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Mikes Blog: Bandenschwalben

Michael Geitner macht sich ab und zu mal Gedanken – und rechnet ab.

Es gibt sie in jedem Stall, und in jedem davon sind sie unnötig: die Bandenschwalben. Man erkennt sie vor allem daran, dass sie weiblich sind, tatenlos am Rand des Reitplatzes oder an der Hallenbande sitzen und kritisch gucken. Aber damit nicht genug, sie besprechen gerne auch mal mit dem Sitznachbar, was der Reiter in der Mitte jetzt alles falsch macht. Sonst haben die eigentlich kaum Gemeinsamkeiten, die kommen in allen Altersstufen, modisch und altmodisch, dünn und dick, als Dressurreiter oder Springreiter vor. Aber halt, in einem sind sie sich ähnlich: Die können nix. Das sind immer die, die damit prahlen, dass sie es „dem Gaul mal gezeigt haben“, aber trotzdem noch nie so richtig erfolgreich waren. Denn wer gut, reel und pferdegerecht reitet weiß genau, dass die Praxis manchmal nicht so einfach ist, wie die Theorie. Und wenn das Pferd anfangs halt ein paar Monate nicht galoppiert wird, damit es seine Balance erst mal in Schritt und Trab finden kann ist das nicht „Die traut sich nur nicht!“, sondern faire Ausbildung. Und wenn jemand wirklich mal was nicht so gut macht (vielleicht weil er es nicht besser weiß?) wäre es doch sinnvoller, einfach mal direkt hinzugehen und Tipps zu geben – dann ist Reiter und Pferd geholfen und man kann auch selber mit einem guten Gefühl nach Hause gehen.

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