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Klassische Arbeit an der Hand – Schulterherein und Travers/Renvers

Seitengänge sind unersetzlich, um das Pferd korrekt zu gymnastizieren – auch vom Boden aus.

Wenn die Basics sitzen, kann man sich an die richtigen Seitengänge wagen. Diese sorgen für ein gut durchgearbeitetes Pferd und machen es geschmeidig und beweglich.

Das erwartet Sie in diesem Artikel:

  • Schulterherein und Travers/Renvers
  • So geht’s!
  • Was kann falsch laufen?
  • Unsere Expertin: Leonie Bühlmann.

Schulterherein

Das Schulterherein ist die Grundlage der weiterführenden Ausbildung des Pferdes, da es die Basis für die weiteren Seitengänge ist und außerdem einen beträchtlichen Teil zur Geraderichtung beiträgt.
Das Pferd bewegt sich hier auf 3 Hufschlägen, wobei, das äußere Vorderbein und das innere Hinterbein in derselben Spur laufen. Die Hinterhand soll dabei geradeaus gehen, die Vorderhand soll kreuzen, sodass im Körper eine Biegung stattfindet. Das Pferd ist dabei entgegen der Bewegungsrichtung gestellt.

Travers/Traversale/Renvers

Diese Lektionen bauen auf dem Schulterherein auf und sorgen für die weitere Versammlung. Das äußere Hinterbein tritt hier genau unter den Schwerpunkt des Pferdes, sodass es vermehrt Last aufnimmt und die Hanken mehr beugt. Bei allen Lektionen ist das Pferd in Bewegungsrichtung gestellt und gebogen. Der Unterschied besteht einzig darin, wo sie ausgeführt wird: Travers mit Hinterhand in die Mitte, Vorhand an der Bande; Renvers mit der Hinterhand an der Bande und der Vorhand in der Mitte und die Traversale als Diagonale durch die Bahn.

So geht’s!

Was tun, wenn…?

…mein Pferd die Biegung nicht halten kann?

Oft ist es so, dass gerade junge Pferde die ersten Schritte in der Biegung schaffen, dann aber gerade werden. Das hat meist mit mangelnder Kraft zu tun – seien Sie geduldig, je öfter (NICHT LÄNGER!!) man übt, desto länger hält das Pferd die Biegung.

…mein Pferd ständig aus dem Takt kommt?

Dies könnte mit dem inneren Zügel zusammenhängen: Viele Reiter versuchen, die Biegung durch einen zu starken Zügelkontakt zu halten oder sogar herzustellen, sodass der Kopf herumgezogen wird und der Fluss abhanden kommt. Versuchen Sie einmal, den Kontakt etwas leichter werden zu lassen und das Pferd im eigens gewählten Tempo gehen zu lassen, damit es sich selbst besser balancieren kann.

Unsere Expertin

Leonie Bühlmann

Leonie Bühlmann leitet das Lusitano-Gestüt „La Perla“ in Spanien und bildet ihre Pferde nach Grundsätzen der Klassischen Dressur aus. Sie legt viel Wert auf eine ganzheitliche Ausbildung und die Gesundheit der Tiere, weshalb sie immer eng mit Spezialisten rund um Pferdegesundheit arbeitet.

Mehr Infos finden Sie hier.

© Yeguada la Perla
© Yeguada la Perla