Reitübung 44: Vor und Zurück

Ohne großen Aufbau oder besonders viel Platz kommt diese Übung aus – und ist trotzdem sehr effektiv. Mit Hilfe der Lektionen Schulterherein, Travers und dem Rückwärtsrichten stärken Pferd und Reiter verschiedene Muskelpartien und fördern Konzentration und Leistungsbereitschaft.

Was trainiere ich?

Mit dieser Übung gymnastizieren Sie in erster Linie Ihr Pferd. Sie stärken Rücken- und Halsmuskulatur des Pferdes und fördern die Gelenkigkeit der Beine. Neben Gehorsam und Rittigkeit, wird die Versammlungsbereitschaft des Pferdes gesteigert. Zudem werden Pferd und Reiter eine anhaltende Konzentration abgefordert.

Was benötige ich?

Diese Übung hat keinen besonderen Aufbau. Sie brauchen weder Stangen, noch Hütchen um die gewollten Trainingseffekte zu erreichen. Lediglich etwas Platz auf einem ebenen Reitplatz- oder Hallenboden ist notwendig. Am besten mit einer Bande oder einer Einzäunung zur Orientierung.

Ablauf

Reiten Sie mit Ihrem Pferd im fleißigen Schritt auf dem ersten Hufschlag ganze Bahn. Beginnen Sie an einem beliebigen Punkt mit der Übung. Reiten Sie ein bis zwei Pferdelängen Schulterherein. Dann halten Sie an. Lassen Sie Ihr Pferd einige Augenblicke stehen und richten Sie es nun einige Tritte rückwärts. Halten Sie erneut an. Reiten Sie nun das Pferd im Travers an. Reiten Sie ein bis zwei Pferdelängen Travers und halten Sie erneut an. Danach richten Sie das Pferd wieder einige Tritte rückwärts. Danach halten Sie das Pferd an und beginnen von vorn. Vergessen Sie nicht, Ihr Pferd ausreichend zu loben.
Bauen Sie immer wieder auch einmal ein gerades Anreiten im Schritt im Arbeitstempo und Handwechsel ein. Achten Sie darauf, dass Sie das Pferd bei jedem Halten gerade stellen und es an allen Hilfen beidseitig steht. Nur so gelingt Ihnen ein gerades Rückwärtsrichten ohne ungewollte Ausscherungen.

Außerdem sollten Sie immer wieder Abstand von der Übung gewinnen, in dem Sie andere Hufschlagfiguren, Gang- und Tempiwechsel einbauen.

Diese Übung können Sie nach eigenem Belieben und Trainingsziel um weitere Elemente, wie beispielsweise das Renvers oder das Schenkelweichen, erweitern. Wichtig ist, dass Sie das Pferd vor einem Lektionenwechsel erst einmal sicher anhalten und es einige Sekunden stehen lassen. Am Anfang sollte dies ein längerer Zeitraum sein, der Pferd und Reiter Zeit zum Nachdenken gibt. Im Verlauf der Übung können Sie diese Reprisen verkürzen. Diese Denkpausen sollten Sie auch zum Loben des Pferdes nutzen.
Auch im Trab können Sie diese Übung einmal versuchen. Viele Pferde tun sich einfacher, wenn die Lektionen Schulterherein und Travers im Trab ausgeführt werden, da der Trab mehr Schwung hat. Von enormer Wichtigkeit ist in dieser Version der Übung das Halten.
Für geübte Reiter und Pferde können Sie diese Übung auch ohne das Halten versuchen. Hier muss sich das Pferd vermehrt auf die Hinterhand setzen und sehr gehorsam an den Hilfen stehen. Gelingt Ihnen diese Variante zunächst nicht, sollten Sie einen Schritt zurück gehen und das Halten wieder in den Ablauf miteinbauen.

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