesem Grund ist jedem Organstrom nicht nur „sein“ Organ zugeordnet, sondern zusätzlich eine Jahreszeit, eine Emotion, eine Farbe, ein Geschmack, eine Uhrzeit und natürlich auch eines der 5 Elemente. Und so kann es gar nicht anders sein, als dass die Organe Leber und Gallenblase zum Element Holz gehören, der für den Frühling steht, Einfluss auf die Muskeln, Sehnen und die Augen hat und dem die Emotion Aggression/Wut/Zorn zugeordnet ist.
So wie nach einem langen Winter die Natur durch die ersten wärmenden Strahlen zum Leben erwacht, steht auch im Lebenslauf der Frühling für den Neuanfang. Fohlen sind wie junges Holz: Sie sind neugierig und ständig in Bewegung, flexibel, biegsam und anpassungsfähig, können aber auch einmal „ausschlagen“, wenn ihnen etwas nicht passt. Der Leberstrom wird auch das „Ölkännchen“ für den Körper genannt, das alles schmiert und ölt. Ist die Leberenergie im Ungleichgewicht, tauchen Symptome wie Krämpfe, Taubheit der Extremitäten und Schwierigkeiten beim Beugen und Strecken auf. Das Holzelement hat eine enge Verbindung zu den Augen, weil diese mit dem Leberstrom verbunden sind. Deshalb ist die Fähigkeit klar zu sehen von einem harmonischen Leberstrom abhängig, deshalb spiegeln sich Leberstörungen in den Augen wider.

Betrachten wir das Pferd in seiner Gesamtheit, können wir es aufgrund seiner körperlichen Stärken und Schwächen, Stressreaktionen und Verhaltensmuster einem Element zuordnen und daraufhin einen Organstrom auswählen, der die Harmonie von Körper, Geist und Seele unterstützt.

Mehr Informationen

Heilströmen für Pferde 1/3
Heilströmen für Pferde 2/3

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